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Fankolumne

Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand

24.09.2012 | 10:59 Uhr
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Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
Mats Hummels ärgert sich über die unnötige Niederlage von Borussia Dortmund in Hamburg.Foto: Philipp Guelland

Dortmund.   Niederlage an der Alster, Protest gegen die Ticketpreise, ein weiteres Banner aus dem rechten Sumpf – das vergangene Wochenende hielt viel Gesprächsstoff bereit. Weder der Fußball selbst, noch ein Bericht über positive und negative Erscheinungen in den Kurven dürfen in einer Fankolumne fehlen.

Eine schwierige Fankolumne wird das. Schließlich ist an diesem Wochenende viel passiert, was für eine Fankolumne von Interesse ist – sowohl auf dem Platz, als auch daneben. Daneben will heißen: in der Dortmunder Fanszene.

Zum einen gab es am vergangenen Wochenende für den BVB nach 31 ungeschlagenen, zumeist siegreichen Partien, eine recht spektakuläre Niederlage. Die zudem ein beachtlicher Kern aktiver Fans nicht im Stadion miterlebt hat, um gegen die durchdrehende Eintrittskarten-Preisspirale zu protestieren. Die Lücke, die dieser Protest in den Block riss, wurde von der alteingesessenen, politisch rechtsaußen positionierten Hooligangruppe „Borussenfront“ genutzt, um sich selbst auf einem Banner zu glorifizieren, welches auch schon vor dem Pokalfinale in Berlin gesichtet wurde.

Über alle drei Vorkommnisse könnte man ohne Probleme jeweils eine griffige Fankolumne verfassen. Und im Falle der letzten beiden Begebenheiten reicht eine Fankolumne vom Umfang her noch nicht einmal annähernd aus, um dem jeweiligen Problemfeld faktisch und argumentativ gerecht zu werden.

Probleme mit Nazis und Hooligans

Da das unbestreitbare Neonazi- und / oder Hooligan-Problem in Dortmund weder die positiven Themen aus der Fanszene noch das Spiel des Ballspielvereins („Wichtig is‘ auf’m Platz!“) aus dieser Kolumne verdrängen sollte, es aber trotzdem endlich aufhören muss, dass der Rechtsruck rund um die Süd totgeschwiegen wird, habe ich mich entschieden, alle drei Themen nacheinander einfließen zu lassen. Dass dabei die Betrachtungen in diesem überschaubaren Rahmen verhältnismäßig oberflächlich ausfallen, nehme ich in Kauf.

Borussia bot in Hamburg eine durchwachsene Leistung . Die Anfangsphase der Partie wurde komplett verschlafen. Der augenscheinliche Versuch gegen den bis in die Haarspitzen motivierten Bundesliga-Dino „ein bisschen Fußball zu spielen“ (Klopp), scheiterte schon in den ersten Spielminuten. In der Folge gab es das bisher früheste Gegentor der Saison und weitere teils bemerkenswerte Fehler im Defensivverbund der Schwarzgelben, die zu zwei weiteren HSV-Treffern führten.

Nicht alles schlecht bei der Niederlage in Hamburg

Trotzdem notierten die Statistiker nach der Partie 26:6 Torschüsse für den BVB. Es war also zwar die Chancenverwertung, aber nicht alles schlecht. Im Normalfall muss man so ein Spiel, in dem man am Ende über weite Strecken das bessere Team war, nicht verlieren. Es hätte ohne Probleme sogar zum Sieg reichen können. Vielleicht ist die Pleite aber auch ein kleiner Denkzettel zur rechten Zeit. Ein Denkzettel, der anmahnt, dass eben auch nach drei Titeln in zwei Jahren nichts von alleine kommt.

Dass man nach mehr als einem Jahr ohne Niederlage irgendwann wieder als Verlierer vom Platz gehen würde, war so sicher, wie das Amen in der Kirche. Dass sich deshalb einige (wenige) Anhänger (z. B. in Fan-Foren) zu überzogener Kritik haben hinreißen lassen, ist schwer nachvollziehbar. Denn wenn sich irgendwann einmal eine Borussia-Elf einen großen Vertrauensvorschuss auf nahezu allen Ebenen verdient hat, dann sicherlich diese. Gleiches gilt für das Trainerteam und die meisten handelnden Personen in Verein und Kommanditgesellschaft. Und nichts interessiert während einer englischen Woche zu diesem Zeitpunkt der Saison weniger, als die Schlagzeile von gestern. Nach einem Sieg in Frankfurt unter der Woche wäre sie spätestens vergessen.

