Zum BVB-Trainingsstart sind noch einige Fragen offen

Lauftraining beim BVB - allen voran Roman Weidenfeller. Doch hat er auch im Rennen um die Nummer eins die Nase vorn?
Lauftraining beim BVB - allen voran Roman Weidenfeller. Doch hat er auch im Rennen um die Nummer eins die Nase vorn?
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Am Nachmittag steht beim BVB Lauftraining im Vordergrund - bei der Kaderplanung der Dortmunder gibt es allerdings noch einige Fragezeichen.

Dortmund.. Es ist schon eine Art Führungsrolle, die Neven Subotic unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel innehat: Wie schon am Vormittag betritt er auch um 17.57 Uhr als erster Profi von Borussia Dortmund den Trainingsplatz, nachdem man zuvor eine Einheit im Kraftraum absolviert hat. Und beim anschließenden Lauftraining gehört er gemeinsam mit Marcel Schmelzer und Ilkay Gündogan zur Gruppe, die das höchste Tempo anschlägt. Mit etwas Abstand folgen Marco Reus und Rückkehrer Jonas Hofmann, dahinter wiederum Mats Hummels und Henrikh Mkhitaryan.

Eine gute Dreiviertelstunde später ist Schluss und die zweite Gruppe betritt den Rasen: Erik Durm und Sven Bender vorneweg, Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski, Oliver Kirch, Gonzalo Castro und Kevin Kampl hinterher und Jeremy Dudziak sowie Julian Weigl bilden die Nachhut.

Rennen zwischen Weidenfeller und Bürki weiter offen

Im Hintergrund spulen derweil die Torhüter Roman Weidenfeller, Roman Bürki und Hendrik Bonmann mit ihrem Trainer "Teddy" de Beer eine Einheit ab. Auf diese Gruppe werden sich die Blicke im Laufe der Vorbereitung wohl noch öfter richten - anders als in den Vorjahren ist die Hierarchie im Vorfeld nicht geklärt. Bonmann ist zwar die klare Nummer drei, aber das Rennen zwischen Weidenfeller und Bürki, der für eine Ablöse deutlich unter fünf Millionen vom SC Freiburg kam, ist zumindest offiziell offen - lediglich auf der Trainingsbekleidung trägt Weidenfeller schon die Nummer eins.

Transfer Offen gelassen haben die BVB-Bosse auch das Saisonziel - zumindest offiziell. Schon vor der Vormittagseinheit war Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vorgefahren und hatte den Spielern klar gemacht, dass eine deutlich erfolgreichere Saison erwartet wird als die vergangene - sprich: die Champions-League-Qualifikation sollte es schon wieder sein, dafür ist der Kader schließlich ausgelegt.

Die Zukunft einiger Spieler ist noch nicht geklärt

Dass das Klima ein anderes wird in Dortmund, nämlich kühler, erfolgsorientierter, zeigte sich auch mittags zwischen den Trainingseinheiten: Anders als zuletzt so oft fuhr der Italiener Toni nicht mit Pasta und anderer für Sportler eher fragwürdiger Kost vor, seine Dienste werden vorerst nicht mehr benötigt.

Trainingsauftakt Auch von einigen Spielern würde man sich noch trennen in Dortmund, sollte sich die Gelegenheit ergeben. Doch für Moritz Leitner ist bislang kein passendes Angebot eingegangen, mit Milos Jojic und dem 1. FC Köln ein Transfer noch nicht abgeschlossen und Ilkay Gündogan tendiert inzwischen wieder zum Bleiben und wird seinen Vertrag dem Vernehmen nach bald verlängern - im Raum steht ein weiteres Jahr bis 2017.

Tuchel will sich selbst ein Bild von Immobile machen

Ciro Immobile betont in italienischen Zeitungen immer wieder, dass ein Engagement in der Heimat attraktiv wäre - doch Neu-Trainer Tuchel scheint entschlossen, den Spieler erst einmal kennen zu lernen. Sollte der Stürmer im Training überzeugen, bleibt er. Noch aber gab es nicht die Gelegenheit dazu - weil er vor einigen Tagen Vater geworden ist, darf sich Immobile etwas länger erholen.