Weidenfeller und Gündogan könnten dem BVB beim HSV fehlen

Vor dem Spiel in Hamburg bangt der BVB um Roman Weidenfeller und Ilkay Gündogan (Foto).
Vor dem Spiel in Hamburg bangt der BVB um Roman Weidenfeller und Ilkay Gündogan (Foto).
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Was wir bereits wissen
Der BVB bangt vor dem Spiel beim HSV um Torhüter Roman Weidenfeller und Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan. Für den HSV ist das Heimspiel gegen den Doublesieger aus Dortmund schon richtungsweisend. Die Hansestädter sind in der Bundesliga noch immer ohne Punkt.

Hamburg. Als Günter Netzer sich am Donnerstag auf dem Walk of Fame des Hamburger SV verewigte, interessierte das die Spieler von Trainer Thorsten Fink nicht. Die volle Konzentration des taumelnden Bundesliga-Dinos gilt dem Heimspiel gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund. Am Samstag (15.30 Uhr/ live im DerWesten-Ticker) geht es nicht nur um die ersten Punkte, sondern auch um die Rettung eines uralten Ligarekords.

HSV will BVB-Serie brechen und den eigenen Rekord bewahren

Fan-Kolumne "Der Rekord spornt uns natürlich an. Wir wollen den Meister niederkämpfen. Dortmund ist auch irgendwann mal dran, ein Spiel zu verlieren", sagte Fink am Donnerstag. Spielmacher Rafael van der Vaart glaubt fest an die Chance gegen den Doublesieger, der seit 31 Ligaspielen ungeschlagen ist. "In 90 Minuten ist im Fußball alles möglich. Das macht doch unseren Sport so unglaublich attraktiv. Wir müssen nur fest daran glauben und danach handeln", sagte der niederländische Spielmacher der Bild-Zeitung: "Die Bestmarke schmückt unseren Verein und soll noch lange erhalten bleiben."

Fast 30 Jahre ist es her, dass der HSV als unschlagbar galt. Das Team um den damaligen Manager Netzer eilte von Titel zu Titel und brachte das Kunststück fertig, zwischen dem 16. Januar 1982 und dem 29. Januar 1983 mehr als ein Jahr lang in der Bundesliga ungeschlagen zu bleiben. Von 36 Partien gewannen die Hamburger 20, 16-mal spielten sie unentschieden.

Fink will seine HSV-Bilanz aufbessern

Für Trainer Fink geht es am Samstag aber vor allem darum, seine eigene Bilanz beim HSV aufzupolieren. Gerade einmal sechs Siege holte der frühere Bayern-Spieler, seit er den Klub vor knapp einem Jahr übernommen hat. Elfmal spielten die Hamburger remis, genauso oft verlor der HSV. Zurzeit stehen die Norddeutschen mal wieder in der Abstiegszone, sind nach drei Niederlagen aus den drei Spielen auf den 17. Platz abgestürzt. Champions League

"Der Meister kommt da gerade recht. Wir sind am Samstag ein Außenseiter, der nur positiv überraschen kann", sagte Fink: "Wir wollen Dortmund am Samstag ärgern, Spaß haben und nach vorne spielen." Im Training feilten die Norddeutschen unter der Woche an der Feinabstimmung. Immer wieder unterbrach Fink auch die Übungseinheit am Donnerstag, um seinen Spielern taktische Einweisungen zu geben.

BVB bangt um Weidenfeller und Gündogan, HSV um Bruma

Ein Fragezeichen steht noch hinter Verteidiger Jeffrey Bruma (Knieprobleme). Sein Einsatz entscheidet sich am Freitag. Klar ist hingegen, dass für den rot-gesperrten Petr Jiracek im Mittelfeld wohl der offensivere Tolgay Arslan auflaufen wird.

Sportchef Frank Arnesen hat unterdessen gelassen auf den Wirbel um den Transfer von Milan Badelj aus Zagreb zum HSV reagiert. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte dem Weltverband FIFA eine Beschwerde der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) weitergereicht, nach der der Däne beim Badelj-Transfer einen nicht lizenzierten Berater eingeschaltet haben soll. "Das ist Unsinn. Da ist gar nichts. Alles ist transparent"', sagte Arnesen am Donnerstag: "Da sind Leute, die eine Geschichte machen wollen, die gar nicht da ist. Ich bin ganz ruhig."

Champions League Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund ist der Einsatz von Torwart Roman Weidenfeller und Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan im Auswärtsspiel beim Hamburger SV fraglich. Die beiden BVB-Profis laborieren an grippalen Infekten und setzten deswegen am Donnerstag mit dem Training aus. Auch wegen der Möglichkeit, ihre Mitspieler anzustecken, werden sie die Reise nach Hamburg am Freitag eventuell nicht mitmachen können. "Das Spiel wird alles andere als ein Selbstläufer. Der HSV ist nur durchschnittlich gestartet, hat aber sicher Großes vor", sagte Trainer Jürgen Klopp. Mit Rafael van der Vaart habe Hamburg einen "Weltklassespieler". (sid)