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Was „Kuba” derzeit anpackt, gelingt

03.12.2009 | 11:03 Uhr
Was „Kuba” derzeit anpackt, gelingt

Dortmund. Jakub „Kuba” Blaszczykowski sollte unbedingt Lotto spielen. Denn alles, was der junge Pole im Moment anpackt, gelingt. Letzten Samstag erzielte er im 13. Saisonspiel endlich seinen ersten Treffer.

Beim Fanclub-Besuch vor einigen Tagen war Blaszczykowski dann – im Gespann mit Mitspieler Tinga – sowohl beim Kickern als auch an der Playstation unschlagbar. Und gestern Nachmittag im intensiv geführten Trainingsspiel hatte der Mittelfeld-Stürmer auch wieder richtig gute Aktionen am Ball.

Es läuft im Moment, zwei Wochen vor seinem 24. Geburtstag, richtig gut bei Kuba. Pünktlich zum Winterbeginn hat ihn offenbar ein später zweiter Frühling erwischt.

Die schönen Momente des Fußballs: Die Zeremonie nach einem Tor. Barrios lässt Blaszczykowski hochleben. Foto: Jürgen Schwarz/ddp

Bislang war die Saison nicht gerade gut für ihn verlaufen. Die rechte Offensivseite der Borussia bot vergleichsweise selten Anlass für Szenen-Applaus. Blaszczykowski und sein Defensivbeauftragter, Patrick Owomoyela, waren häufig berechtigt Ziel von Kritik und Unmut der Fans.

Das Duo funktioniert und harmoniert aber inzwischen merklich besser. Owomoyela hat seine Leistung stabilisiert. Und Blaszczykowski zeigte gegen Hoffenheim sein bestes Saisonspiel für den BVB. „Das hat er gut gemacht”, fand auch Jürgen Klopp.

Und das lag nicht nur an Kubas erstem Saisontor, seinem allerdings erst fünften Treffer im 64. Bundesliga-Spiel für die Dortmunder. Am Samstag war der Pole in seinem Bewegungsdrang kaum zu bremsen. Er nahm immer wieder, mit oder ohne Ball, Fahrt auf, ließ mit Tempodribblings die Hoffenheimer Gastgeber stehen und hatte auch ein Auge für die Mitspieler. „Er hat ja Riesenqualitäten, aber er hat sich früher manchmal zu viel zugetraut und weiß jetzt, dass er nicht gegen drei Spieler dribbeln muss. Er ist insgesamt ruhiger und klarer in seinen Aktionen”, findet Hintermann Owomoyela. Gegen Hoffenheim kam Blaszczykowski dabei die offensive Spielweise der Gastgeber entgegen. Die vielen Räume nutzte der 23-Jährige gerne.

Am Samstag, beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg, wird das ein wenig anders aussehen. Der Aufsteiger will die Dortmunder im eigenen Stadion kommen lassen und sich dem Gegentor möglichst lange verweigern. Die Nürnberger dürften zudem den flinken Kuba, sobald der in Ballbesitz ist, doppeln. Dann ist der ganze Blaszczykowski gefordert, auch auf engem Raum seine Qualitäten zu zeigen. „Wir wollen und müssen unbedingt gewinnen, sonst sind die drei Punkte aus Hoffenheim nicht viel wert", sagt Blaszczykowski.

Der Pole dürfte übrigens, neben Mats Hummels, der einzige Spieler in der Dortmunder Startelf sein, der auch beim letzten Duell gegen die Franken beim Anpfiff schon dabei war. Das endete am 2. Mai 2008 in Dortmund mit 0:0. Und während seitdem unter anderem Robert Kovac, Mladen Petric, Mark Kruska oder Alex Frei den BVB verlassen haben, richtet sich Jakub Blaszczykowski gerade auf einen mittelfristigen Verbleib bei der Borussia ein. Seinen Vertrag hat er vorzeitig bis 2013 verlängert.

Auch privat passt es: Mit seiner Freundin hat er gerade ein schönes neues Häuschen gefunden, in das er noch vor Weihnachten einziehen will.

ZUR PERSON:

Jakub Blaszczykowski, der am 14. Dezember 24 Jahre alt wird, kam 2007 von Wisla Krakau zum BVB. Er bestritt bislang 64 Bundesligaspiele für die Borussen und erzielte dabei 5 Tore. „Kuba”, wie er sich nennt, 2005 polnischer Meister und 2008 Polens Fußballer des Jahres, absolvierte 27 Länderspiele (2 Tore).

Sein Vertrag in Dortmund läuft bis 2013.

Polens Legende Zbigniew Boniek nennt Blaszczykowski wegen seiner technischen Fähigkeiten „den kleinen Figo”.

Thorsten Schabelon

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