Sahin ist beim BVB womöglich zu früh abgesprungen

Nuri Sahin bei seinem Abschied vom BVB.
Nuri Sahin bei seinem Abschied vom BVB.
Foto: Oliver Lang / dapd
Nuri Sahin war der Kopf der Dortmunder Meistermannschaft von 2011. Doch er hat sich bei Real Madrid nicht durchgesetzt und wird wohl nach Liverpool weitergereicht. Sahin landet damit auf der Ebene, von der er vor einem Jahr abgesprungen ist. Ein Kommentar.

Essen.. Zwei Wechsel kurz vor dem Saisonstart, zwei Geschichten:

Fünf Jahre ist es gerade mal her, da stellte der VfL Bochum den Bundesliga-Torschützenkönig. Nach 20 Treffern von Theofanis Gekas kam, was so oft kommt: Der Grieche war für Bochum zu groß geworden, oder auch der VfL für ihn zu klein. Gekas ging nach Leverkusen, Berlin, nach Frankfurt, in die Türkei. So gut wie in Bochum lief es nie wieder. Nun, mit 32, spanische Provinz. Letzte Ausfahrt Levante.

Nuri Sahin ist 23 und alles andere als ein Auslaufmodell. Aber auch der Kopf der Dortmunder Meistermannschaft von 2011 muss erkennen, dass es sich nicht immer auszahlt, das, was man hat, gegen den Traum vom Mehr zu tauschen. Sich bei Real Madrid nicht durchgesetzt zu haben, ist keine Schande. So wenig wie ein Wechsel nach Liverpool.

Ein Schritt zurück für Nuri Sahin

Aber es bleibt ein Schritt zurück in die Reihe europäischer Klubs, die hinter den Riesen aus Barcelona und Madrid stehen. In die Gruppe, in die sich auch der BVB vorgekämpft hat. So gesehen landet Sahin auf der Ebene, von der er abgesprungen ist. Dass er in der Zwischenzeit ein Dortmunder Double verpasst hat, wird ihm den Gedanken nicht leichter machen, womöglich zu früh gesprungen zu sein.