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Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp

19.05.2014 | 20:09 Uhr
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
Herbert Fandel hat sich über die Art und Weise der Debatte nach dem nicht gegebenen BVB-Treffer im Pokalfinale beschwert.Foto: Getty Images

Frankfurt.   Der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission Herbert Fandel hat sich über die Art und Weise der Debatte nach dem nicht gegebenen BVB-Treffer im Pokalfinale beschwert und dabei speziell BVB-Trainer Jürgen Klopp ins Visier genommen: „Der muss sich besser überlegen: Wo gehe ich mit meiner Wut hin?“

Über das Wochenende hatte sich bei Herbert Fandel ein Gewitter geladen. Und der Hüter des nationalen Schiedsrichterwesens gab sich am Montag erst gar keine Mühe, dass es sich in der Verbandszentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) grollend entlud, obwohl draußen über dem sonnenüberfluteten Frankfurter Stadtwald nur harmlose Wölkchen hingen.

Wie alle wichtigen Vertreter des deutschen Fußballs hatte auch der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission aus beträchtlichem Abstand auf der Ehrentribüne des Berliner Olympiastadions „nix sehen können“. Aber nach dem 2:0-Sieg von Bayern München im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund gelangte Fandel per Standbild von Mats Hummels vermeintlichem Kopfball-Treffer für den BVB zur Erkenntnis, „dass der Ball drin gewesen sein muss“. Was er allerdings unerhört fand: Welche Debatte anschließend „den armen Schiedsrichter Florian Meyer“ überrollt hätte.

Neue Abstimmung im Gespräch

Pokalfinale
3D-Analyse zeigt, Hummels' Kopfball war 40 Zentimeter im Tor

Am Samstag zog Florian Meyer den Zorn der Fans, Spieler und Verantwortlichen von Borussia Dortmund auf sich, als er ein Kopfballtor von Mats Hummels nicht anerkannte. Die ersten 3D-Bilder beweisen nun, dass der Ball 40 Zentimeter hinter der Linie war. Der Treffer hätte also zählen müssen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass uns die unkontrollierte Diskussion so schnell einholt“, schimpfte Fandel, der speziell die von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp angezettelte Debatte als „niveaulos“ empfand. Fandel zürnte: „Das sind Menschen, keine Maschinen und eben keine Torlinientechnologie.“ Der 50-Jährige erläuterte, dass Meyers „kreidebleichem“ Linien-Assistenten Frank Willenborg keinerlei Vorwurf zu machen sei: „Er kann nicht auf Verdacht und Vermutung entscheiden. Er muss sich 100 Prozent sicher sein.“ Deshalb: Keine Schelte vom Chef. Wohl aber für den Verlierer. „Der muss sich besser überlegen: Wo gehe ich mit meiner Wut hin?“

Der Pianist aus Kyllburg zürnte auch eingedenk des Hintergrunds, dass sich die Profiklubs wegen angeblich zu hoher Kosten erst im März gegen die Einführung einer Torlinientechnologie gestellt haben. Wegen der Vorkommnisse bei einem solchen Endspiel-Event ein Unding, findet Fandel. „Es ist mehr als bedauerlich, dass wir das nicht bekommen. Wir hätten gehofft, dass wir diese unsäglichen Diskussion nie mehr führen müssen.“

Saisonfazit
BVB blickt zufrieden zurück und kämpferisch nach vorne

0:2 gegen den FC Bayern München, ein reguläres Tor aberkannt - der Frust saß tief bei Spielern und Verantwortlichen von Borussia Dortmund. Und doch betonten sie ihre Zufriedenheit mit der abgelaufenen Saison - und schickten eine Kampfansage gen Süden.

Immerhin: DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ließ die Bereitschaft am Montag erkennen: „Wenn es der Wunsch der Klubs ist, steht einer erneuten Abstimmung über die Einführung einer Torlinien-Technologie nichts im Wege. Die DFL selbst war und ist bei diesem Thema bestens vorbereitet.“

Vielleicht kommt die Einführung sogar schon fürs nächste Pokalfinale. Neben der DFL zeigt auch der DFB Interesse. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker kündigte eine „offene Debatte im Hause an“, bei der man sich mit allen Argumenten „sehr intensiv“ beschäftigen wolle.

