Der 1.FC Köln feuert Zvonimir Soldo
24.10.2010 | 16:02 Uhr 2010-10-24T16:02:00+0200
Köln.Nun ist es amtlich: Zvonimir Soldo ist nicht mehr Trainer des 1.FC Köln. Der Vorstand des Erstligisten reagierte mit der Entlassung auf die sportliche Talfahrt des FC. Vorerst übernimmt U23-Coach Schaefer das Amt.
Am Sonntagmorgen leitete Zvonimir Soldo noch das Auslaufen am Geißbockheim - sechs Stunden später setzte der 1. FC Köln den Sündenbock vor die Tür. Nach einer Krisensitzung des Vorstandes am Nachmittag beendete der Verein das Missverständnis mit dem kroatischen Trainer auf einen Schlag und gab damit dem Druck der Fans und Medien nach. Soldo hatte das Amt am 12. Juni 2009 von Christoph Daum übernommen, aber stets etwas glücklos agiert.
Auch Co-Trainer Michael Henke wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Am Dienstagabend im Pokal gegen 1860 München wird der bisherige U23-Coach Frank Schaefer als Interimstrainer auf der Bank sitzen. „Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln haben die Entscheidung gemeinsam nach einer eingehenden Analyse getroffen“, hieß es in der Pressemitteilung der Geißböcke.
Der FC hatte seine vergangenen drei Spiele verloren, am Samstag kassierte das Team ein 1:2 bei Hannover 96. Die Fans hatten seit langem die Ablösung des erfolglosen Trainers Soldo gefordert. Als Nachfolger war zuletzt unter anderem Ex-Bundesligaprofi Thomas Doll im Gespräch, der von Schaefer übernehmen könnte.
Soldo hatte mit Entlassung gerechnet
Zvonimir Soldo hatte seine Entlassung schon geahnt. Die Frage, ob er am Dienstag die Verantwortung tragen werde, beantwortete er nur noch mit einem Schulterzucken. „In diesem Geschäft musst du auf alles vorbereitet sein. Als Trainer müssen deine Koffer immer gepackt sein“, sagte Soldo dann aber nach dem rund 45-minütigen Auslaufen: „Der Ablauf war ganz normal. Ich habe mit den Spielern gesprochen. Dann haben wir leicht trainiert. Mehr weiß ich nicht.“ Am Nachmittag wusste er es. Soldo wurde nicht mehr hingehalten.
Nach dem Spiel war bei Präsident Wolfgang Overath und Co. noch das große Schweigen ausgebrochen. „Es ist absolut enttäuschend, was die Mannschaft 80 Minuten lang abgeliefert hat. Das ist weder für mich noch für uns erklärbar. Wir werden uns Gedanken machen und eine Nacht darüber schlafen“, hatte der Klubchef dann schließlich am späten Samstagabend mitgeteilt. Der ebenfalls stark in die Kritik geratene Manager Michael Meier wollte zu diesem Zeitpunkt gar nichts sagen.
„Wir haben die Schnauze voll“
Fans, Öffentlichkeit und vor allem Soldo hingen in der Luft. Bis 17 Uhr am Sonntag. Nach der Entlassung waren es nur noch rund 50 Stunden bis zum Spiel gegen 1860. Eine konzentrierte Vorbereitung sieht anders aus.
Nun hofft man beim FC auf die Trendwende. Seit sechs Spielen warten die Kölner in der Bundesliga auf einen Sieg, fünf Punkte hat das Team nur auf dem Konto. Die Volksseele kocht. „Wir haben die Schnauze voll“, riefen die Fans nach dem frühen 0:2 in Hannover, für das Didier Ya Konan mit einem Doppelschlag gesorgt hatte. Auf einem Transparent war zu lesen: „Soldo raus und Meier auch!!!“
„Ich konzentriere mich auf das Wesentliche. Mehr kann ich nicht machen“, hatte Soldo erklärt: „Ich habe immer gesagt, dass wir die Qualität haben, da unten rauszukommen.“ Jetzt muss die Mannschaft dies unter einem neuen Trainer beweisen.
Ärger um Podolski und Mondragon
Um die Blockade zu lösen, war Overath entgegen seiner sonstigen Gewohnheit gemeinsam mit den Spielern nach Hannover gereist. Im Bord-Bistro der Bahn tauschte er sich mit Soldo aus, beim Mittagessen schwor der FC-Chef die Mannschaft höchstpersönlich auf die Partie ein. Doch es half alles nichts. Nach Ya Konans Treffern war das Spiel fast schon gelaufen. Köln ergab sich zwar nicht in sein Schicksal, brachte aber kaum Erfolgversprechendes zu Stande.
