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Weidenfellers Comeback geplatzt

12.02.2010 | 19:25 Uhr
Weidenfellers Comeback geplatzt

Sven Bender und Kuba Blaszczykowski kehren - wie angekündigt - zurück. Das Comeback von Roman Weidenfeller aber ist geplatzt. Der Torwart musste nach einem letzten Härtetest doch noch passen. Der BVB steht vor einer schwierigen Aufgabe beim FC Bayern München (Sa., 18.30 Uhr).

Jürgen Klopp steht wahrlich nicht im Verdacht, ein pessimistischer Mensch zu sein. Entsprechend muss die anstehende Aufgabe gewaltig sein, wenn selbst der BVB-Trainer meint: „Nein, es tut mir leid, das sagen zu müssen: Aber selbst wenn wir wieder eine Leistung wie in Hoffenheim oder in Wolfsburg abrufen könnten, wären wir nicht mit den Bayern auf Augenhöhe.“ Der Unterschied vor dem Spiel beim Rekordmeister (Sa. 18.30 Uhr): Die individuelle Qualität. „An der“, sagt Klopp, „kommst du nicht vorbei.“

Zwei, die dieses bajuwarische Merkmal verkörpern, sind Arjen Robben und Franck Ribery. Am Mittwoch erst, im Pokal gegen Fürth (6:2), durften beide nach Monaten der Entbehrung endlich wieder von Beginn an miteinander spielen. Ob dies jedoch auch am Samstag der Fall sein wird, ließ Bayern-Trainer Louis van Gaal offen. Mit Ivica Olic hält er eine adäquate Alternative zum lange verletzten Franzosen in der Hinterhand. Und genau hier liegt die Herausforderung für die Dortmunder.

Die Flügelzange ist der Hammer

Denn Robben und Ribery auszuschalten, wäre nur die eine – zugegeben wohl schwierigste -- Aufgabe. „Wenn du die beiden ständig doppelst, fehlen dir woanders Leute“, sagt Klopp. Dort aber bürgt der FC Bayern ebenfalls für Qualität. Mark van Bommel und Bastian Schweinsteiger entwickeln von hinten heraus das Spiel des Rekordmeisters, vorne indes warten Mario Gomez und Thomas Müller auf ihre Chancen. „Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Bundesliga“, stellt Klopp fest.

Um gegen diese bestehen zu können, will sie der Trainer „auf unser Niveau herunterholen“. Wohl gemerkt: Auf jenes Level, das den BVB vor den beiden jüngsten Niederlagen ausgezeichnet hat. Die Borussia soll nach Vorstellung ihres Trainers Stabilität vermitteln, taktisch diszipliniert auftreten, und hoch konzentriert. Attribute, die ihr zuletzt abhanden gekommen waren.

Butt steht im Tor

Dass Torwart Roman Weidenfeller sein Comeback nach einem letzten Härtetest doch noch verschieben musste, macht die Aufgabe nicht einfacher. Zumal sich sein Gegenüber, Jörg Butt, nach Magen-Darm-Problemen und Wadenprellung einsatzbereit zurück gemeldet hat und für den im Pokal abermals unsicheren Rensing im Tor stehen wird. Auch diese Schwachstelle ist also keine mehr.

„Wir“, sagt Abwehrchef Daniel van Buyten, „wir schauen jetzt nur noch auf uns.“ Ein Indiz dafür, dass die im Herbst abhanden geglaubte Münchner Mentalität wieder verinnerlicht ist. Die Aufgabe für den BVB, der seit 1991 nicht mehr bei den Bayern gewonnen hat, ist gewaltig.

Nils Hotze und Thorsten Schabelon

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