Tuchel wollte gegen Hertha nicht nur auf Aubameyang hoffen

Setzte in der Schlussphase bei Hertha BSC auf Adrian Ramos: BVB-Trainer Thomas Tuchel.
Setzte in der Schlussphase bei Hertha BSC auf Adrian Ramos: BVB-Trainer Thomas Tuchel.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Thomas Tuchel, Trainer des BVB, findet das torlose Remis seiner Mannschaft bei Hertha BCS "ok". Bis zum Ende hätte sein Team alles investiert.

Berlin. Es gibt auch Premieren, die sich nicht sonderlich gut anfühlen. Erstmals endete ein Bundesligaspiel des Trainers Thomas Tuchel mit Borussia Dortmund 0:0. Das überraschend auf Platz drei zwischenplatzierte Hertha BSC trotzte Schwarz-Gelb dieses Ergebnis ab. "Ok", fand Tuchel das Resultat. Ansonsten sprach er über...


Spielbericht. ... den Rasen im Olympiastadion: "Wir wollen das nicht als Entschuldigung anführen, aber der Rasen war in einem extrem bescheidenden Zustand. Das macht keinen Spaß und erschwert das Fußballspielen vor allem gegen so eng und leidenschaftlich verteidigende Berliner. Wir haben unseren Passrhythmus und die richtigen Räume nicht gefunden."


... die Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns der Härte des Gegners zu erwehren und die richtige Einstellung dazu finden. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit haben wir das gut geschafft und in der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich freier gefühlt und das Spiel dominiert. Wir hatten zwar ein paar sehr gefährliche Situationen, aber andererseits auch heute nicht die Tagesform, um das Spiel zu entscheiden."


Einzelkritik ... die Auswechslung von Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang: "Ich wechsle ihn sehr ungern aus. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er richtig drin ist in diesem Spiel, dass wir nur darauf warten können, bis er das Spiel für uns entscheidet. Sein Tor hat gefehlt, auch weil wir es nicht geschafft haben, ihn in gefährliche Situationen zu bringen, daher dachte ich, dass wir mit Adrian Ramos über eine Standardsituation eine höhere Wahrscheinlichkeit haben."


... den Eindruck, in den letzten zehn Minuten nur den einen Punkt mitnehmen zu wollen: "Es gab keine Ansagen, dass wir jetzt mit diesem Ergebnis zufrieden sind. Wir haben bis zum Schluss alles investiert, aber wir haben nicht das Selbstverständnis ausgestrahlt, um mit einer Einzelaktion das Spiel zu gewinnen."