Mit Klopp, Zorc und Ricken in die Zukunft
10.12.2008 | 16:46 Uhr 2008-12-10T16:46:00+0100
Dortmund. Borussia Dortmund plant die Zukunft über 2010 hinaus mit Trainer Jürgen Klopp, Sportmanager Michael Zorc und Nachwuchs-Koordinator Lars Ricken. Das erklärte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, in einem Interview mit der WR.
26 Punkte auf der Habenseite, zwei Niederlagen, ein Platz in der oberen Tabellenhälfte: Entspricht diese Bilanz vor dem HinrundenFinale gegen Mönchengladbach Ihren Vorstellungen?
Hans-Joachim Watzke: Eindeutig ja. Dass uns der ein oder andere Sieg wie gegen Bochum und Hannover noch gut getan hätte, ist keine Frage. Extrem positiv sehe ich die Entwicklung des Defensiv-Verhaltens der Mannschaft. Im Vorjahr wurden wir noch als Schießbude der Bundesliga verlacht. Jürgen Klopp hat es richtig formuliert: „Wir sind schwer zu schlagen.” Drei Punkte gegen Gladbach wären die Krönung.
„Uns trennen acht bis zehn Millionen Euro”
Fehlt Borussia vielleicht noch ein Stück individuelle Klasse, um ein ernsthafter Kandidat für die Liga-Top-Plätze zu werden?
H-J.W.: Wir haben uns dazu bekannt, den Kurs der wirtschaftlichen Vernunft nicht zu verlassen. Alle Vereine, mit denen wir uns bis 2011 auf Augenhöhe begegnen wollen, verbuchen internationale Einnahmen. Uns trennen acht bis zehn Millionen Euro im Jahr, die diese Clubs mehr als wir in ihr Budget stecken können. Dafür braucht man als Initialzündung das internationale Geschäft. Wir sind gegen Udinese Calcio extrem unglücklich ausgeschieden, die anderen kassieren weiter.
Demnach muss der BVB auf spektakuläre Transfers verzichten. Oder gibt es vielleicht irgendwo einen steinreichen Onkel?
H-J.W.: Die Alternative wäre in der Tat, wir würden uns, was leicht möglich wäre, von einem Sponsor 20 Millionen Euro geben lassen und bei wirtschaftlich vollem Risiko in eine ungewisse sportliche Zukunft gehen. Das wollen wir nicht. Deshalb haben wir derzeit eine etwas schmale Basis, um unter die ersten fünf oder sechs zu kommen. Aber wir müssen unserer Philosophie treu bleiben und auf junge Spieler sowie Kontinuität setzen. Dazu brauchen wir Geduld und langen Atem.
Die Konkurrenz wird immer größer. Jetzt streben auch noch Hoffenheim und Wolfsburg nach Europa…
H-J.W.: Die Wettbewerbssituation hat sich seit meinem Amtsantritt dramatisch verändert. Damals gab es kein Hoffenheim und keinen so ambitionierten VfL Wolfsburg. Und Bayer Leverkusen hatte vor vier Jahren erhebliche Probleme. Es ist zu befürchten, dass künftig Traditionsklubs wie der HSV, Schalke, Borussia Dortmund, Bremen, Stuttgart und Hertha BSC hinter dem FC Bayern und eben diesen Vereinen, bei denen das Geld keine tragende Rolle spielt, um einen freien Europacup-Platz streiten. Wir müssen versuchen, es mit Kreativität, Leidenschaft und Emotion einen Tick besser zu machen.
Dabei bauen Sie auf Jürgen Klopp. Was unterscheidet ihn von anderen Trainern?
H-J.W.: Er ist sehr mutig. Bei vielen Klubs gibt es die Tendenz, dass der Trainer versucht, sich zu verselbstständigen und in einem Beiboot Platz zu nehmen. Bei uns sitzen alle Entscheidungsträger in einem Boot, auch der Trainer. Jürgen Klopp identifiziert sich in einem unglaublichen Maße mit dem Klub und den handelnden Personen.
Hand aufs Herz: War es ein Fehler, Mladen Petric an den HSV zu verkaufen?
H-J.W.: Nein. Wir haben vor dieser Saison sehr viel investiert. Ein Klub, der keine internationalen Einnahmen erzielt, benötigt Transfererlöse – oder er muss sich verschulden. Dazu hatte Petric ein Angebot, das wir ihm in ähnlicher Form nicht darstellen konnten, ohne unsere komplette Gehaltsstruktur aufgeben zu müssen.