Protest gegen teure Tickets

Der Aufruf zum abermaligen Fan-Boykott eines Spiels in Hamburg war richtig und wichtig. Auch, dass die Initiative, die sich anfangs „Kein Zwanni für ‘nen Steher“ nannte, den Protest mittlerweile merklich auf die Sitzplatzpreise in den Stadien ausweitet, ist absolut notwendig. Wieder gelang es „Kein Zwanni“ – mit mittlerweile rund 400 Fanclubs von 25 verschiedenen Vereinen im Rücken – den medialen Fokus auf eines der wichtigsten Interessen der aktiven Fußballfans zu lenken.

Ein erklecklicher Teil der Stehplatzblocks blieb – sozusagen aus Solidarität mit den Fans, die beim HSV mit Preisen von 40 bis 98 Euro für einen Sitzplatz konfrontiert wurden – dem Spiel fern, verließ das Stadion direkt nach dem Anpfiff. Eine solche Aktion zeigt, dass grade auch die Medien aktive und kritische Fans grundsätzlich differenzierter betrachten sollen. Sie setzen sich hiermit und mit anderen Aktionen dafür ein, dass die Ureinwohner deutscher Stadien im Zuge der Kommerzialisierung des Fußballs nicht ganz auf der Strecke bleiben. Das ist wichtig, nicht nur für das Herz des Fußballs, das mit absoluter Sicherheit nicht in den Logen schlägt, sondern auch, weil die Stimmung in den Fankurven überhaupt erst die Stadien – und damit eben auch die Logen- und Sponsorenplätze - füllt.

Ausgerechnet Inhaber teurer Karten boykottierten den Boykott

Schade war es, dass sich in Hamburg ausgerechnet die Inhaber von überteuerten Sitzplatzkarten nicht allzu augenscheinlich am Boykott beteiligten. Diesen Eindruck mussten zumindest Fernsehzuschauer beim Anblick des trotz allem recht gut gefüllten Gästebereichs gewinnen. Aber der Eindruck täuscht etwas. Denn viele alteingesessene, reisefreudige Fans, sind dem Spiel in Hamburg nicht zum ersten Mal ferngeblieben. Ganze Fanclubs haben keine Fahrt unternommen. „Ihre“ Plätze füllten dann zu Teilen Dortmund-Fans auf, die sonst keine Tickets bekommen. Fans, die ohnehin nur ein oder zweimal im Jahr ins Stadion gehen und dann eben bereit sind, die Hamburger Mondpreise zu bezahlen.

An dieser Stelle könnte man mit den Gesetzten von Angebot und Nachfrage kokettieren. Und damit läge man nicht falsch. Zu Geldgier und Hybris in den Chefetagen der Fußballunternehmen sollte das aber nicht führen. Denn in weniger erfolgreichen Zeiten, als Borussia sie grade erlebt, fehlen sie, diese Fans, die nur manchmal vorbeischauen und dann jeden Preis bezahlen. Und wenn die Vereine weiter an der Preisschraube drehen, fehlt dann vielleicht auch ein erheblicher Teil der Fans, die die große Masse überhaupt erst ins Stadion locken – nämlich der aktiven Fans auf den Stehplätzen der Arenen.

Der Einsatz für Eintrittspreise, die den Fußball auch für Geringverdiener erschwinglich machen, ist ein Kampf gegen Windmühlen. Vieles kommt einem dabei vor wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Trotzdem ist es wichtig, den Protest nicht aufzugeben und Vereine und Verbände immer wieder mit der Nase auf ihre gesellschaftliche Verantwortung zu stoßen.

Der rechte Sumpf in der Dortmunder Fanszene

Mit der Nase auf ihre gesellschaftliche Verantwortung möchte man bisweilen auch Borussia und einen Großteil ihrer Anhänger stoßen. Denn zum wiederholten Male konnten sich Fans der Öffentlichkeit präsentieren, deren Anteil und Einfluss in Dortmund gerne – auch von Vereinsseite – absichtlich unterschätzt wird. Im teilweise leeren Stehplatzblock prangte nämlich ein Banner der „Borussenfront“ , auf dem sich eben diese (teilweise ehemaligen) rechten Hooligans ihres berüchtigten Rufs erfreuten.

