So denkt Dietmar Hopp über die Lärmattacke gegen BVB-Fans
26.01.2012 | 19:45 Uhr 2012-01-26T19:45:00+0100
Dortmund/Hoffenheim. Die Fans von Borussia Dortmund nehmen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp gerne ins Visier. Vor dem Hoffenheimer Gastspiel in Dortmund haben wir mit Hopp über die Lärmattacke gegen BVB-Fans im Hinspiel und einen runden Tisch gesprochen.
Dietmar Hopp, Mäzen von 1899 Hoffenheim, ist nicht nur für die Fans von Borussia Dortmund das Sinnbild für den mit Geld geplanten Aufstieg eines Dorfklubs in die Fußball-Bundesliga. Die BVB-Fans indes nehmen den 71-jährigen Unternehmer mit Gesängen und Plakaten besonders gerne ins Visier. Beim letzten Duell im August 2011 eskalierte die Situation, als ein Mitarbeiter von Hoffenheim den Dortmunder Fanblock mit Hochfrequenztönen aus einer Soundanlage beschallte. Samstag kommt es in Dortmund wieder zum Duell BVB gegen Hoffenheim (15.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker).
Herr Hopp, Sie gehen auswärts nur noch selten ins Stadion. Wird es Samstag eine Ausnahme geben?
Dietmar Hopp: Nein, leider kann ich in Dortmund aufgrund der bekannten Umstände nicht dabei sein. Ich werde mir das Spiel im Fernsehen anschauen.
Wenn es um Ihr finanzielles Engagement geht, werden Sie von den BVB-Fans besonders gerne kritisiert. Können Sie die Vorwürfe nachvollziehen?
Hopp: Nein, ich kann es nicht nachvollziehen. Zumal längst klar ist, dass ich nicht angetreten bin, um mit allen Mitteln Erfolg zu haben oder gar eine Konkurrenz für die Etablierten zu werden. Nach meinem Empfinden ist es den BVB-Fans nicht bewusst, dass in der Metropolregion Rhein-Neckar genauso engagierte, fußballbegeisterte Menschen leben wie im Westen Deutschlands. Und es gibt in dieser Region weit über 3000 Jugendliche, die im Fußball, Handball, Eishockey und Golf sportlich, aber auch schulisch und in sozialer Kompetenz durch meine Stiftung gefördert werden.
Hat die Lärmattacke aus dem Hinspiel die Abneigung noch einmal intensiviert?
Hopp: Wenn die Abneigung zu steigern war, möglicherweise ja.
Diese in der langen Geschichte der Bundesliga einzigartige Lärmaktion wurde nicht sanktioniert. Mit Recht?
Nach der Schall-Affäre kommt es am Samstag zum Wiedersehen zwischen der TSG Hoffenheim und den Fans von Borussia Dortmund. Die planen beim Heimspiel gegen die ungeliebten Kraichgauer mit Mäzen Dietmar Hopp an der Spitze zwar keine Racheaktion, Schmähgesänge und Anti-Hopp-Plakate wird es aber geben.
Hopp: Von Seiten der Staatsanwaltschaft gab es keine Handhabe, etwas zu sanktionieren. Das Ergebnis des unabhängigen Gutachtens hat eindeutig ergeben, dass durch den Einsatz der Apparatur keine Gesundheitsgefährdung für die Zuschauer bestanden hat. Dass genau diese Gesundheitsgefährdung nicht bestand, hat mich persönlich sehr erleichtert.
Sehen Sie eine moralische Schuld? Hätte so eine Aktion überhaupt passieren dürfen?
Hopp: Sie ist schwer erklärbar und hätte nie und nimmer passieren dürfen. Der Auslöser waren die Attacken gegen mich und wohl das Bedürfnis, etwas dagegen zu unternehmen. Für unseren Verein führte diese Aktion zu einem gewaltigen Imageschaden.
Die BVB-Fans haben Ihnen anschließend in einem offenen Brief einen Dialog angeboten. Sie haben Interesse gezeigt. Wie geht es weiter?
Hopp: Wir stehen in Kontakt und werden einen Weg für den geplanten Dialog finden. Wann und wo das sein wird, werden wir sehen. Ich hoffe auf eine fruchtbare Diskussion.
Würden Sie sich mit Fans an einen runden Tisch setzen?
Hopp: Natürlich, aber unvoreingenommen und mit einem fairen, respektvollen Umgang miteinander. Aber in dieser Beziehung habe ich keinen Anlass für Bedenken.
Können Sie sich vorstellen, dass sich die angespannte Situation durch solch ein Gespräch entspannt und Sie künftig wieder ins Dortmunder Stadion kommen werden?
