Michael Zorc spricht über den Umbruch bei Borussia Dortmund

Michael Zorc macht sich Gedanken darüber, welches Gesicht die Mannschaft in der nächsten Saison haben wird.
Michael Zorc macht sich Gedanken darüber, welches Gesicht die Mannschaft in der nächsten Saison haben wird.
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Was wir bereits wissen
Michael Zorc fordert mehr Zeit für die Neuzugänge des BVB. Wie groß der Umbruch im Sommer wird, hängt von der Qualifikation für die Euro League ab.

Dortmund.. Noch sind in der laufenden Spielzeit sieben Spiele zu spielen, doch BVB-Sportdirektor Michael Zorc macht sich schon längst Gedanken über den neuen BVB. Dass es personelle Veränderungen in der Mannschaft geben wird, ist klar. Wie groß der Umbruch ausfallen wird, hängt davon ab, wo die Schwarz-Gelben am Ende der Saison landen.

"Wenn wir nicht international spielen, ist unser Kader sicher zu goß. Dann muss schon rein zahlenmäßig etwas passieren", sagte Zorc im Gespräch mit der "Sport Bild". Dabei machte der Sportdirektor klar, dass der Verein nicht mehr Geld ausgeben werde als er einnimmt. Geld könnten die Verkäufe von Mats Hummels und Ilkay Gündogan in die Kassen spielen. Zorc betont jedoch, dass er mit beiden Spielern weiter plant. Hummels

Nicht alle Entscheidungen haben gesessen

Was die Kritk an seinen jüngsten Transfers betrifft, fordert Zorc mehr Geduld ein. "Es ist viel zu früh, ein Urteil zu fällen. Ich lehne es komplett ab, dass man aus unseren Neuzugängen Sündenböcke macht." Gleichzeitig gesteht er ein, mit dem Investment in Höhe von 60 Millionen Euro für die Spieler Immobile, Ramos, Kagawa, Ginter und Kampl nicht alles richtig gemacht zu haben. "In dieser Saison haben nicht alle Entscheidungen zu 100 Prozent gesessen - ganz klar."

Sportlich blickt Zorc in der Tabellle nach oben, nachdem der Klassenerhalt sicher scheint: "Wir sollten ein Auge auf die internationalen Plätze haben, auch die Europa League ist ein lohnenswertes Ziel." Man wolle jedes Jahr international vertreten sein. Bei aktuell vier Punkten Rückstand auf Platz sieben, der aller Voraussicht nach für Europa reichen wird, und der schwächelnden Konkurrenz, kein unrealistisches Ziel. (N.W.)