„Petric und Frei - das hätte nicht gepasst”
Aber hat der Verein mit Petric nicht auch sportliche Substanz veräußert?
H-J.W.: Ich teile nach wie vor die Einschätzung unserer sportlichen Leitung, dass Alex Frei und Mladen Petric nicht zusammenpassen. Die Alternative wäre eine Trennung von Frei gewesen, aber Alex genießt bei uns und den Fans hohe Wertschätzung. Er hatte auch im Gegensatz zu Petric nie die Absicht geäußert, Borussia verlassen zu wollen. Und dann hat der HSV noch 7,3 Millionen Euro gezahlt.
Michael Zorc hat die Rolle des „Prügelknaben“ an andere Manager-Kollegen abgetreten. Sie haben trotz heftiger Kritik an Zorc festgehalten. Verspüren Sie heute Genugtuung?
H-J.W.: Ich hatte nie Zweifel an Zorc, weil ich weiß, wie akribisch er arbeitet. Michael hat schon in der Zeit vor Klopp gute Transfers getätigt, auch in die andere Richtung. Wie Odonkor, Pienaar oder Petric. Er hat Alex Frei oder Mats Hummels verpflichtet und für relativ kleines Geld Kuba Blaszczykowski geholt, der jetzt mit einem deutlich höheren Marktwert gehandelt wird. Ich freue mich, dass seine Leistungen die Anerkennung finden, die er verdient.
Sie haben mit der Entscheidung überrascht, Lars Ricken als Nachwuchs-Koordinator zu installieren. Was erwarten Sie von ihm?
H-J.W.: Lars lebt Identifikation mit Borussia Dortmund vor. Das braucht man in einer solchen Funktion genau so wie strategisches Denken. Dazu überzeugt er mit seiner Vita gerade 14- und 15-Jährige, die über einen Wechsel zum BVB nachdenken. Wir wollen uns künftig zu einer absoluten Elite-Ausbildung bekennen. Entscheidend ist, dass wir der Profi-Abteilung Talente zuführen, die leistungsmäßig hohen Bundesliga-Ansprüchen genügen.
Klopp, Zorc, Ricken – soll dieses Dreigestirn Borussias Zukunft gestalten?
H-J.W.: Das ist mein Wille und mein Wunsch. Ich glaube, dass diese Konstellation hervorragend passt. Wir brauchen Kontinuität auf diesen Positionen. Weil ich weiß, dass sich alle drei mit Borussia identifizieren, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir es nicht schaffen, sie langfristig einzubinden.
Und Ihre Wünsche für das BVB-Jubiläumsjahr?
H-J.W.: Wir wollen – das ist die einfachste Aufgabe - der Öffentlichkeit zeigen, welch toller Klub Borussia Dortmund ist. Dazu streben wir auch ohne große Transfers eine sportliche Weiterentwicklung an und möchten den Leuten wie schon im zweiten Halbjahr 2008 das Gefühl vermitteln: Es macht Spaß, in den Signal Iduna Park zu gehen. Hier wirst du gut unterhalten.
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15:29
Genau diese Reaktion von 50SchaleJahre habe ich erwartet.So nach dem Motto..wir haben doch keinen Anderen..Ein Zorc kann dir Spieler anschleppen die sich als Totalflops herausstellen und du zuckst mit den Schultern und...müssen wa mit leben..es gibt ja keine Alternative..Wenn ich solch eine Argumentation schon höre...
14:02
Jede menge Zorckritiker.
Gut,
dann nennt aber auch mal Alternativen !
Also,
wer soll es eurer Meinung nach den machen ?
13:57
Leider ist das aber so....Hinterfragt man einmal Zorcs Transferbilanz und stellt dabei fest,daß bei weitem mehr Flops als Treffer verpflichtet wurden,dann wird man gleich von einigen reflexartig als Brunnenvergifter beschimpft....und wenn dann noch ein Watzke herkommt und wie jedes Jahr, die Arbeit von Zorc als brilliant bezeichnet,dann beleidigt der nicht nur meine,sondern auch die Intelligenz der meisten Fans.
13:32
da hat der borusse recht da bleiben sie auf jahre die graue maus und träumen von der vergangenheit
12:36
du hast keine ahnung torminator,zorc ist der besste für denn bvb.