Hopp: Nichts wäre mir lieber als ein friedliches Miteinander, bei allem sportlichen Ehrgeiz. Zuletzt war ich im Februar 2008 beim 3:1-Pokalsieg des BVB gegen uns im Dortmunder Stadion. Ich saß damals zwischen Herrn Watzke und Herrn Rauball. Das war, bis aufs Ergebnis, ein schönes Erlebnis in einem tollen Stadion.
Beim Duell am Samstag ist Ihr Klub Außenseiter. Hoffenheim stagniert im Liga-Mittelmaß.
Hopp: Natürlich ist die Umstrukturierung, in der wir uns befinden, nicht spurlos geblieben. Und Mittelmaß muss ja für einen Verein wie Hoffenheim nicht unbedingt ein Schimpfwort sein. Wir sind ein gesunder Verein, der nach dem laufenden Umbruch sportlich wieder mehr Ausrufezeichen setzen sollte.
18:07
ich bin wirklich kein fan der herren hoeneß und hopp. aber sie haben unabhängig von ihren fußballvereinen sehr viel sozial gutes geleistet. und auch das gehört anerkannt.
09:16
Es wäre gut, wenn man sich verträgt und respektvoll miteinander umgeht! Viele Dortmunder Anhänger haben gar nichts gegen Herrn Hopp, der unbestritten viel geleistet hat. Die echten Traditionsvereine der Bundesliga waren im Grunde ihres Herzens noch nie richtig begeistert über "Fördervereine " wie Wolfsburg, Leverkusen oder eben Hoffenheim". Das die fiese Lärmattacke im Innenraum des Hoffenheimer Stadion nur von einem mann geplant und durchgeführt sein soll, glauben in ganz Deutschland nur wenige. Aber es kann als sicher gelten, das Herr Hopp davon nichts wußte. Die Borussia soll sich auf ihren zuletzt gezeigten Traumfußball konzentrieren und keinesfalls ein unsinniges Feindbild Hoffenheim aufbauen! Auf ein tolles Spiel heute, bei dem wir leider nicht dabei sein können, da wir einen plötzlich erkankten Angehörigen pflegen müssen, aber mit dem Radio und dem Herzen sind wir beim BVB...
19:43
Der DFB schaffte die Möglichkeiten, dass Hoffenheim in der Bundesliga spielen kann und das ohne Gegeleistung. Solche Vereine hatten es geschafft, mit ihrem "Sparschwein" es so weit gebracht zu haben Dann sollten sie das auch so weiter führen und nicht die Hand bei den Medieneinnahmen aufhalten, weil diese durch die Traditionsvereine verdient werden. Die Begeisterung für Hoffenheim und dergleichen halten sich bei den Abstiegsrängen.
18:35
last den Hoppsi mal in ruhe mit den BVB
geht es auch bald wider Berg ab dan geht es
gegen den Abstieg wie es immer beim BVB war
17:15
hopp ist doch selber schuld.
er kann nur froh sein das er nicht uli heißt und bei bayern aktiv ist, weil der ja noch mehr in der kirtik steht bzw angegriffen wird.
man muss doch wissen, je mehr ich mich in die öffentlichkeit dränge desto größer ist der hass, neid und das unverständnis.
wenn er geht hat alles sofort ein ende. also hoffenheim und hopss schelte
16:57
@ #1 xdiegedankensindfreix
ich verstehe leider nicht, was Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen wollen, vielleicht können Sie den kausalen Zusammenhang zwischen Hoffenheim, wenn ich richtig interpretiere, und dem FC Schalke, wenn ich die Schlagworte Gazprom und Trabrennbahn richtig dem FC Schalke zuordne, noch einmal erläutern.
Anonsten, auch wenn nicht alles so schön gelaufen ist im Umgang der deutschen Fans mit einzelnen Personen aus Hoffenheim, hoffe ich auf ein baldiges Verschwinden des Konstruktes Hoffenheim. Mal warten, was das finanzial Fair-Play mit sich bringt. Restlos überzeugt bin ich noch nicht...
Wenn es eine Gleichbehandlung von Seiten der DFL, hinsichtlich des finanziellen Gebarens der Profivereine geben würde, wäre der Pleiteclub S04 schon längst nicht mehr in den Bundesligen spielberechtigt.!!
Jetzt kann das Blau-und-Weiß-Geheule hier wieder losgehen.
Glückauf!
15:20
So ist das halt wenn man überhaupt keine Ahnung hat.
Das Lsztigste "Zwergenverein"...........bitte Mitgliedezahlen betrachten,wenn so haben willst:)
So viel zum Thema "Zwergenverein"
Glück Auf!
Schöne Grüße
15:12
So ist das halt, wenn man Kohle hat. So ist das halt, wenn man einen Zwergverein hochpuschen möchte ( siehe Gazprom und die Wiese hinter der Trabrennbahn).
So ist das Halt, wenn man seine Vasallen nicht im Griff hat. Da wollte ein devotes Würstchen nur seinen Chef retten , und schon trommelt die Republik. Eine köstliche Geschichte.