Langerak rettet den BVB in die Verlängerung - Note 2

BVB-Schlussmann Mitch Langerak rettete sein Team in der Schlussphase der regulären Spielzeit.
BVB-Schlussmann Mitch Langerak rettete sein Team in der Schlussphase der regulären Spielzeit.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Es war vor allem ein großer Kampf - den der BVB am Ende mit 3:2 für sich entschied. Ein eingewechselter Routinier wurde zum Matchwinner.

Dortmund.. Noten von 2 bis 4 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder gegen die TSG Hoffenheim.

Die BVB-Noten in der Übersicht

Mitch Langerak: Wie gewohnt rückte er im DFB-Pokal ins BVB-Tor - und war in der ersten Halbzeit vornehmlich damit beschäftigt, Bälle aus dem Netz zu holen. Bei den Gegentoren war er machtlos, einen haltbaren Schuss bekam er vor der Pause nicht aufs Tor. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete er den BVB dann mit starker Parade gegen den freistehenden Polanski in die Verlängerung (84.). Note: 2

Erik Durm: Bemühte sich mit seiner Dynamik, das Spiel über den rechten Flügel anzukurbeln, was vor allem vor dem 2:2 gelang, als er punktgenau auf Aubameyangs Kopf flankte (57.). Zuvor hatte er schon eine Großchance des Mittelstürmers vorbereitet - dabei aber Glück gehabt, dass der Ball nach dem ersten Passversuch noch in die richtige Richtung sprang (48.). Bekam es defensiv mit Hoffenheims Volland zu tun, was ihm einige Probleme bereitete. Sein Ausrutscher kurz vor Schluss der regulären Spielzeit eröffnete Polanski die Großchance zur Entscheidung (84.).Note: 3 DFB-Pokal

Neven Subotic: Schien dem Spiel früh die richtige Richtung zu geben, als er Blaszczykowskis Eckball technisch durchaus anspruchsvoll ins lange Eck bugsierte (19.). Doch die Dortmunder Freude war nur von kurzer Dauer - vor allem auch, weil der Serbe nur wenig später mit einem kapitalen Stockfehler Firmino den Weg zum Tor und zum 1:2 freimachte (28.). Hätte der Partie später eine erneute Wendung geben können, doch Baumann parierte seinen Kopfball stark (78.). Wenig später aber konnte er Firmino nicht halten, der Polanski die große Chance zum Siegtreffer auflegte (84.). Note: 4,5

Sokratis: Lieferte eine deutlich unauffälligere Leistung als sein Nebenmann ab - was in diesem Fall durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Stand absolut sicher und gewann seine Zweikämpfe am Boden und in der Luft. Nur kurz vor Ende der 90 Minuten ließ er einmal Firmino in seinem Rücken entwischen - das allerdings hätte das Aus bedeuten können (85.). Note: 3

Marcel Schmelzer: In Abwesenheit von Hummels, Weidenfeller und Reus lief der Linksverteidiger als BVB-Kapitän auf - und wetzte 120 Minuten seine Seite rauf und runter, als gäbe es kein morgen. Nach schwachem Anfang mit zwei Fehlpässen in zwei Minuten steigerte er sich und hatte ordentliche Offensivaktionen, seine Standards waren deutlich gefährlicher als zuletzt so oft.Zwischenzeitlich mit einigen Problemen in der Rückwärtsbewegung, die er aber bis zum Schluss mit großer Energieleistung und aufopferungsvollem Kampf wettmachte. Note: 3

Sven Bender (bis 63.): Gewann etwas mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe - für den Mittelfeld-Abräumer ein deutlich unterdurchschnittlicher Wert. Einige wichtige Ballgewinne allerdings waren dabei. Auch seine Passquote war eher mau - das allerdings kommt bei ihm nicht ganz so überraschend. Nach rund einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Ilkay Gündogan: Er hatte die erste Dortmunder Torgelegenheit, doch sein Schuss aus halblinker Position geriet zu einem kläglichen Roller weit am Tor vorbei. Hatte ansonsten seine Lichtblicke, wenn er sich im Zentrum energisch durchsetzte und Offensivaktionen initiierte - etwa kurz nach der Halbzeitpause, als er nach Doppelpass mit Kagawa aber zu zentral abschloss (50.). Davon hätten es aber gerne einige Szenen mehr sein dürfen - wenngleich er sich in Durchgang zwei deutlich steigerte. Im Defensivzweikampf geht ihm allerdings nach wie vor die Robustheit ab. Note: 3,5BVB-Ausfälle

Jakub Blaszczykowski: Mit seiner Kopf-durch-die-Wand-Herangehensweise war der polnische Nationalspieler in Durchgang eins noch der beste BVB-Offensivspieler, der einige gefährliche Hereingaben von der rechten Seite brachte und so etwa eine gute Gelegenheit für Kagawa vorbereitete. Aber auch ihm unterliefen zu viele Ungenauigkeiten - etwa, als er rechts frei durchbrach, aber sich den Ball zu weit vorlegte (58). Note: 3

Shinji Kagawa: Steuerte ein paar hübsche Szenen bei: einen gelupften Steilpass auf Aubameyang (37.) oder einen Doppelpass mit Gündogan (50.). Wirkte allerdings immer etwas hektisch, wenn er an den Ball kam - auch deswegen ließ er einige gute Torgelegenheiten aus. Note: 4

Henrikh Mkhitaryan (bis 101.): Er brachte den ersten Dortmunder Schuss aufs Tor - allerdings genau auf Torhüter Baumann (9.). Viel mehr fiel ihm vor der Pause nicht mehr ein. Danach steigerte er sich wie die meisten Dortmunder und bereitete eine gute Gelegenheit für Aubameyang vor (61.). In der Verlängerung von Subotic lang geschickt, nahm den Ball gut herunter - und jagte ihn auf den Oberrang (98.). Und so blieb abermals das Gefühl, dass er sein zweifellos großes Potenzial derzeit nicht abrufen kann. Note: 4,5

Pierre-Emerick Aubameyang (bis 113.): Lange blieb der schnelle Stürmer praktisch unsichtbar, weil ihm die Hoffenheimer keine Tempoläufe in den Rücken der Abwehr gestatten. Hatte dennoch zwei gute Gelegenheiten, die er allerdings liegen ließ (37., 48.). Beim dritten Versuch klappte es dann, als er sich im Stand gegen Strobl durchsetzte und einköpfte (57.). Kurz vor Schluss mit Krämpfen ausgewechselt. Note: 3

Sebastian Kehl (ab 63.): Kam für Bender. Trug mit seiner Routine zunächst dazu bei, dass der BVB die Hoffenheimer immer besser in den Griff bekam - und entschied mit einem spektakulären Volleyschuss die Partie für den BVB (107.). Note 2

Kevin Kampl (ab 101.): Kam für Mkhitaryan - und brachte in der 111. Minute das Kunststück fertig, den Ball aus allerkürzester Distanz über das Tor zu schießen und so die endgültige ENtscheidung zu vergeben. Ohne Note

Adrian Ramos (ab 113.): Kam für Aubameyang. Ohne Note