Zuletzt waren es jedoch nicht nur die Ergebnisse, die nicht stimmten. Der kolumbianische Torhüter Faryd Mondragon liegt mit den FC-Verantwortlichen wegen seiner Länderspielreisen über Kreuz und stand in Hannover erneut auf eigenen Wunsch nicht im Kader.
Der als Integrationsfigur eingeplante Lukas Podolski machte vor allem durch Generalkritik am Klub auf sich aufmerksam, und selbst Meier attestierte seinem Arbeitgeber in der Gesamtheit eine „Außendarstellung zum Weglaufen“. Auch am Sonntag mochte man ihm kaum wiedersprechen. (sid)
13:29
von diesem ganzen zirkushaufen fc köln wurde mal wieder die bequemste lösung gefunden.soldo,einer der sich wohltuend abhebt von den anderen spinnern,die sich an der seitenlinie wie die bekloppten aufführen,wird also geopfert...und die anderen tünnesköppe machen weiter wie bisher.
hoffentlich steigt dieser chaosclub ab.
11:29
Danke Papa, dass ich kein Kölner bin!
09:01
Soldo war viel zu lieb für solch einen Verein.
Köln denkt immer noch, sie sind gefühlter Champions-League Teilnehmer. Nur mit Tradition kann man nicht viel machen. Hoffentlich packt es der neue Trainer, mit der Truppe wenigstens nicht abzusteigen. Aber es ist auch kein Konzept in diesem Verein zu erkennen. Aber warten wir mal ab.
Jedenfalls haben mich über 33 Jahre Köln-Fan Zugehörigkeit stählen lassen.
22:33
Das war der konsequente, notwendige Schritt. Soldo hat gerade in der letzten Zeit gezeigt, dass er keine Bundesliga Mannschaft anleiten kann. Er hat Angst vor großen Namen und stutzt Spieler die er noch beeinflussen kann zurecht. So war es vor der Saison ein Fehler auf Mondragon zu setzen und Kessler gehen zu lassen. Ebenso hat er zulange an Novakovic festgehalten, der Dank kam gegen Hannover. Allerdings macht auch Manager Meier seit längerem keinen souveränen Eindruck mehr. Aber Frank Schäfer sollte keine interims Lösung sein sondern ein fester Plan. Er kennt die jungen Spieler die im Kader stehen aus A-Jugend und U23. Und wenn kein Geld da ist müssen es diese Jungs richten. Das werden sie auch mit dem richtigen Trainer, Schäfer; auch tun.
PS.: Danke, Papa, dass ich kein Fohlen bin!
19:53
Zumindest hat man ihn live im TV heute mittag schon mal über den bevorstehenden Rausschmiss informiert. War bestimmt reine Nächstenliebe, damit er sich drauf vorbereiten kann. Sowas sollte doch lieber den Verantwortlichen überlassen werden.
19:27
War doch klar das man Soldo feuert. Es liegt aber nicht an ihm. Das Team ist einfach zu schwach für die erste Liga.
19:18
Alles Gute für Herrn Schäfer. Der Mann leistet schon seit Jahren in der U23 hervorragende Arbeit und könnte so ein Trainertyp wie Tuchel oder Klopp werden. Schlimmer kann es aber eigentlich nicht mehr werden - jetzt fehlt nur noch das Geld für Verstärkungen in der Winterpause.
19:12
Ekelhaft wie Herr Wontorra heute Vormittag in der Sendung Doppelpass auf einen Rauswurf vor laufender Kamera spekuliert hat. Pfui!
Das so etwas heutzutage keinen mehr zu stören scheint, zeigt wie weit die Sitten seit Einführung der Privaten gekommen sind.
Da wird jede noch so bescheuerte Statistik herangezogen, um einen neuen Rekord zu vermelden und an jedem Wochenende gibt es mindestens 3 Spitzenreiter.
17:59
Meier macht auch auf mich seit langem keinen überzeugenden Eindruck und das spiegelt sich in Köln entsprechend wieder. Die parallel laufende Freisetzung von Henke ist natürlich mehr als richtig und konsequent . Dieser Mann bringt anscheinend nichts kreatives ein und ist nur ein Mitläufer ! Auch ein Co wird sehr gut entlohnt und dementsprechend darf man auch hier was erwarten .
17:46
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.