Wieder ein Störfeuer vom rechten Rand, wieder eines in Bannerform . Nicht so offensichtlich politisch rechts und meinungsfreudig, wie das eine oder andere zuvor, aber trotzdem ein weiteres unübersehbares Zeichen, dass das Kind im Umfeld des BVB langsam dabei ist, in den (rechten) Brunnen zu fallen.

Denn es geht hier nicht nur um die Borussenfront, es geht auch um zumindest formal unorganisierte Fans, zwei weitere radikale Hooligan-Vereinigungen und auch erhebliche Teile einer bestimmten Ultra-Gruppierung , die sich deutlich zu weit rechts von der Gesellschaft bewegen. Letztere rühmten sich in diesem Jahr vor der Kulisse der gesamten Südtribüne mit einer selbst „organisierten“ Schlägerei auf einem Rastplatz. Oftmals ist da die Unterscheidung zwischen Neonazis, Hooligans und „normalen“ (?) gewalttätigen oder gewaltbereiten Fans nicht einfach. Sicher ist: All das schadet unmittelbar der Fanszene und mittel- oder unmittelbar dem Verein Borussia Dortmund und dem Fußball im Allgemeinen.

Und das Schlimme ist: Diese (teilweise radikale) rechte Minderheit ist in Dortmund noch nicht einmal der Kern des Problems. Der Kern des Problems ist die große Masse an Leuten auf der Tribün e, die einfach wegschauen - in den meisten Fällen, weil sie schlichtweg Angst vor Schlägen haben, in einigen Fällen auch, weil das Wegschauen durch krude Argumentationen von rechts oder Mitte rechts befeuert wird. „Das sind doch nur ganz Wenige!“, „Die machen doch gar nichts!“, „Regt euch nicht so auf, ihr Gutmenschen!“, „Die Linken sind genauso schlimm!“, „Die Linken sind viel schlimmer!“, „Politik hat im Stadion nichts zu suchen!“ etc. pp. Wahrscheinlich reicht nachher ein Blick in die Kommentare zu dieser Kolumne, um sich das eine oder andere Beispiel anzuschauen.

Das Problem beim BVB kommt von rechts

Natürlich sind Linksradikale, obwohl zumindest ihre Grundideologie deutlich weniger menschenfeindlich ist, ähnlich oder genauso schädlich für den Fußball und die Gesellschaft wie Rechtsradikale. Nur sollte man eins nicht übersehen: Beim BVB gibt es weit und breit kein Problem von links. Es kommt von rechts. Und was Politik im Stadion angeht: Die allermeiste Politik darf in der Tat gerne draußen bleiben, wenn man gemeinsam auf den Rängen steht. Parteipolitik sowieso. Vielen Überzeugungen anderer Borussen sollte man in der Tat tolerant und weltoffen gegenüberstehen (wie sich der BVB selbst beschreibt). Aber sobald es ideologisch radikal und vor allem eben auch gewalttätig wird, die Rechte anderer Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden, muss man sich politisch positionieren.

Vereinsspitze, Fanabteilung und verschiedene Gruppierungen auf der Südtribüne haben es getan. Sie werden dabei genau das brauchen, was Dortmunds Oberbürgermeister Sierau stets beschwört, wenn es um die große rechte Szene in der Stadt geht – einen langen Atem. Hoffentlich positioniert sich Borussia in Zukunft konsequenter gegen Radikalisierungen innerhalb der Fanszene. Bisher ist es mehr schlecht als recht gelungen. Teilweise so schlecht, dass man sich neben dem langen Atem auch mal ein kräftiges Niesen wünscht.

24.09.2012, Rutger Koch, Gib mich DIE KIRSCHE

Rutger Koch

Kommentare
24.09.2012
19:33
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von SchatzenBu | #10

Das Problem wenn solche Banner im Stadion gezeigt werden, ist sicherlich nicht, dass die Fans wegschauen und etwas gegen die Plakete unternehmen, da sie berechtigter Weise Angst haben müssen von diesem Gesindel einen auf die Fr****** zu bekommen. Das Problem sind die Ordner die mit diesem Leuten unter einer Decke stecken und es ermöglichen solche Fahnen mit ins Stadion zu bringen. Das gleiche gilt natürlich auch für Bengalos und Co.
Wenn man die Ordner/Einlass-Kontrollen natürlich gerne aus Rocker-Clubs oder aus Sozial-Schwachen rekrutiert, ist es klar, dass solche Utensilien ins Stadion kommen können.

