Langerak empfiehlt sich gegen St.Pauli für weitere BVB-Einsätze

Daumen hoch: Mitch Langerak war seinem BVB am Millerntor ein solider Rückhalt.
Daumen hoch: Mitch Langerak war seinem BVB am Millerntor ein solider Rückhalt.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Seit Sommer 2010 spielt Mitch Langerak für Borussia Dortmund, seitdem steht er meist im Schatten von Nationalspieler Roman Weidenfeller. Beim 3:0-Sieg gegen St. Pauli zeigte der Australier aber nicht zum ersten Mal, dass er mehr sein kann als nur ein Stellvertreter.

Hamburg.. Ruhig und konzentriert beantwortete Mitch Langerak die Fragen der Journalisten in den Katakomben des Millerntor-Stadions, wo Borussia Dortmund gerade im DFB-Pokal mit 3:0 gegen St. Pauli gewonnen hatte. Und obwohl es die Fragesteller gleich mehrmals versuchten: Zu einer Kampfansage gegen den geschonten Stammtorwart Roman Weidenfeller ließ sich der 26-jährige Australier nicht bewegen. "Ich muss zeigen, dass ich da bin, wenn der Trainer mich braucht, das ist mir heute gut gelungen", lautete die stets nur leicht variierte Antwort.

Ähnlich souverän hatte Langerak zuvor auf dem Platz agiert: Sören Gonthers Kopfball (39.) wehrte er ebenso stark ab wie Dennis Daubes Versuch aus kurzer Distanz (57.). Und als John Verhoek halblinks im Strafraum auftauchte, riskierte er Kopf und Kragen, um zu klären (49.). Dass der Australier sich selbst nicht schont, ist freilich nichts Neues: Bei einem Champions-League-Spiel in Neapel büßte er einst einen Teil seiner Vorderzähne ein, weil er mit dem Pfosten kollidierte.

Fast noch mehr als Langeraks Paraden beeindruckte seine Ausstrahlung; vor allem mit Ball am Fuß strahlte er eine Sicherheit aus, die der Dortmunder Nummer eins Weidenfeller oft abgeht.

Langerak hat gute Erinnerungen an die Bayern

Im nächsten Bundesligaspiel beim FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) dürfte dennoch wieder Weidenfeller zwischen die Pfosten rücken - obwohl Langerak beste Erinnerungen an die Münchner hat: Gegen die Münchner feierte er im Februar 2011 sein Bundesliga-Debüt für den BVB (3:1), beim 5:2-Sieg im DFB-Pokalfinale 2012 wurde er in der ersten Halbzeit für den verletzten Weidenfeller eingewechselt.

Ob er gegen diesen Gegner nicht besonders gerne spielen würde? Langerak grinst. "Mein Debüt war in München, das war gut", sagt er - bevor der bereits bekannte Satz folgt: "Ich muss immer bereit sein, zu spielen. Und wenn der Trainer mich braucht, bin ich da."