Kommentar

Der leidige Kampf gegen die Schattenseiten des Revierderbys

Die Polizei bringt sich vor dem Revierderby schon früh in Stellung - leider ist das nötig.
Die Polizei bringt sich vor dem Revierderby schon früh in Stellung - leider ist das nötig.
Foto: Bongarts/Getty Images

Das stets brisante Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 findet erst in zwei Wochen statt. Die Ordnungskräfte sind bereits jetzt vorbereitet, und das ist leider auch nötig. Ein Kommentar.

Essen.. Das Ruhrgebietsderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 geht erst in zwei Wochen über die grüne Bühne, im Gespräch aber ist es bereits jetzt: bei Polizei und Sicherheitskräften. Das ist gut und richtig so, es hat sich ja in der Vergangenheit oft genug gezeigt, dass den Krawallmachern unter den Fans in beiden Lagern nur mit klaren Konzepten und wenn nötig auch mit Härte zu begegnen ist. Die Sprache der Vernunft wollen sie ja leider nicht verstehen.

Und doch ist es immer wieder traurig und enttäuschend, dass die staatlichen Ordnungshüter im Zusammenspiel mit den Vereinen wochenlang tagen und tüfteln müssen, um eine solche Veranstaltung, bei der die erhebliche Mehrzahl der Besucher einfach nur mit Freude unterhalten werden möchte, unter Kon­trolle zu bekommen.

Nachdem vermummte BVB-Anhänger im Herbst 2013 in der Schalker Arena Leuchtraketen in andere Zuschauerränge und sogar auf Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller abgefeuert hatten, sendeten die beiden Vereine in wertvoller Einigkeit ein besonderes Signal: Noch einmal Randale – und die nächsten Derbys finden ohne Gästefans statt! Danach ging es zweimal friedlich zu, die Drohung wirkte. Wünschen wir uns, dass sie nachhaltig bleibt.

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