Weidenfeller bleibt im DFB-Team - eine falsche Entscheidung

Darf auf eine Fortsetzung seiner Länderspiel-Karriere hoffen: BVB-Torwart Roman Weidenfeller
Darf auf eine Fortsetzung seiner Länderspiel-Karriere hoffen: BVB-Torwart Roman Weidenfeller
Foto: imago
Was wir bereits wissen
BVB-Torwart Roman Weidenfeller kann sich Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner Nationalmannschaftskarriere bis zur Fußball-EM 2016 machen. „Wir planen weiter mit ihm, so ist es besprochen“, sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke. Ein Kommentar.

Essen.. Dass Roman Weidenfeller vor der Weltmeisterschaft zum Fußball-Nationalspieler wurde, war eigentlich gar nicht so überraschend, weil der Chor seiner Fürsprecher nicht nachließ, den Dortmunder in den Kader der DFB-Auswahl zu singen. Wohl dem, der für einen großen Klub spielt, wohl dem, der auf gute Lobbyarbeit vertrauen darf.

Weidenfellers fußballerische Fähigkeiten sind limitiert

Trotzdem war die Berufung in Ordnung, weil der Torhüter ja nicht als Nummer eins vorgesehen war, sondern weil man meinte, in Brasilien einen Mann mit Erfahrung zu benötigen, den man im Notfall vorbehaltlos auf die Linie stellen kann. Soweit ist es, wie man weiß, erfreulicherweise nicht gekommen. An Manuel Neuer, der einen Löwenanteil am Gewinn des WM-Titels hatte, führte kein Weg vorbei.

EM 2016 Über Roman Weidenfeller lässt sich das nicht behaupten. Immerhin: Der Borusse soll sich bei der Weltmeisterschaft im Hintergrund als stimmungshebender Teamplayer profiliert haben. Und damit sollte es jetzt auch gut sein. Dass der Bundestrainer weiter auf einen Mann vertraut, der 34 Jahre alt ist und dessen fußballerische Fähigkeiten limitiert sind, ist nicht nachvollziehbar. Hierzulande gibt es viel zu viele junge, hungrige und bärenstarke Torhüter, die ein anderes Signal verdient gehabt hätten.