Der Protest des Europarats gegen die Katar-WM ist nutzlos

Wird nach dem Protest des Europarats ganz sicher schnell zur Tagesordnung übergehen. Fifa-Chef Joseph Blatter.
Wird nach dem Protest des Europarats ganz sicher schnell zur Tagesordnung übergehen. Fifa-Chef Joseph Blatter.
Foto: Steffen Schmidt
Was wir bereits wissen
Die Eurokraten fordern: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 muss neu vergeben werden. Wie alles andere wird aber auch das nichts ändern. Win Kommentar.

Essen.. Mittlerweile hat so ziemlich jeder etwas an der Fußball-WM 2022 in Katar auszusetzen. Den Spielern ist es dort im Sommer zu heiß. Die Spitzenklubs dieser Welt wollen ihre Rahmen-Terminkalender für eine Verlegung aber eigentlich nicht ändern. Menschenrechtsorganisationen sind empört über den Umgang in Katar mit Bauarbeitern, die wie Sklaven behandelt werden. Politiker werfen dem Emirat die Unterdrückung der Frauen vor. Selbst manche Fifa-Funktionäre kriegen Schweißausbrüche, wenn sie über die Korruptionsvorwürfe bei der WM-Vergabe reden müssen.

Und jetzt meldet sich auch noch der Kulturausschuss des Europa-Rates zu Wort und fordert: Die WM darf nicht nach Katar, sondern das Turnier muss neu vergeben werden.

Wie alles andere wird aber auch das nichts ändern. Fifa-Präsident Joseph Blatter wird sich wahrscheinlich sogar auch die Argumente des Europarates anhören. So wie er alle anderen Einwände auch zur Kenntnis genommen hat. Dann wird er sich lächelnd umdrehen und zur Tagesordnung übergehen.

Ein Punkt dieser Tagesordnung im Leben des Fifa-Präsidenten wird wieder sein: Die Organisation der WM 2022 in Katar. Wer etwas anderes glaubt, ist naiv.