Langerak rettet den BVB in Dresden - Note 2

Was wir bereits wissen
Trotz des 2:0-Sieges war es ein schwacher Auftritt, den Dortmund in Dresden absolvierte. Am Ende musste man sich vor allem bei Torhüter Mitch Langerak bedanken.

Dresden.. Noten von 2 bis 4,5 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder gegen Dresden. (Mit Archiv-Bildern)

Die BVB-Noten in Dresden in der Übersicht

Mitch Langerak: Musste in der ersten Halbzeit vor allem darauf achten, nicht festzufrieren, so wenig bekam er zu tun. Das änderte sich in Halbzeit zwei schlagartig, als Tekerci nach einer Flanke aus spitzem Winkel abzog, der BVB-Keeper aber rechtzeitig die Arme oben hatte (48.). Stark auch seine Reaktion kurz darauf im direkten Duell mit Eilers (53.). Note: 2

Oliver Kirch: Bissiger Auftritt des Rechtsverteidigers, der keinem Zweikamp aus dem Weg ging. Setzte einige Impulse für die Offensive, wie seine präzise Flanke auf Mkhitaryan (60.). Es hätte aber gerne mehr Schwung über seine Seite sein dürfen - über die Dresden zudem immer wieder gefährlich wurde. Note: 3,5

Neven Subotic: Der Serbe leistete sich einige gefährliche Wackler - vor allem in Minute 43, als er den durchstartenden Tekerci anschoss und Glück hatte, dass der Schiedsrichter die aussichtsreiche Situation durch einen Abseitspfiff zunichte machten. Auch in Durchgang zwei blieb er anfällig. Note: 4,5

Mats Hummels: Um ein Haar hätte er den Dresdnern den schnellen Ausgleich ermöglicht, als seine Rückgabe zur Vorlage für Eilers geriet, dieser das Präsent aber ausschlug (53.). Beschwerte sich danach massiv bei Schiedsrichter Welz, weil er sich gefoult wähnte. Ansonsten stand der Kapitän in der Abwehr sicher und hatte auch die Chance zum Führungstreffer - bekam aber mit dem Kopf nicht genug Druck hinter den Ball, nachdem Immobile diesen zurückgelegt hatte (37.). Note: 3,5 Spielbericht

Marcel Schmelzer: Erlebte eine eher unauffällige Partie, defensiv wie offensiv passierte über seine Seite eher wenig. Ein gefährlicher Aussetzer war aber dabei: Als die Dresdner einen Konter eigentlich schon in den Sand gesetzt hatten, machte er die Situation mit einem Luftloch noch einmal richtig gefährlich. Note: 4

Sebastian Kehl: Sebastian Kehl ist nicht Nuri Sahin - diese banale Erkenntnis wurde in Dresden bestätigt. Der Ex-Kapitän hat seine Stärken vor allem in der Defensive - gegen einen Gegner, der sich in Durchgang eins mit vielen Abwehrbeinen am eigenen Strafraum versammelte, wären aber andere Fähigkeiten wichtig gewesen. Kehl spielte zwar auch in Ballbesitz solide, aber die Überraschungsmomente fehlten. Und nach der eigenen Führung gelang es ihm nicht immer, die Dresdner Angriffe zu unterbinden. Note: 4,5

Ilkay Gündogan: Ohne Sahin hing die Last des Spielaufbaus zu großen Teilen an ihm. Ließ sich oft auf Höhe der Abwehr zurückfallen, um das BVB-Spiel anzukurbeln. Weil aber die Dresdner die Passwege geschickt zustellten und sich die Offensivspieler nicht immer geschickt genug freiliefen, war das keine leichte Angelegenheit. Allerdings blieben seine guten Einfälle trotz eines großen Aktionsradius überschaubar. Note: 3,5

Jakub Blaszczykowski (bis 90.): Erstmals seit 402 Tagen stand der polnische Nationalspieler wieder in der BVB-Startaufstellung. Hatte einige gute Szenen, ist aber noch weit entfernt von der Form vergangener Tage - wenngleich er in der Schlussminute mit präziser Flanke das 2:0 vorbereitete. Note: 4

Shinji Kagawa (bis 67.): Nachdem er im Derby gegen Schalke noch geglänzt hatte, geriet der Auftritt in Dresden deutlich matter. Bereitete zwar mit feinem Steilpässchen eine Immobile-Gelegenheit vor (12.), ansonsten aber blieb er weitgehend wirkungslos. Note: 4

Marco Reus (bis 24.): In der Anfangsphase viel am Ball, ohne dabei allerdings die ganz großen Impulse zu setzen. Nach rund 20 Minuten aber sorgte er für eine Schrecksekunde bei den BVB-Fans, als er verletzt liegen blieb - und ausgewechselt werden musste. Sein kurzer Auftritt bleibt ohne Bewertung. Ohne Note Reus

Ciro Immobile: Weil Aubameyang mit Rückenbeschwerden passen musste, rückte der Italiener in die Startelf. Er warf sich mit großem Elan in die Zweikämpfe, gab keinen Ball verloren, blieb aber im ersten Durchgang ohne Wirkung - auch, weil er bei einem Mkhitaryan-Anspiel die Situation nicht ordentlich erfasste und den Ball frei vor dem Tor verdaddelte (39.). Kaum war der zweite Durchgang angepfiffen, servierte ihm Dynamo-Verteidiger Hefele den Ball aber derart maßgerecht, dass er ihn nur mit der Brust annehmen und einschieben musste (50.). Verschwand danach wieder in der Versenkung - aus der er nur kurz für einen guten Pass auf Ramos (77.) und für sein Tor wieder hervorkam, als er den Ball nach Blaszczykowski-Pass ins leere Tor schob (90.). Spielte schwach - aber tat am Ende eben das, was ein Stürmer tun muss. Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan (ab 24.): Kam für den verletzten Reus, was das zähe BVB-Spiel zunächst nicht schwungvoller machte. Hämmerte den Ball nach einem Eckball vom Strafraumeck weit vorbei (34.), sein gutes Anspiel konnte Immobile nicht nutzen (39.). Seine beste Gelegenheit vergab er, als er Kirchs Flanke freistehend vom Elfmeterpunkt deutlich über das Tor setzte (60.). Note 4

Adrian Ramos (ab 67.): Kam für Kagawa und vergab wenig später eine Großchance auf Immobile-Zuspiel (77.). Weil er ansonsten zu wenig Zeit hatte, sich zu beweisen, bleibt sein Auftritt ohne Note.

Sven Bender (ab 90.): Kam für Blaszczykowski. Ohne Note