Zieglers Abschied vom BVB mit Wehmut
17.06.2010 | 17:56 Uhr 2010-06-17T17:56:00+0200
Dortmund.Borussia Dortmunds ehemaliger Ersatzkeeper Marc Ziegler blickt auf drei Jahre in Dortmund zurück. Das Verhältnis zu Stammkeeper Roman Weidenfeller entwickelte sich erst langsam.
Während die BVB-Profis noch bis Anfang Juli die Füße hochlegen dürfen, steigt einer ihrer Ex-Kollegen Ende des Monats in die Vorbereitung ein: Ersatztorwart Marc Ziegler, der zum VfB Stuttgart gewechselt ist, nimmt mit seinem neuen Klub schon im Juni die Vorbereitung auf.
Der neue Klub, der VfB Stuttgart, ist dabei Zieglers alter Klub. Von 1995 bis 1999 hat der gebürtige Saarländer für Stuttgart gespielt. „Und es ist eine Heimkehr“, sagt der Ex-Borusse. Zieglers Ehefrau Ariane stammt aus dem Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt, in dem auch das VfB-Stadion steht.
Der Abschied nach drei Jahren aus Dortmund fiel Familie Ziegler mit den Kindern Liam (6), Leon (8) und Zoe (3) schwer. „Wir wurden freundlich empfangen und haben uns immer wohlgefühlt. Ursprünglich wollten wir nach meiner Karriere hierbleiben und hatten uns ein Baugrundstück gesucht“, erklärt Ziegler, dessen Söhne in der Jugend des Hombrucher SV in die Fußstapfen des 1,92 Meter großen Papas getreten sind.
Für Stuttgart sprach die Nähe zur Familie. Und die sportliche Perspektive. In Dortmund wäre sein Vertrag 2011 ausgelaufen. In Stuttgart wird die Karriere von Ziegler, der vergangenen Sonntag 34 Jahre alt geworden ist, bis 2013 verlängert. „Außer Stuttgart wäre für mich nur der FC Barcelona in Frage gekommen“, scherzt der bei BVB-Fans und BVB-Mitspielern geschätzte Ziegler.
Dass Ziegler im Spätherbst seiner Karriere Bankdrücker bleibt, stört ihn nicht. Allerdings wird der erfahrene Ersatzmann, anders als in Dortmund, auch Mitausbilder des jungen und talentierten Sven Ulreich (21). „Ich habe gelesen, dass der als Junge das Trikot mit meinem Namen getragen hat“, sagt Ziegler. Da ist die Vorbildfunktion ja garantiert.
Ein Aufstieg ist indes auch in Stuttgart nicht ausgeschlossen. „Marc ist die beste Nummer zwei in Deutschland“, lobt ihn VfB-Manager Horst Heldt. Den Rensing-Effekt, nach dem der junge Michael Rensing bei den Bayern von dem erfahrenen Jörg Butt abgelöst wurde, strebt Ziegler indes nicht an. Ziegler sieh sich, wie beim BVB, als Antreiber und Rückhalt seines jungen Kollegen.
Seine drei BVB-Jahre wird er in sehr guter Erinnerung behalten. Wegen der 23 Bundesliga-Einsätze und vor allem wegen der Pokalspiele 2008. Im Achtelfinale gegen Werder Bremen parierte Ziegler kurz vor Schluss einen Diego-Elfmeter und wurde zum gefeierten Helden. Im Finale in Berlin durfte er ran, weil Roman Weidenfeller verletzt ausfiel. Das Verhältnis zur unumstrittenen Dortmunder Nummer 1 wird Ziegler als ein besonderes in Erinnerung behalten. „Es musste sich entwickeln“, gesteht er. „Aber am Ende waren wir nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde.“ Weidenfeller feierte mit dem Konkurrenten erst kürzlich seinen 30. Geburtstag.

16:49
Sollt er zu den größten Schuldenclub der Bundesliga wechseln?
11:44
sei froh, dass du von diesem pleite verein weg bist.
19:05
Allet Jute Marc!
19:19
Guter Mann.
Mach jut!
13:34
Wenn de im Tor standest haste es super gemacht :) Danke dir Ziegler und wünsch dir alles Gute für Stuttgart, lass dann aber gegen uns auch mal einen durch ;)