Langerak sammelt Argumente für den BVB-Stammplatz - Note 2

Geballte Fäuste bei Mitch Langerak: Gegen Anderlecht empfahl sich der Keeper für weitere Einsätze beim BVB.
Geballte Fäuste bei Mitch Langerak: Gegen Anderlecht empfahl sich der Keeper für weitere Einsätze beim BVB.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Torhüter Mitch Langerak zeigte starke Szenen gegen Anderlecht. Weil aber andere patzten, reichte es nur zu einem 1:1. Die BVB-Spieler in der Einzelkritik.

Dortmund.. Der BVB holt sich mit einem 1:1 gegen den RSC Anderlecht den Gruppensieg in der Champions-League-Vorrunde. Allerdings war aus Dortmunder Sicht nicht alles spitze an diesem Abend.

Speziell Shinji Kagawa und Kevin Großkreutz erwischten in der offensiven Mittelfeldreihe der Schwarz-Gelben keinen guten Tag (beide Note 4,5). Ebenfalss bezeichnend für eine allenfalls solide Leistung: Bester Dortmunder war der Torwart. Mitch Langerak wusste in seinem fünften Saison-Pflichtspiel zu überzeugen - und verdiente sich die Note 2.

Noten von 2 bis 4,5 für die BVB-Spieler in unserer Einzelkritik - Diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder gegen Anderlecht.

Die BVB-Noten im Überblick

Mitch Langerak: War schon nach elf Minuten gefordert - und verhinderte mit einer starken Aktion den Rückstand: Gegen den frei durchgelaufenen Mitrovic blieb er lange stehen und parierte dessen Schuss schließlich. Auch ansonsten ohne Fehl und Tadel. Der Australier betrieb im Kampf um die Nummer eins durchaus Werbung in eigener Sache - vor allem einige lange, präzise Abwürfe gefielen. Note: 2

Erik Durm: Es war kein Spiel für Außenverteidiger, der BVB versuchte (zu) oft, sich durchs Zentru nach vorne zu kombinieren. Ein paar gute Vorstöße waren dabei, die aber nichts einbrachten. Nach hinten hatte er seine Seite meist im Griff - vor dem Gegentor aber konnte er die Flanke nicht verhindern (84.). Note: 3,5

Neven Subotic: Hatte früh den obligatorischen Klopper drin, als er gegen Mitrovic völlig falsch stand und dann noch verzweifelt versuchte, diesen Abseits zu stellen - das hätte gut und gerne das 0:1 sein können (11.). Ansonsten aber war ihm wenig vorzuwerfen. Note: 4

Live-Ticker Matthias Ginter: Deutlich formverbessert gegenüber seinen letzten Auftritten. Gewann früh einige Zweikämpfe, dass gab ihm Sicherheit - sodass er sich nach und nach auch an ein paar Risikopässe wagte. Mit seinem besten leitete er eine gute Gelegenheit für Kagawa ein (47.). Gerade bei Kopfballduellen stark - bis auf jene Szene kurz vor der Halbzeit, als er die Kopfballablage von Mitrovic nicht verhindern konnte und Kljestan aus zehn Metern freistehend über das Tor schoss. Note: 3

Marcel Schmelzer (bis zur 75. Minute): Seine Stärke sind nicht unbedingt die defensiven Eins-gegen-Eins-Duelle. Das fiel einige Male auf, weil seine Kollegen ihn auf der linken Seite nicht immer optimal unterstützten - so war die linke Seite nicht immer optimal abgeriegelt. Sein offensiver Beitrag blieb überschaubar. Note: 3,5

Nuri Sahin: Brachte mit seiner Ballsicherheit Ruhe in die BVB-Aktionen - allerdings war es gerade im ersten Durchgang der Ruhe dann doch ein wenig zu viel, ihm fehlte es an Dynamik. Perfekt dann aber sein Steilpass auf Immobile vor dessen Treffer (58.). Ansonsten sammelte er in seinem ersten Saisonspiel viele Ballkontakte im Niemandsland des Feldes und hatte in der Rückwärtsbewegung immer mal wieder Mühe, das Zentrum dicht zu halten - und schaffte es vor dem Ausgleich im Zusammenspiel mit Durm nicht, die Flanke zu verhindern. Note: 4

Ilkay Gündogan (bis zur 65. Minute): Seine Pässe sind eine Augenweide. Der Nationalspieler war im Offensivspiel mit Abstand bester Dortmunder, leitete unter anderem Mkhitaryans Großchance ein. Wenn es gefährlich wurde, dann meist über ihn. Nach rund einer Stunde zurecht mit stehenden Ovationen verabschiedet. Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan: Für den Armenier sollte Trainer Klopp die Regel einführen, dass der Ball nach maximal drei Kontakten abzugeben ist. Verstrickte sich wieder einmal in viele unnötige Dribblings - und auch allerbeste Torchancen nutzte er abermals nicht. Ein paar gute Offensivaktionen aber waren dabei, er leitete etwa Immobiles frühe Großchance ein (4.). Note: 4

Shinji Kagawa (bis zur 84. Minute): Hatte seine beste Szene in der 4. Minute, als er mit einer einzigen Ballberührung Immobile freispielte. Ansonsten war vom nominellen Spielmacher wenig Erinnerungswürdiges zu sehen - bis auf eine recht ordentliche Torchance, bei der er aber weit daneben zielte. Note: 4,5

Kevin Großkreutz: War anwesend und auch einige Male am Ball - viel mehr ließ sich über seinen Dienstagabend nicht sagen. Auch wenn er gewohnt einsatzfreudig und bissig war: Prägende Beiträge zum Spiel lieferte er nicht - zumindest keine positiven: Hatte beim Ausgleich das Pech, ins Kopfballduell gegen den gefühlt acht Köpfe größeren Mitrovic zu müssen - das er mit besserem Stellungsspiel aber zumindest offener hätte gestalten können (84.). Note: 4,5

Ciro Immobile: Brachte das Kunststück fertig, vieles verkehrt zu machen - und es doch auf mehrere hochkarätige Chancen und das entscheidende Tor zu bringen. Stark, wie er den Ball annahm, einen Gegenspieler auswackelte und den Ball ins Tor schlenzte (58.). Erarbeitete sich weitere gute Gelegenheiten, ließ diese allerdings ungenutzt - und offenbarte im Stellungsspiel deutliche Schwächen: Zu oft ließ er sich ins Mittelfeld zurückfallen, wo ohnehin schon zahlreiche Kreativspieler versammelt waren, und machte die Räume so unnötig eng. Note: 3

Oliver Kirch (ab der 65. Minute): Kam für Gündogan und sollte für mehr Defensivstärke im Mittelfeld sorgen. Hatte wenig Gelegenheit, sich auszuzeichnen, daher ohne Note.

Pierre-Emerick Aubameyang (ab der 75. Minute): Kam für Schmelzer. Ohne Note

Jakub Blaszczykowski (ab der 84. Minute): Kam für Kagawa. Ohne Note