Roman Weidenfeller: "Alle stehen auf dem Prüfstand"
09.07.2009 | 11:41 Uhr 2009-07-09T11:41:00+0200
Donaueschingen. Roman Weidenfeller gehört mit 28 Jahren und neun Saisons in der Bundesliga zu den Routiniers im BVB-Kader. In Donaueschingen absolviert der Torwart sein 19. Trainingslager als Fußball-Profi. Da haben wir mal ein paar Fragen.
Trainingslager im Winter oder im Sommer, was ist härter?
Roman Weidenfeller: Im Sommer, eindeutig. Du hattest Urlaub und eine längere Pause. Da musst du erst mal wieder reinkommen. Und dann die wärmeren Temperaturen. Ich bin zum Glück im Urlaub gelaufen, habe am Fitnesstand gearbeitet und meinen Körper schon wieder in Schwung gebracht.
Sie trainieren in Donaueschingen zwei Mal am Tag. Wie nutzen Sie die verbleibende Zeit?
Weidenfeller: So viel Zeit bleibt da nicht. Die Trainingseinheiten, die Spiele, lange Busfahrten und dann die Temperaturen. Das schlaucht den Körper, macht dich müde. Man muss deshalb regenerieren, sich etwas mehr als sonst pflegen lassen, entspannen, abschalten und sich dabei neue Power holen.
Wie und womit schalten Sie ab? Das edle Hotel Öschberghof sollte ja ein paar Möglichkeiten bieten.
Weidenfeller: Das Hotel ist schon herrlich, schön ruhig gelegen, du hast keine Ablenkung. Wenn doch Zeit ist, habe ich ein Buch dabei. Und meinen Laptop. Und ich telefoniere gerne mit guten Freunden. Dazu bin ich in den letzten Tag kaum gekommen.
Die Zimmerbelegung wurde wieder gelost. Sie haben Tinga bekommen.
Weidenfeller: Wie letztes Jahr. Wir sind das einzige Duo, das wieder auf einem Zimmer gelandet ist. So kann ich mein Portugiesisch weiter verbessern.
Während des Trainingslagers wird noch mal neu gelost. Haben Sie einen Wunsch-Mitbewohner?
Weidenfeller: Nein, wir haben ja nur nette Jungs in der Mannschaft. Letztes Jahr hatte ich Nuri Sahin in der zweiten Hälfte auf dem Zimmer, ein ruhiger Zeitgenosse. Wir haben viel zusammen im Internet gesurft. Es ist ja auch reine Glückssache. Ich schnarche übrigens nicht. Und es wäre ideal, wenn mein Zimmerkollege auch nicht schnarcht.
Beim BVB ist vom großen Konkurrenzkampf die Rede. Sie gehören zu den Kandidaten im Kader, die gesetzt sind. Spüren Sie trotzdem Druck und wie halten Sie die Spannung hoch?
Weidenfeller: Ich stecke auch im Konkurrenzkampf. Da ist bei uns niemand ausgeschlossen. Ich denke, dass das dem BVB auch gut tut, weil sich so die Mannschaft nicht von allein aufstellt. Das war in den vergangenen Jahren schon mal ein Problem. Alle stehen auf dem Prüfstand. Auch ich.