Frank Hellmann



Kommentare
22.05.2014
10:56
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von tout | #78

Schickt den Fandel ins Ballett-das ist seine Welt.
Interessant, wie der Herr um" Neutralität" bemüht ist und sich mit Herrn Rummelfliege
die Bälle zuspielt.
Das ist indirekte Einflussnahme auf die Schiedsrichter
für die kommende Saison.
Unbeabsichtigt ?

22.05.2014
05:07
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von BVBDauerkarte | #77

Der DFB muss vorsichtiger werden, die teilweise einseitige Regelauslegungen überwiegend zu Gunsten der Bayern ist schon derart auffällig geworden, dass sogar unabhängige Medien deutlicher darüber berichten.

Das der Schiedsrichter-Boss Fandel gegen den natürlich endtäuschten, weil zu unrecht verlorenen BVB-Trainer Klopp schießt, zeigt doch die Grundeinstellung mancher Schiedsrichter.
Diese kann man wohl kaum noch als neutral bezeichnen.

21.05.2014
08:58
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von kadiya26 | #76

„Er kann nicht auf Verdacht und Vermutung entscheiden. Er muss sich 100 Prozent sicher sein.“

Das ist doch vielfach überhaupt nicht möglich! 100%ig!
Theoretiker....

20.05.2014
23:45
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von kontext.1 | #75

Fehler macht jeder. Zum Beispiel zu weit weg vom Geschehen gewesen zu sein. Aber kann das ein Schiri-Fehler gewesen sein? Klares NEIN. Das war Bayern-Dusel. "In dubio pro Bazi" gilt doch schon lange in der Buli.

20.05.2014
22:42
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von Riffralf | #74

Sobald der DFB von seinem hohen Ross heruntersteigt und den Schiedsrichtern durchaus menschliche Fehler zugesteht, die dann allerdings auch korrigiert gehören und sie nicht mit einem Persilschein ausstattet, Kritik zulässt auch während des Spieles, (natürlich in entsprechendem Ton vorgetragen) und diese nicht gleich mit Platzverweis ahndet, wird sich auch das Verhalten auf und neben dem Platz ändern, welches allein durch die hilflose Auslieferung der Profis an Pseudo-Autoritäts-Respektspersonen herrührt.

20.05.2014
22:18
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von dooplex | #73

Krampe muss man sein, genau wie EU Oettinger, dann vetrdient man sehr gut.

20.05.2014
20:55
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #72

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.05.2014
20:20
Hermann2000 | #70
von glaeseker | #71

"Kritik muss man sich leisten können. Die allerwenigsten hier haben schon mal ein Spiel gepfiffen......"

Und mit welchem Recht kritisiert dann Fandel Jürgen Klopp, obwohl er nie als Trainer gearbeitet hat?

20.05.2014
19:37
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von Hermann2000 | #70

Kritik muss man sich leisten können. Die allerwenigsten hier haben schon mal ein Spiel gepfiffen und mussten mal entscheiden ob Faul oder Schwalbe, ob Tor oder nicht.

Also einfach mal die Klappe halten und verlieren wie Männer, nicht wie Memmen. Im Fussball gleicht sich alles wieder aus, auch Dortmund hat von solchen Fehlenscheidungen schon profitiert.

2 Antworten
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von OWLBorusse | #70-1

jau einfach Klappe halten, da kommt man immer weit mit, dass hatten wir doch schon mal 12 Jahre.
Auch wenn es nervt, Streitkultur gehört zum Leben und Meinungsfreiheit auch und sei sie noch so unbequem.

Und verlieren wie Männer, was bedeutet das denn, was bedeutet den verlieren wie Frauen?

Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von Hermann2000 | #70-2

Die Nazikeule zieht hier nicht. Ach was sag ich: Heul doch.

20.05.2014
19:03
Schiedsrichter-Boss Fandel attackiert BVB-Trainer Klopp
von wanderfalke2000 | #69

zitat: wie alle wichtigen Vertreter des dfb auf der Ehrentribüne................................

was hat denn den fandel die eintrittskatrte gekostet? wer hat die Reisekosten und die spesen bezahlt? wurde hier etwa Geld des dfb das der Fußball Gemeinschaft gehört ausgegeben.

oder war das etwa von bayern gesponsort?

diese fragen haben nichts mit dem spielausgang zu tun.

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