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Dann eben noch schärfere Kontrollen im Fußball

21.01.2013 | 18:27 Uhr
Dann eben noch schärfere Kontrollen im Fußball
Finden sich toll, nicht den Fußball: Vermummte Frankfurter Brandstifter im Stadion von Bayer Leverkusen. Foto: dpa

Essen.  Die Fanproteste wurden wohlwollend begleitet – aber auch im Fußball gilt deutsches Recht. Deshalb sollte darum gehen, Straftaten möglichst zu verhindern und Straftäter abzustrafen. Jene, die dafür sorgen, dass der Fußball kaputt aussieht, müssen aufgehalten werden. Ein Kommentar.

Pyro-Randale
Leverkusen will Fans Strafe für Pyro-Randale zahlen lassen

Wieder Pyro-Randale in der Bundesliga: Beim Spiel von Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt zündeten Eintracht-Fans Pyros und Silvesterraketen. Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser will die Strafe, die der Verein zahlen muss, künftig auf die Tickets für Gästefans aufschlagen.

Es wird gerade zum x-ten Mal darüber diskutiert, wie denn wohl Pyro-Randale in Stadien zu verhindern sei. Vereine zu Geldstrafen verurteilen. Partien abbrechen. Geisterspiele anberaumen. Das sind so ungefähr die Mittel, mit denen Schiri-Chef Herbert Fandel und diverse Polit-Populisten die Problemflut eindämmen wollen. Dabei halten Vereine niemanden dazu an, Brände zu entfachen. Und wenn eine Partie abgebrochen wird, dann trifft das nicht etwa die Verursacher. Und wenn Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, dann leidet nur sie darunter, diese Fußball liebende Öffentlichkeit, und nicht diejenigen, die auf dem Ego-Trip gern auch einen klasse Machtrausch mitnehmen. Haben wir gemacht!

Bei dem, was da gemacht wird, handelt es sich allerdings um Straftaten. Und es ist in Deutschland üblich, Straftäter erst zu überführen und dann zu verurteilen. Unüblich dagegen ist zum Beispiel, bei Ladendiebstahl das Konto des Inhabers zu belasten, unschuldige Kunden sofort von den Regalen zu vertreiben und für den nächsten Tag das Schild „Heute geschlossen“ auszuhängen. Deshalb sollte es im Fußball auch nur darum gehen, Straftaten möglichst zu verhindern und Straftäter abzustrafen. Kann sein, bei all den Fanprotesten ist das etwas in den Hintergrund geraten: Die Bösen, die, die dafür sorgen, dass der Fußball kaputt aussieht, müssen aufgehalten werden. Notfalls durch noch schärfere Kontrollen und noch schärfere Urteile.

Frank Lamers

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Kommentare
22.01.2013
11:42
Dann eben noch schärfere Kontrollen im Fußball
von Robert_Meier | #3

@ rafl.. Sie kehren auch alle über einen Kamm. Was können die Fans dafür, wenn es in Ihren reihen verblödete Leute gibt, die sich profilieren wollen und es geil finden eigene Spieler mit Raketen zu beschießen. Solche Leute sind keine Fans!!!! Die machen den SPort kaputt den alle Lieben!

Die Fans die hingegen mit Fahnen, Choreos und Gesängen den Verein unterstützen berreichen den Sport. Und genau diese waren es doch auch, die gegen das Maßnahmenpaket demonstiert haben mit ihrer Meinung.

Was soll der DFB denn machen, wenn die Fans nicht singen? Die Vereine mit Geldstrafen belegen? Den Fans Hausvebot erteilen? Der DFB kann den Protest nur hinnehmen. Verbieten kann und darf der DFB die Form des Meinungsausdrucks nicht!

Das einzelne Vereine die Proteste unterstützt haben und mit den Leuten reden, zeigt doch dass diese Wissen, dass es unterschiedliche Fans gibt. Frankfurt war ja nicht mit 20 Leuten da, sondern mit mehreren tausend

22.01.2013
09:22
Null Toleranz
von rafl | #2

Warum haben die Vereine eigentlich den Protest vieler Fans gegen den DFB einfach hingenommen oder sogar unterstützt (siehe BVB)? Das waren die komplett falschen Zeichen! Auch in der Presse hätte ich mir mehr klare Stellungnahmen gewünscht! Hier gilt: keine Toleranz. Und das muss in allen Fangruppen ankommen!

22.01.2013
01:47
Dann eben noch schärfere Kontrollen im Fußball
von Mell234 | #1

Vielleicht sollte es einfach mal generell Kontrollen geben? Wenn man im Eintracht-Forum mal aufmerksam mitliest, wird man feststellen, dass es im Stehbereich teilweise GAR KEINE Kontrollen gab und viele Besucher sich natürlich mehr als verwundert darüber gezeigt haben.

Aber gut, seit ein paar Wochen wissen wir ja das es in NRW V-Männer beim Fußball gibt und jetzt passiert ausgerechnet in NRW etwas, da kamen die Frankfurter ja gerade recht.

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