Schwere Wochen für Zorc und Doll
19.11.2007 | 19:55 Uhr 2007-11-19T19:55:22+0100Dortmund. Nach der Länderspiel-Pause brechen für den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund harte Wochen an. Am Sonntag muss die Mannschaft beim 1. FC Nürnberg antreten.
Sie reist mit dem Auftrag nach Franken, den Boden zu bereiten für die Hauptversammlung des Vereins am Montag und der Aktien-Gesellschaft am Dienstag in Dortmund.
Danach folgen die Auftritte beim Meister VfB Stuttgart (1. Dezember), gegen Arminia Bielefeld (7. Dezember) und in Wolfsburg (15. Dezember). Das Bild, das die Borussen dann abgeben, ist für Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Thomas Doll von ausschlaggebender Bedeutung. In der Winterpause wird darüber entschieden, ob ihre im Sommer 2008 auslaufenden Verträge verlängert werden.
Beide haben ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit erklärt. "Ich stehe zu Gesprächen zur Verfügung", hat Michael Zorc gesagt. Mit der Mannschaft sei ein solides Fundament erarbeitet. Jetzt brauche man Geduld. "Wir werden in ein, zwei Jahren in der Lage sein, mehr Substanz in die Mannschaft zu bringen. Diese Zukunft will ich gern mit gestalten", so der Sportdirektor.
AG-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lässt vorerst noch keinen Trend erkennen, wie er mit diesen beiden Personalien umgeht. Zumindest bezeichnet er Berichte als "Schwachsinn", er habe sich schon einmal auf dem Trainermarkt umgetan: "Ich habe mit niemandem gesprochen".
Doch der Sauerländer nennt Kriterien, nach denen er sein Urteil fällen wird. "Ich werde für beide Positionen die gesamtsportliche Entwicklung berücksichtigen und nicht den Tabellenstand", so Watzke. Auch andere Faktoren würden eine Rolle spielen. "Dass unsere Amateur-Mannschaft von allen Bundesliga-Klubs am Besten dasteht, wird in die Entscheidung mit einfließen", kündigt der BVB-Sanierer an.
Im Stillen arbeitet Michael Zorc längst daran, Borussias Zukunft nach dem Sommer 2008 zu gestalten. So hat Borussia den Innenverteidiger Mats Hummels aus der zweiten Mannschaft von Bayern München beobachtet. Mit Florian Kringe, der von Werder Bremen umworben wird, und Philipp Degen laufen Gespräche über die Verlängerung der Verträge.
Es heißt, der portugiesische Rechtsverteidiger Etto von Dinamo Zagreb werde von den Dortmundern umworben. Ein brasilianischer Spielmacher namens Alexandro de Souza, der bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag steht, gilt als interessant. Doch Michael Zorc betont, diese Personalien befänden sich alle noch in der Sichtungsphase.
Borussias Zukunft gewinnt Kontur. Es ist offen, welche Personen sie an entscheidender Stelle gestalten. Thomas Doll hat betont, er wolle in Dortmund "etwas Großes auf die Beine stellen". Zuletzt hat er sich über das schwierige Dortmunder Umfeld beklagt, ohne darzustellen, was und wen er damit meint.
Die Beantwortung dieser wichtigen Personalfragen beim BVB ist in der Schwebe. Die nächsten vier Liga-Begegnungen werden den Trend mit bestimmen.

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