Sperre gegen BVB-Profi Piszczek aufgehoben
21.09.2011 | 18:33 Uhr 2011-09-21T18:33:03+0200
Dortmund. BVB-Profi Lukasz Piszczek darf ab sofort wieder in der polnischen Nationalmannschaft spielen. Der polnische Fußball-Verband wandelte die sechsmonatige Sperre wegen Spielmanipulation in eine Bewährungsstrafe um.
Die sechsmonatige Sperre von Lukasz Piszczek (26) für Länderspiele der polnischen Nationalmannschaft ist ab sofort aufgehoben. Nach einer Berufungsverhandlung vom polnischen Fußball-Verband wurde die Sperre gegen den Außenverteidiger von Borussia Dortmund in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Damit ist auch eine Sperre von Piszczek für Spiele von Borussia Dortmund in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League vom Tisch.
Es geht um einen Vorfall, der sich am letzten Spieltag der Saison 2005/2006 ereignete. Damals spielte Piszczek als Leihgabe bei Zaglebie Lubin. Der Klub benötigte für die Uefa-Cup-Qualifikation noch einen Punkt. Die Mannschaftsführung soll beschlossen haben, das Spiel für umgerechnet rund 25.000 Euro zu kaufen - und die Begegnung endete auch 0:0. Piszczek gehörte nicht zum Kader, soll aber im Zuge der Manipulation auch Geld bezahlt haben. Ältere Spieler sollen Zeugenaussagen zufolge in der Sache Druck auf die jüngeren ausgeübt haben.
BVB hielt immer zum Rechtsverteidiger
Im Dezember 2009 hatte sich Piszczek in seiner Heimat Polen selbst angezeigt. In Polen wurde der Nationalspieler zu einer zwölfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldbuße von 25.000 Euro verurteilt. Der polnische Fußball-Verband belegte einen seiner besten Spieler mit einer sechsmonatigen Sperre für die Nationalelf. Artur Jerdych, der Vorsitzende der polnischen Disziplinarkommission, forderte daraufhin im "Kicker" eine Ausweitung der Sperre: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann Piszczek auch in der Bundesliga und in der Champions League nicht spielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fifa und DFB eine Strafe für Korruption ignorieren". Genau darum ging es in der Berufungsverhandlung.
Der BVB hielt immer zum Rechtsverteidiger. "Sein Handeln ist eine Verfehlung, aber es spricht für ihn, dass er sich selbst ohne fremden Druck angezeigt hat. Unser Gefühl ist, dass an einem prominenten Nationalspieler ein Exempel statuiert werden soll", sagte Sportdirektor Michael Zorc . "Wir halten das Urteil für einen Skandal", sagte Pressesprecher Josef Schneck nach dem Gerichtsurteil in Polen zu DerWesten. Beim BVB läuft Piszczeks Vertrag noch bis 2016. Im Sommer hatte sich der Profi für seine Familie eine schmucke Haushälfte im ruhigen Dortmunder Stadtteil Höchsten gekauft. (mit sid)

21:57
Na toll, Bewährungsstrafe: Richtig abschreckend ist das ja. Wird jetzt sicher keiner mehr auf die Idee kommen....
16:34
Betrug im Fußball ist knallhart zu bestrafen, egal wie alt, welcher Verein und in welchem Land.
Er war zwar nicht dabei, hat aber mitgewirkt. Die jetzige Strafe ist OK und wirkt hoffentlich abschreckend.
15:04
als wenn die Polen einen ihrer besten Spieler sperren würden (kurz vor der Heim-EM)! Das war nur Kindergarten vom Verband.
14:19
@ #14
Was bitte war denn 1977?
08:14
@16
Rentner4rr ist enttäuscht, da er als ehemaliger Profi jetzt bei DJK Huckarde auf der Ersatzbank sitzt, dafür hat er so ehrenvolle Aufgaben wie z.B das reinigen der Schuhe, aufpumpen der Bälle und das wärmen der Trainerbank. Deswegen lässt er seinen Frust freien Lauf und kommentiert jeden S04 und BVB Artikel, da diese Vereine ihn zurück zum DJK schickten.
08:10
Geradezu bewundernswert ist, mit welchem Durchhaltevermögen Rentner jeden, aber auch wirklich jeden Artikel vom BVB und S04 kommentiert. Mein Verdacht: der arbeitet bei der WAZ. Wahrscheinlich kommen unsere Kommentare in Essen nur als Fax an und der Rentner muss sie ganz schnell nochmal eintippen, damit sie dann auf unseren Bildschirmen erscheinen....
07:28
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06:57
#4 von bardolino
Ich erinnere an 1977,also da sollten einige den Ball flach halten.
06:54
Was mich schon wieder ärgert ist der Hinweis der WAZ auf die schmucke Haushälfte. Was soll das? Diskussionen anheizen? Pfui!
Glück auf!
05:44
Klar ist das, was er getan hat, zu verurteilen. Er hat aber alles Menschenmöglich getan, um seinen Fehler wieder gutzumachen, daher wird man es ihm auf Dauer vielleicht verzeihen können.
Wenn alle die gleiche Strafe bekommen, ist das okay. Wäre traurig, wenn sie ihn gesperrt hätten. Aber vielleicht haben sie auch eingesehen, dass er die Spielerfahrung für die EM braucht und sind deshalb zurückgerudert (Sorry, aber wenn man ihn gesperrt hätte, dann erst mal für die Nationalelf und von mir aus auch lebenslänglich, aber nicht nur bis kurz vor der EM... das stinkt immer noch zum Himmel!)