DFB-Elf bei EM im Hotel Ermitage am Genfer See

Joachim Löw und seinem Team bietet das Hotel Ermitage mit einem 19 Hektar großen Park und direktem Blick auf den Genfer See perfekte Bedingungen für die Spielvorbereitung.
Joachim Löw und seinem Team bietet das Hotel Ermitage mit einem 19 Hektar großen Park und direktem Blick auf den Genfer See perfekte Bedingungen für die Spielvorbereitung.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Das Campo Bahia wurde 2014 in Brasilien zur Kultstätte und zum Ausgangspunkt für die erfolgreiche WM-Mission. Im kommenden EM-Sommer beziehen Bastian Schweinsteiger und Co. ihr Teamquartier 125 Meter über dem Genfer See. Erst aber muss sich Löws Team qualifizieren.

Frankfurt/Main.. Das vor der WM 2014 neu gebaute Campo Bahia bleibt einmalig, Joachim Löw und sein Team wollen bei der EM im kommenden Sommer ein schon 1909 erbautes Hotel am Genfer See beziehen. Am Donnerstag war eine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für letzte Absprachen nochmals im französischen Kurort Évian-Les-Bains, dann gab der Verband den Ort für das EM-Basiscamp offiziell bekannt. "Für das Quartier sind uns Kompaktheit und kurze Wege wichtig", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff. Trainingsplatz und Hotel liegen nur 1000 Meter voneinander entfernt, zum Flughafen Genf sind es 45 Kilometer. Voraussetzung dafür ist natürlich zunächst die erfolgreiche Qualifikation.


Für Joachim Löw uns sein Team bieten das Hotel Ermitage mit einem 19 Hektar großen Park und direktem Blick auf den Genfer See perfekte Bedingungen für Spielvorbereitung, Regeneration und Teambuilding. "Im Hotel Ermitage haben wir exzellente Voraussetzungen, um in Ruhe arbeiten, trainieren und regenerieren zu können. Genfer See und Alpen bieten ein beeindruckendes Panorama, die Nähe zur Stadt Évian und gute Arbeitsmöglichkeiten für die Medien, die uns begleiten werden, sind weitere Pluspunkte", verkündete Bierhoff.

25 Meter über dem Genfer See

Die Hotelanlage liegt oberhalb von Évian-les-Bains auf dem Plateau des Mateirons, 125 Meter über dem Genfer See. Neben den 80 Zimmern stehen dem DFB elf Konferenz-Räume, die zu Büros und Arbeitsräumen umfunktioniert werden sollen. Das hoteleigene Spa kann zu regenerativen Trainingseinheiten genutzt werden.


"Die WM und das Campo Bahia sind Vergangenheit, nun richten wir den Blick in Richtung Europameisterschaft in Frankreich. In die weitere Detailplanung steigen wir erst ein, sobald wir sicher qualifiziert sind. Das gebührt allein schon der Respekt vor den nächsten Gegnern, mit den anstehenden Länderspielen liegen noch schwere Aufgaben vor uns", bemerkte Bierhoff.


IAnalyse n der EM-Qualifikationsgruppe D liegt der Weltmeister derzeit hinter Polen auf Rang zwei. Das würde am Ende das direkte Ticket für die EM-Endrunde bringen. "Aber aus der Erfahrung der zurückliegenden Turniere wissen wir auch, dass wir organisatorisch und logistisch frühzeitig Planungssicherheit brauchen", ergänzte der DFB-Manager. Die EM-Endrunde wird vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich ausgespielt. Weltmeister-Coach Löw hat das Ziel Titel bereits verkündet.

"Heißer Herbst" in der EM-Ausscheidung

Die vom DFB komplett für die EM-Zeit exklusiv gebuchte Vier-Sterne-Herberge, die 2010 im Stile eines edlen Grand Hotels modernisiert wurde, steht zwar nicht auf der Liste des europäischen Verbandes UEFA. Anders als bei einer WM können die EM-Teilnehmer ihr offizielles Teambasecamp aber frei auswählen. Im Kurort Évian-les-Bains, bekannt für seine Bäder und das Heilwasser, am Südufer des Genfer Sees leben rund 8500 Menschen. Das Hotel und das "Stade Camille Fournier" nutzen auch schon einige Bundesligisten zur Saisonvorbereitung.


Löw muss sich nach abgeschlossener Quartiersuche jetzt erst einmal intensiv mit dem "heißen Herbst" in der EM-Ausscheidung beschäftigen. Gegen Tabellenführer Polen (4. September), in Schottland (7. September) und in Irland (8. Oktober) stehen die entscheidenden Partien an. "Die letzten Qualifikationen sind wir gleich wegmarschiert, diesmal müssen wir wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag hart darum kämpfen, diese EM zu erreichen", sagte Löw. (dpa)