Lewandowski geht wohl - Bayern hat nur mehr Geld als BVB

Zuschauer beim 3:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt: der gesperrte Robert Lewandowski.
Zuschauer beim 3:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt: der gesperrte Robert Lewandowski.
Foto: Sascha Schürmann / dapd
Was wir bereits wissen
Stürmer Robert Lewandowski hat bei Borussia Dortmund viel – aber offensichtlich fehlt ihm doch noch etwas. Lewandowski kann beim FCB untergehen wie viele vor ihm. Und deshalb sollte dieser außerordentliche Fußballer sich einmal fragen, ob er außerordentlich gut beraten ist. Ein Kommentar.

Dortmund.. In den vergangenen Monaten ist Robert Lewandowski so oft über die Theke gegangen wie die Burger einer US-amerikanischen Fast-Food-Kette. Mit einem Unterschied: Beim Stürmer von Borussia Dortmund war’s virtuell. In Fleisch und Blut ist er anders als das Hack nie irgendwo eingetroffen. Und selbst am Wochenende hat sich an diesem Zustand andauernder Flüchtigkeit bei gleichzeitigem Verharren nur wenig geändert. Lewandowski ist noch immer Angestellter des BVB. Er ist sogar ein Angestellter, der sich per Unterschrift bis Sommer 2014 an den Revierklub gebunden hat.

BVB Was die Dortmunder trotz eingestandenen Scheiterns am Versuch, den Polen davon zu überzeugen, seine Vertragslaufzeit auszudehnen, also tun könnten: Sie könnten darauf bestehen, dass der Torgarant noch eineinhalb Jahre in ihren Diensten bleibt. Und eine Option ist das für die Verantwortlichen sicher weiterhin. Ein Lewandowski-Transfer 2013 würde 25 Millionen, eher aber 30 oder 35 Millionen Euro in die Kasse spülen. Auf der anderen Seite stünde ein Qualitätsverlust, der Auswirkungen auf das Spiel an der Geldmaschine Champions League haben könnte. Das muss gegengerechnet, das muss mit einer Vision von den zukünftigen Wahrscheinlichkeiten angefüllt in die Finanzakrobatik einbezogen werden.

Lewandowski kann beim FC Bayern untergehen

Am Ende wird sich der nach Selbsteinschätzung mit einem hanseatischen Geschäftssinn ausgestattete BVB aber wohl dazu entscheiden, Lewandowski zu verkaufen. Und dessen neuer Arbeitgeber hieße dann wohl Bayern München. Der Stürmer passt einfach klasse ins Beuteschema. Stark, in Deutschland erprobt, bei Abschied den nationalen Konkurrenten schwächend. So zumindest die ewige Vorstellung der Herren in den dicken Lederhosen. Tatsächlich funktionieren muss das nicht. Dortmund hat alle Möglichkeiten, sich klug neu aufzustellen. Lewandowski kann beim FCB untergehen wie viele vor ihm. Und deshalb sollte dieser außerordentliche Fußballer sich einmal fragen, ob er außerordentlich gut beraten ist. Für Multimillionäre muss die erste Entscheidungskategorie nämlich gar nicht sein: Kann ich mir einen oder doch zwei Burger am Tag leisten?