Stärkere Überwachung der Ordner würde da schon helfen.

But this are just my two cents.

24.09.2012
19:07
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von christademm | #9

Diesmal geht die Schale wohl nach Bayern...

3 Antworten
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von REWE61 | #9-1

Noch sind immerhin 31 Spieltage zu absolvieren. Aber klar, der Top-Favorit war vor der Saison Bayern und daran hat sich nichts geändert.

Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von REWE61 | #9-2

Noch sind immerhin 31 Spieltage zu absolvieren. Aber klar, Bayern war vor der Saison Top-Favorit und daran hat sich nichts geändert.

Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von REWE61 | #9-3

Noch sind immerhin 31 Spieltage zu absolvieren. Aber klar, Bayern war vor der Saison der Top-Fvorit und daran hat sich nichts geändert.

24.09.2012
16:01
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von ulla66 | #8

31Spiele ohne Niederlage kann man auch mal verlieren

24.09.2012
15:47
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von friedeburg | #7

eine wirkliche unnötige Niederlage. Wie kann man die Leistung von Robert Lewandowski mit der Note 3 bewerten, angebracht wäre hier eine 5 . Warscheinlich hat R.L. nur noch Gedanken für sein künftiges Gehalt. Die Reservebank wäre vielleicht mal angebracht.

2 Antworten
Lewa
von westfaIenborusse | #7-1

RL hat von allen namhaften Sportjournalisten eine 3 bekommen. Auch wenn er mal nicht selbst trifft, hat er das 1:1 gut vorbereitet und insgesamt einfach nur Pech gehabt. Warum eine 5? Komische Sichtweise...

Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von buntspecht2 | #7-2

#7Bei Lewandowski merkt man das er weg will darum spielt er so lustlos war er in der ersten Halbzeit überhaupt auf dem platz ?

24.09.2012
14:25
Drunsonst # 5
von westfaIenborusse | #6

Absolut dacor.
Und zur "braunen Gefahr" würde ich gern mal alle Dortmunder Politiker
an einem runden Tisch hören und sehen. Es muss doch möglich sein,
diesen Sumpf trocken zu legen, auch ohne diese Alibi-Argumentation,
dass die NPD nicht verboten ist. Oder der BVB setzt sein Hausrecht
konsequent um und lässt diese Ewig-gestrigen gar nicht erst ins Stadion.
Ich warte gern eine halbe Stunde länger, wenn diese Kontrollen zu einem
Zeitverlust führen sollten.

4 Antworten
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von Drunsonst | #6-1

Ganz ihrer Meinung. Politik - und Pyrotechnik - haben auf der Tribüne nichts zu suchen. Nach dem Spiel kann man gerne beim Bier über das Spiel und wer will auch über aktuelle Politik oder sonstwas (Frauen, Autos, Wetter etc) reden. Wenn das klar ist, sollte sich das Problem erledigt haben und wer es nicht einsehen will, der kann sich den BVB dann eben nicht im Stadion sondern nur auf dem teuren Sky anschauen.

Ach, Fakeilein...
von mellow | #6-2

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand freiwillig mit Ihnen ein Bier trinken möchte. Es geht um Fußball. Und dass Borussenfans speiübel wird beim Gedanken an die Präsenz von Nazis im Stadion - das sollten selbst Sie mitgekriegt haben - "oder?"

Keine Bange ...
von Drunsonst | #6-3

.. da ist eine stetig wachsende Zahl von Fans, die gerne ein Bier mit uns trinken und sich nach dem Fussball auch über Politik unterhalten. Wer kommt denn auch auf die dämliche Idee beim Spiel durch das Zeigen von "verdächtigen" Bannern in die HD-Polizeikameras etwas bewirken zu wollen? Danach ist dann mindestens die Fratze gespeichert. Da ist die Kneipe doch viel anonymer und entspannter.

"Fratze"
von mellow | #6-4

war gut. Geht doch. Armer Irrer.

24.09.2012
13:20
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von Drunsonst | #5

Die Einschätzung zum Spielverlauf teile ich aber nach 31 Spielen ohne Niederlage ist auch mal Schluss mit so einer Serie und eine - eigentlich vermeidbare - Niederlage dann auch trotzdem verschmerzbar.