11:05
Natürlich hat Zorc auch auch gute Sachen zu verantworten, keine Frage, aber generell gesehen sieht seine persönliche Bilanz als Sportmanager doch eher dünne aus, da überwiegen die Flops, egal welcher Trainer auch gerade an Bord war und vielleicht mitwurschteln durfte. Bei dem Trainerdurchschuss der letzten Jahre in Dortmund wäre es ja geradezu ein Kamekaze-Unding wenn man die jeweiligen Vorturner auch noch mit der Vollmacht zur Personalplanung ausgestattet hätte, dann braucht man keinen sportlichen Leiter. Es ist auch nicht zu übersehen, dass viele Spieler die vorher gut waren in Dortmund dann stagnierten oder sich rückentwickelten, das kann man Zorc sicher nicht direkt anlasten, zählt aber in der Gesamtbetrachtung leider doch mit.
Noch ein Wort zu Pienaar, ich sehe mir ja ab und zu im TV die Liga in England an, Klasseleistung von Pienaar sieht man da so oft wie Tore von Valdez in Dortmund, Pienaar ist auch für die Briten und ihr Spiel zu langsam und unbeweglich. Dagegen ist selbst Sahin ein Sprinter.
Grundsätzlich nochmal: Ich möchte Zorc hier nicht sein Nichtskönnen nachweisen- genauso möchte ich ihn aber auch nicht von den Medien, BVB-Machern und seinen Immer-Noch-Fans als den absoluten Heilsbringer verkauft bekommen nur weil es gerade mal gut läuft!
Zorc ist schon lange genug auf seinem Posten, wäre er ein richtig souveräner Kracher müssten wir nicht über ihn diskutieren, Zeit und Geld hatte er genug, trotzdem ist seine Bilanz nicht ausgeglichen. was nicht gleichzeitig heissen soll dass ein anderer Manager beim BVB mehr Fortune gehabt hätte. Trotzdem sollte man- wie in jedem anderen Wirtschaftsunternehemn auch- Personalien mal hinterfragen dürfen um deren Effektivität mal objektiv auszulooten. Das findet beim BVB definitiv nicht statt, vielleicht auch nur um Ruhe an Bord zu bewahren, seis drum, wenn es dem Erfolg dient .......
10:39
Was Ihr auch nicht vergessen solltet ist, dass Zorc Kuba geholt hat. Er hat Ihn geholt als er nicht viel gebracht hat. Hat aber schon früh sein Talent erkannt. Der Junge wird sich weiterentwickeln und wird mal ein ganz ganz großer. Zorc musste genauso lernen wie jeder andere auch der einen neuen Job beginnt. Seine Anfangs-Einkäufe waren Flopps, aber die letzten waren alle gut. Zorc ist der richtige Mann für die Zukunft.
09:27
@Tominator: Genauso wie Watzke Zorc protegiert, versuchen immer wieder einige Leute wie du, Zorc krampfhaft Nichtskönnen nachzuweisen... Du stellst die positiven Sachen als Verdienst anderer Leute dar, die Flops sind alle Zorcs schuld. Entweder Hopp oder Top.
Und ganz ehrlich, wer hätte einen Buckley nicht verpflichtet? Er hat im Jahr vorher 15 Tore geschossen und hat keine halbe Mio Euro Ablöse gekostet.
Pienaar war ablösefrei, und zeigt in England momentan seine Klasse. Mit ihm hätte man aktuell eine super Alternative auf den Halbposition.
Amoah hat gefloppt, hat aber sehr wenig Ablöse gekostet. Van der Gun war das eine Jahr, das er hier war verletzt.
Und und und... Natürlich hat Zorc auch Fehler gemacht aber auch viele Sachen gut.
09:10
Es gibt Manager, die das machen. Frag mal die Schalker. Slomka hat sich je gerade noch darüber beklagt, dass er nehmen musste was ihm Müller vorsetzte.
07:17
Also nun mal langsam.
Natürlich hat Zorc auch Flops verpflichtet, ganz klar.
Man kann es aber nicht nur ihm zuschieben.
Hier wird gesagt das Klopp z.b. den Subotic mitgebracht hätte.
Nun, das mag wohl stimmen.
Jetzt wird hier aber so getan als ob Zorc all die ganzen Spieler, die nicht eingeschlagen sind, er ganz alleine geholt hätte.
Es sind auch immer die jeweiligen Trainer ( Doll,vanMarwijk ), die bestimmte Spieler haben wollen.
Ein Manager holt ja nicht einfach so Spieler ohne das mit dem Trainer abzusprechen.