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Watzkes Treueschwur in Richtung BVB-Trainer Klopp hat Seltenheitswert

Strahlende Gesichter beim BVB: Watzke (l.) und Klopp (r.)
Strahlende Gesichter beim BVB: Watzke (l.) und Klopp (r.)
Foto: dpa

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke will seinen Trainer Jürgen Klopp „niemals, niemals, nie“ feuern. Das ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Aber irgendwie auch verständlich. Ein Geständnis mit Seltenheitswert. Ein Kommentar.

Dortmund.. Nach fünf Filmen, in denen er James Bond gespielt hat, hatte der große Sean Connery 1966 die Nase voll: Nie mehr, sagte der Schotte. Und wurde 1971 rückfällig. Nach seinem sechsten Bond schwor Connery erneut: Nie mehr! Seine Frau Micheline erfand zwölf Jahre später den Titel von Connerys siebtem und tatsächlich letztem Bond, als sie bemerkte: „Sag niemals nie.“

Niemals, niemals, nie hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nun gesagt, werde er Trainer Jürgen Klopp entlassen. Das ehrt ihn, und sogar im Fußball-Geschäft, das es an Verrücktheiten mit der Filmbranche längst aufnehmen kann, darf man Watzke unterstellen, dass er diese Aussage auch genau so meint. Sie bleibt dennoch ungewöhnlich deutlich, ein derartiger Treueschwur hat im Fußball absoluten Seltenheitswert. Wer Hans-Joachim Watzkes Satz partout auf die Goldwaage legen will, der wird ihm sicherlich vorhalten können: Man weiß doch nie, was kommt. Wozu sich also so weit aus dem Fenster lehnen?

Um noch mal zu sagen, wie erstklassig Jürgen Klopp arbeitet, wie glänzend die Borussia sich entwickelt hat und wie viel Spaß das alles machen muss. Und eher gerührt als geschüttelt sagen wir: Kein Einwand, wussten wir doch auch so.