Die hohen Eintrittspreise werden zum sozialen Problem für die wachsende Zahl der ärmeren Bevölkerungsschichten und sind Zeichen einer extremen Kommerzialisierung des Fussballs. Das führt dann unmittelbar zum dritten Thema - der "rechten" Seite der Fans.

Der kommerzialisierte Fussball verdient sein Geld über das immense Interesse der Gesellschaft an diesem Sport (TV-Rechte, Werbeverträge, Sponsoring) und insbesondere an den vielen Fans der Vereine (Eintritt, Catering, Merchandising), die mit teilweise extremen Emotionen an ihren Vereinen hängen. Da ist es dann oft nur noch ein kleiner Schritt von der Liebe zum Verein zur Liebe für Volk und Heimat. Die Kommerzialisierung von Emotionen erzeugt hier einen Bummerangeffekt.

24.09.2012
13:18
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von mit_offenen_Augen | #4

Es war klar, dass Hamburg seinen Rekord verteidigt und auch Erfolg haben wird! Denn das Projekt BVB läuft nur, wenn man sich als kleine, preiswerte Mannschaft versteht und dementsprechend von den Fans unterstützt wird.
Wenn man wollte,
könnte jede Fangruppe (auch jeder Verein) mit den paar(?) Oberidioten fertig werden,
wenn man wollte!

24.09.2012
12:42
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von 85punkte | #3

zum Spiel nichts, stimme ich voll überein.
zum Boykott, ich war im Stadion bin auch dort geblieben, habe aber dort nicht ein Getränk noch was zu Essen dort gekauft, das war mein beitrag zum Boykott, nicht wie der ein oder andere Boykottierer sich dort mit Getränken und Speisen versorgt hat.
vielleicht war diese einzelne Aktion des Boykotts nicht so medienwirksam, aber man könnte ja auch darüber mal nachdenken oder von BVB Seite die auswärtskarten dann ebenso teuer an HSV Fans verkaufen und diese Überschüsse dan an die fangruppen zu auswärtsspielen in irgendeiner Form auskehren.
zu den Rechten: die finde ich zum Kotzen, hab auch alle Aktionen mitgemacht, nur man muss aufpassen, dass das Problem nicht größer gemacht wird, als es ist. Nach einem Dortmunder Sozialarbeiter stehen auf Süd ca 60 Rechte, davon ca 30 Hardcore Rechte, das heist 0,1-0,2 Prozent. warum die da nicht wegzubekommen sind verstehe ich allerdings auch nicht so recht.

1 Antwort
0,1-0,2 Prozent [Rechte]
von DerHeerener | #3-1

Das sind exakt 0,1-0,2 Prozent zuviel !
Tja, warum bekommt man die von dort nicht weg ??? Mal nachdenken...!
Ich habs : Weil man so gerne das Problem nicht größer machen will, als es ist - d.h. man schaut nur zu und macht gar nix !
Vor "gar Nix" wiederum werden die Braunen nicht weichen wollen - in dem Punkt kann die sogar ich verstehen...!
Aber mal nur eine Frage: Welche Probleme hätte der allgemeine Fan des BVB, die Mannschaft oder der Verein, wenn das Problem mit dem ******** nun subjektiv größer dargestellt werden würde, als es denn "unbedingt" nötig wäre ?
Kann man zu antifaschistisch agieren ?
Sollte man der per se menschenfeindlichen Brut ein Hintertürchen offen lassen ?
Ihr eventuell sogar ein Refugium gestatten ?
Wer noch einigermaßen richtig tickt, kennt die Antwort!
Ich würde das Abenteuer wagen und dieses unbekannte Problem von "zu viel" Antifaschismus kennenlernen wollen, das Problem, das wir im gegenteiligen Fall haben werden, kennen wir alle !

24.09.2012
12:08
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von Dr.Noetigenfalls | #2

"Die Ureinwohner deutscher Stadien"
Wer soll das denn sein? Die Borussenfront scheint sich da ja sehr urig breit zu machen.
Wollten Sie nicht was gegen den Rechtsruck schreiben?

24.09.2012
12:06
Unnötige BVB-Niederlage, nötiger Protest, Störfeuer am rechten Rand
von mahoyane | #1

Wieso ist es so schwer diese rechtsorientierten Hohlköpfe zu identifizieren und mit Stationverbot zu belegen?

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