Kommentar

Tuchels erster BVB-Auftritt als Klopp-Nachfolger überzeugt

Das neue Dreiergespann beim BVB: Geschäftsfuehrer Hans-Joachim Watzke, Klopp-Nachfolger auf dem Trainerstuhl Thomas Tuchel und Manager Michael Zorc (v.l.).
Das neue Dreiergespann beim BVB: Geschäftsfuehrer Hans-Joachim Watzke, Klopp-Nachfolger auf dem Trainerstuhl Thomas Tuchel und Manager Michael Zorc (v.l.).
Foto: imago/Team 2

Thomas Tuchel wirkte bei seiner Vorstellung als neuer Trainer von Borussia Dortmund frisch, konzentriert, zielorientiert. Damit hat er erstmal alles richtig gemacht. Ein Kommentar,

Essen.. Erwartungsgemäß hat Thomas Tuchel bei seiner Vorstellung als neuer Trainer von Borussia Dortmund nicht verkündet, dass er den Klub gar nicht schätze. Oder dass er größere Menschenmengen wie die, die sich im BVB-Stadion gern versammeln, eigentlich nicht gut abkönne. Oder dass er eine völlig falsch zusammengestellte Mannschaft radikal umbauen müsse. Oder dass es unter ihm eine Abkehr von der Art des Fußballs seines Vorgängers Jürgen Klopp geben werde. Vollgas? Wir halten den Stollenschuh lieber auf der Bremse. . .

Tuchels Klopp-Nachfolge beim BVB ist keine leichte

Ausblick Also: Tuchel hat das alles nicht gesagt, sondern das Gegenteil, wie es auch jeder andere Trainer in leichten Variationen getan hätte. Der neue Banker hinterließ dabei aber einen besonders positiven Eindruck. Er wirkte frisch, konzentriert, zielorientiert, wie jemand, der weiß, was er kann, und weiß, was er will. Bei der Führung der Borussia dürfte das schon für eine gewisse Erleichterung gesorgt haben. Denn, ja, es ist ein Wagnis, ein Riesenwagnis gewesen, Klopp zu verabschieden.

Der Rest wird sich in der Saison ergeben. Dass die Vorbereitung auf diese durch Euro-League-Qualifikationsspiele und Asienreise belastet wird, hat Tuchel übrigens auch erwähnt. Macht die Nachfolgesache für ihn nicht gerade leichter.