Note 2 - Sahin und Reus sind beste Dortmunder gegen Mainz

Marco Reus schiebt zum zwischenzeitlichen 2:1 für den BVB ein. Am Ende hieß es dann 4:2 für die Borussia
Marco Reus schiebt zum zwischenzeitlichen 2:1 für den BVB ein. Am Ende hieß es dann 4:2 für die Borussia
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nationalspieler Marco Reus überzeugte in Spiel eins nach seiner Vertragsverlängerung - doch die Borussen-Abwehr präsentierte sich weiterhin anfällig. Die Einzelkritik.

Dortmund.. Noten von 2 bis 4 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder gegen Mainz.

Die BVB-Noten in der Übersicht

Roman Weidenfeller: Sah gleich zu Beginn unglücklich aus, als seine Faustabwehr genau bei Elkin Soto landete, der prompt das Tor machte - allerdings aus einer Position direkt an der Außenlinie (1.). Der Torhüter hätte besser klären können - ein direkter Vorwurf ist ihm aber nicht zu machen. Ansonsten kaum gefordert, beim zweiten Gegentor machtlos (57.). Kurz vor Schluss mit guter Tat gegen den durchgebrochenen

Note: 3

Lukasz Piszczek: Der Rechtsverteidiger setzte einige Akzente in der Offensive und leitete den einen oder anderen guten Angriff ein. Allerdings: Am 0:1 war er nicht ganz unschuldig, weil er von der Seite ins Zentrum zog und gleich zwei Mainzern den Weg freimachte (1.).

Note: 3

Neven Subotic: Sehr ungeschickter Auftakt des Serben, der vor dem 0:1 das Duell gegen Okazaki verlor und dann auch noch Weidenfeller im Weg war, weshalb dieser keine Chance hatte, rechtzeitig ins Tor zurückzukehren - das frühe Gegentor ging im Wesentlichen auf die Kappe des Innenverteidigers (1.). Auch danach flatterten ihm einige Male die Nerven. Und doch war er es, der früh in Durchgang zwei die Wende einleitete - auch wenn er Glück hatte, dass ihm das 1:1 nicht wegen Aufstützens abgepfiffen wurde.

Note: 3,5

Spielbericht Sokratis: Der Grieche rutschte für den grippekranken Kapitän Mats Hummels in die Startaufstellung - und konnte diesen nicht gleichwertig ersetzen. Hatte Glück, als ihm gegen Hofmann der Ball versprang und die BVB-Leihgabe diesen nicht kontrollieren konnte (28.). Versuchte es wenig später mit einem Lupfer gegen Okazaki - das ging schief und Sokratis konnte sich nur noch mit einem Foul behelfen (33.). Insgesamt ein wackliger Auftritt - mit ansteigender Tendenz im zweiten Durchgang.

Note: 4

Marcel Schmelzer: Sehr aktiv nach vorne, schlug viele Flanken, die zunächst überschaubaren Ertrag brachten - bis Subotic seinen Eckball einköpfte (50.). Konnte beim 0:1 den Ball auf der Linie nicht mehr klären - das wäre aber auch anatomisch nahezu unmöglich gewesen (1.). Danach nicht immer sattelfest - und vor dem 2:2 ließ er sich von Malli mit der simpelsten aller Körpertäuschungen verladen (57.).

Note: 3,5

Nuri Sahin: Machte einen guten Job als defensiverer der beiden zentralen Mittelfeldspieler. Er gewann viele Defensivzweikämpfe, stopfte Lücken und leitete ein paar sehenswerte Angriffe ein. Doch auch bei ihm schmälerte das frühe Gegentor den guten Eindruck: Er versäumte es, aus einer Pressingsituation an der Mittellinie rechtzeitig zurückzukommen und den zweiten Ball abzusichern - so konnte Baumgartlinger den Ball unbedrängt in den Strafraum schlagen (1.). Mit seinem Treffer zum 4:2 belohnte er sich für die Defensivplackerei (78.).

Note: 2

Ilkay Gündogan: Der Nationalspieler war enorm viel unterwegs und sammelte Ballkontakt um Ballkontakt. Hatte viele gute Szenen, verschleppte aber dann und wann das Tempo - was allerdings auch daran lag, dass die Offensivspieler sich nicht gelegentlich sehr suboptimal anboten.

Note: 2,5

Kevin Kampl (bis 70.): Aus der ersten Halbzeit blieben vom Neuzugang zwei Szenen in Erinnerung: ein gelungener Defensivzweikampf, als er Hofmann den Ball ablief (20.) - und ein Schuss aus rund 25 Metern, der weit am Tor vorbei ging (45.). Nach der Pause machte er es dann besser, als er vor dem 2:1 den Ball auf Reus durchsteckte (55.).

Note: 3,5

Shinji Kagawa (bis 78.): Agierte in der Anfangsphase wie aufgedreht - vergab aber wieder einmal eine gute Torchance, als er einen Abpraller vom Pfosten genau auf den Mainzer Torwart schoss (3.). Versteckte sich mit zunehmender Dauer des ersten Durchgangs, es gelang ihm noch eine gute Torschussvorlage auf Reus (32.) und eine Direktabnahme von der Strafraumgrenze, die knapp vorbei flog (43.). Im zweiten Durchgang kam noch ein gelupfter Steilpass auf Aubameyang hinzu, den dieser aber nicht verwerten konnte (63.).

Note: 3

Marco Reus (bis 84.): Hätte im Spiel eins nach seiner Vertragsverlängerung früh ein weiteres Ausrufezeichen setzen können - doch sein Schuss aus kurzer Distanz landete am Pfosten (3.). So hob er sich die Knalleffekte für den zweiten Durchgang auf: Erst umkurvte er den Torhüter und schob zum 2:1 ein (55.). Und dann bereitete er mit einem überragenden Außenrist-Pass auf Aubameyang das 3:2 vor (71.). Sehr präsent, sehr agil, mit vielen auffälligen Szenen, in denen er meist Stürmer Aubameyang mit präzisen Pässen auf die Reise schickte. Doch längst nicht alles gelang ihm. So setzte er den Ball nach Kagawas Querpass deutlich über das Tor (32.), ein Schussversuch landete gar im Seitenaus (22.).

Note: 2

Pierre-Emerick Aubameyang: Nach seiner starken Vorstellung in Freiburg durfte er erneut im Sturmzentrum ran - und agierte zunächst eher unglücklich. Gegen tiefstehende Gäste konnte er nur selten seine Schnelligkeit ausspielen und verlor einige Bälle. Doch nach Reus' überragender Vorlage bewies er seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und schob sicher zum 3:2 ein (71.). Seine zweitbeste Chance hatte er zuvor vergeben, als er den Ball zu zentral platzierte und Torhüter Kapino halten konnte (8.). Als er im Strafraum zu Fall kam, lag Schiedsrichter Tobias Stieler eher richtig damit weiterspielen zu lassen (31.).

Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan (ab 70.): Kam für Kampl. Ohne Note

Matthias Ginter (ab 78.): Kam für Kagawa. Ohne Note

Adrian Ramos (ab 84..): Kam für Reus. Ohne Note