Warum BVB-Trainer Klopp keinen Champagnerfußball fordert

Trainer Jürgen Klopp hat als Ziel nur den Klassenerhalt vor Augen und keinen Zauberfußball.
Trainer Jürgen Klopp hat als Ziel nur den Klassenerhalt vor Augen und keinen Zauberfußball.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Dortmund ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Coach Jürgen Klopp zeigte sich nach dem 0:0 in Leverkusen dennoch zufrieden. Die Stimmen.

Leverkusen.. Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): „Ich bin zufrieden. Man kann nicht auf der einen Seite fühlen und wissen, dass man im Abstiegskampf steckt und gleichzeitig Champagnerfußball fordern. Das geht nicht. Man kann nur den Kampf annehmen, sich über kleine Schritte Sicherheit holen und dann später irgendwann auch wieder den fußballerischen Aspekt reinbringen.“

Klopp über die Tabellensituation: „Wir haben keinen Platz verloren. Zwar sind wir 18., aber tatsächlich zählen Punktabstände. Wir sind in Schlagdistanz. Wir haben nur zwei Punkte Rückstand auf eine Region, die ich im Moment als Paradies bezeichnen würde. Wir hätten heute gerne hier gewonnen, aber mir war es viel wichtiger, dass ich eine Entwicklung gesehen habe.“

Matthias Ginter (BVB): „Auf die Defensivleistung können wir aufbauen. Wir haben wenig zugelassen, waren auch gut vorbereitet auf das Leverkusener Spiel. Offensiv hatten wir den einen oder anderen Konter, den man hätte vielleicht etwas abgezockter hätte ausspielen können.“

Einzelkritik Ginter zur Platzierung: „Ob 17. Oder 18. macht keinen großen Unterschied. Das fühlt sich beides nicht gut an. Aber die Hinrunde ist abgehakt. Jetzt schauen wir nach vorne.“

Neven Subotic (BVB): „Es war nicht unser bester Fußball, aber es geht ja darum, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Das haben wir getan. Wir haben als Mannschaft gut verteidigt. Wir wollen in den kommenden Spielen den nächsten Schritt machen, es souveräner nach hinten gestalten und nach vorne klarere Torchancen herausspielen.“

Kevin Kampl (BVB): „Wir können mit dem Punkt gut leben. Es war sehr schwer hier zu spielen. Uns war vor dem Spiel klar, dass Bayer extremes Gegenpressing spielen wird und wir den Kampf annehmen müssen. Das haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit gut gemacht.“

18. Spieltag Nuri Sahin (BVB): „Das Unentschieden gegen Leverkusen ist ein Schritt nach vorne, auch wenn wir lieber mit drei Punkten gestartet wären. Die Stabilität war da. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet. Leverkusen ist keine Kirmestruppe, sondern ein Spitzenteam in der Champions League.“

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): „Das Spiel war davon geprägt, dass beide Mannschaften um jeden Zentimeter gekämpft haben. Wir haben heute gezeigt, dass wir in einem guten Zustand sind. Wir haben gegen einen starken BVB gespielt, der sich sicher viel vorgenommen hat, deshalb geht das Unentschieden insgesamt in Ordnung.“

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): „Wir haben heute nicht so viele Torchancen herausgespielt, obwohl der Ball gut zirkuliert ist. Natürlich müssen wir daran arbeiten.“