Schwarz-gelbe Maulwürfe und einsame Meister
08.12.2009 | 12:23 Uhr 2009-12-08T12:23:00+0100
Dortmund. Der BVB steuert zielsicher auf seinen 100. Geburtstag zu – am 19. Dezember steigt in der Westfalenhalle die große Sause. Am Montag bekamen rund 600 Fans einen äußerst amüsanten und interessanten Vorgeschmack darauf, was dieser Verein und seine Anhänger zu bieten haben.
Viele der Geschichten beim dritten Traditionsabend im Dortmunder Stadion dürften dem Publikum schon auf die eine oder andere Weise bekannt gewesen sein. Jeder weiß, wie die Relegation 1986 abgelaufen ist – doch Reinhard Rauball konnte den bekannten Geschichten rund um dieses Drama noch einige amüsante Anekdoten hinzufügen – etwa die über den 60 Kilometer langen Stau, in dem die Mannschaft auf dem Weg zum Entscheidungsspiel nach Düsseldorf stand.
Mit dem Helden gelitten
Auch die Geschichte von Pokalheld Norbert Dickel kennt jeder. Doch als Dickel schilderte, wie er wochenlang in der Reha kämpfte, um rechtzeitig fit zu werden, mussten viele Zuhörer schlucken nud mit dem Helden mitleiden. Wie er erst am Tag vor dem Endspiel 1989 wieder trainieren konnte. Wie er erfuhr, dass er tatsächlich in der Startelf stand. Wie er seine beiden Tore schoss. „Ja, ich würde es wieder tun“, lautet Dickels Fazit. Der Autor selbst musste nach seinem Vortrag mit den Tränen kämpfen, das Publikum würdigte ihn mit heftigem Applaus.
Das erste ganz große Highlight setzte BVB-Fan Martin „James“ Ridigel. In seiner Geschichte „Alex und Ebi im Vogelkäfig“ sinnieren er und sein Frisör darüber, wie sie zwei Maulwürfen das Fell mit gelben Streifen versehen können (mit Wasserstoffperoxid und anschließender Tönung), um die Tiere dann in der Schalker Arena – im Fan-Jargon auch „Vogelkäfig“ genannt – aussetzen können. Herrlich – eine der Geschichten, die jeder Fan schon einmal gesponnen hat.
Lacher und Szenenapplaus
Egal, ob Medien-Profis wie Peter Großmann oder Uwe Schulz, Europacup-Held Lars Ricken oder Künstler wie Fritz Eckenga, Johannes Rotter und Dietmar Bär – sie alle ernteten verdiente Lacher und Szenenapplaus. Doch einer übertraf alle: Matthias Bongard, Moderator bei WDR 2, erzählte seine tragikomische Geschichte vom „einsamsten Deutschen Meister der Welt in ganz Griechenland“. Herzzerreißend komisch und nachvollziehbar traurig schildert Bongard, wie er am 17. Juni 1995 auf der griechischen Insel Skyros urlaubt und versucht, sich über den Spielstand im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft zu informieren.
Das Happy End verschlimmert die Situation noch: Er hat niemanden, mit dem er jubeln kann. Keiner da, der die Meisterschaft mit ihm feiert, kein Fan, mit dem er über Fußball reden kann: „Ich war Meister!!! Niemand da.“ Aus Verzweiflung stellt Bongard die Meisterfeier nach: Er hängt ein BVB-Shirt auf und küsst einen Topfdeckel. Bei dieser Schilderung hielt es auch Lars Ricken, der zeitgleich im Westfalenstadion die Schale küssen durfte, nicht mehr auf dem Sitz.

10:55
@ greddy - Du Oberschlaumeier!
vor 20 Minuten zu: Subotic an allen drei Gegentoren beteiligt
Vorschlag: Ottmar Hitzfeld! Erlernter Beruf: Lehrer für Mathematik und Sport Seine Erfolge: 1985 - Trainer des Jahres in der Schweiz 1997 - ...
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vor 21 Minuten zu: Schwarz-gelbe Maulwürfe und einsame Meister
Vorschlag: Ottmar Hitzfeld! Erlernter Beruf: Lehrer für Mathematik und Sport Seine Erfolge: 1985 - Trainer des Jahres in der Schweiz 1997 - ...
1 Kommentar
vor 21 Minuten zu: Höttecke fehlt beim BVB die Perspektive
Vorschlag: Ottmar Hitzfeld! Erlernter Beruf: Lehrer für Mathematik und Sport Seine Erfolge: 1985 - Trainer des Jahres in der Schweiz 1997 - ...
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vor 22 Minuten zu: Nach 2:3 zum Start kein Gegentor mehr kassiert
Vorschlag: Ottmar Hitzfeld! Erlernter Beruf: Lehrer für Mathematik und Sport Seine Erfolge: 1985 - Trainer des Jahres in der Schweiz 1997 - ...
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vor 24 Minuten zu: BVB-Stürmer Barrios ist Spieler des Monats
Vorschlag: Ottmar Hitzfeld! Erlernter Beruf: Lehrer für Mathematik und Sport Seine Erfolge: 1985 - Trainer des Jahres in der Schweiz 1997 - ...
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Wie originell!!!!
10:29
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