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Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott

06.09.2010 | 13:30 Uhr
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott

Dortmund.BVB-Trainer Jürgen Klopp unterstützt den angekündigten Derby-Boykott der Borussen-Fans. „Unsere Leute müssen Klaas-Jan Huntelaar nicht finanzieren“, kritisierte er Schalkes Eintrittspreise. Der Reviernachbar hält dagegen.

Der angekündigte Derby-Boykott vieler BVB-Fans hat mittlerweile auch die Verantwortlichen erreicht und zu Stellungnahmen animiert. Am deutlichsten wurde Borussia-Trainer Jürgen Klopp in der Bild-Zeitung. „Ich finde es gut, dass unsere Leute nicht hingehen, um Klaas-Jan Huntelaar zu finanzieren“, sagte er. Dortmunds Pressesprecher Josef Schneck sagte Spiegel Online, es sei schon „eine ungewöhnliche Preiserhöhung für ein Einzelspiel“. Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim-Watzke äußerte „Verständnis für unsere Fans“, machte aber auch deutlich, dass die Preispolitik Sache der Schalker sei.

Video
Die Iniative "Kein Zwanni für´n Steher" erläutert, warum einige BVB-Fans das Derby im September 2010 boykottieren.

Beim Revier-Rivalen Schalke zeigten sich die Verantwortlichen entspannt. „Wir haben das in der Bundesliga übliche System der Top-Zuschläge übernommen“, sagte Finanzvorstand Peter Peters. „Und wir haben uns auch nicht darüber beschwert, dass der BVB schon seit Jahren einen Top-Zuschlag für das Derby erhebt.“

Kartenumtausch bis 10. September verlängert

Borussia Dortmund hat die Frist zur Rückgabe von Dery-Tickets verlängert. Statt am Mittwoch, 8. September, endet die Frist nun am Freitag, 10. September. Viele Fans hatten sich angesichts der kurzen Frist beschwert. Die Initiatoren des Derby-Boykotts hatten befürchtet, dass so nur wenige Fans die Möglichkeit hätten, ihre Tickets zurückzugeben. Die Fristverlängerung bis Freitag sollte aber die Ausnahme sein. Aus organisatorischen Gründen bittet der BVB, dass die Karten dennoch möglichst bis Mittwoch zurückgegeben werden. Die Rückgabe kann persönlich oder per Post erfolgen.

BVB-Pressesprecher Josef Schneck hat klargestellt, dass Karten für das Derby in Gelsenkirchen, die an den BVB retourniert werden, von Seiten des Vereins nicht in den freien Verkauf gegeben werden. Der BVB hatte sich in diesem Zusammenhang dazu bereit erklärt, bereits verkaufte Eintrittskarten für dieses Spiel wieder zurückzunehmen und den Fans die Kosten zu erstatten. Dass die zurückgegebenen Tickets nicht erneut von Seiten des BVB verkauft werden, begründete Schneck damit, dass schwer einschätzbar sei, wer diese Karten dann erwerben würde.

Laut DFL-Statuten muss der Gastverein die nicht verkauften Karten eine Woche vor dem Spieltermin an den Gastgeber zurückgeben.

Geld zurück

Fans, die sich am Boykott beteiligen, sollten ihre Karte an den BVB schicken und bekommen dann den Kaufpreis per Überweisung erstattet, inklusive der Vorverkaufsgebühr, aber ohne etwa angefallenes Porto. Die Tickets können auch nur bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, bei denen die Karten erworben worden sind.

Aufgrund eines technischen Problems bei einem Ticket-System-Anbieter hat der Vorverkauf beim BVB für das Heimspiel gegen den FC Bayern München (übrigens mit Top-Zuschlag) am 3. Oktober mit etwas Verspätung begonnen. Die Karten für das Topspiel sind jetzt in den Vorverkaufsstellen und auch online erhältlich.

 

DerWesten

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Kommentare
06.10.2010
07:06
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von JürgenBOT | #123

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.09.2010
15:59
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von zwischendurch | #122

es lebe das Lied von Cindy und Bert


Immer wieder sonntags, kommt die Erinnerung....

ein Prost auf Raul und Hunter

08.09.2010
15:25
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von Felix M. | #121

@#46 von greddy: Das ist Schwarzmarkt und verstößt gegen die Plattformregeln. Neben dem Ticket kann dann auch gut eine Strafanzeige kommen.

08.09.2010
14:39
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von schwarzgelbesMaskottchen | #120

Derbyboykott: Wähle deine Konsumenten

Schalke 04 und Borussia Dortmund sind wohl die größten Rivalen im deutschen Fußball. Das Spiel zwischen den beiden Teams, deren Städte nur ein bisschen mehr als 30 km auseinander liegen, wurde vom World Soccer Magazine auf den siebten Platz der größten Fußball Derbys der Welt gewählt. Es ist das Spiel, auf das die Fans beider Mannschaften die ganzen Saison lang warten. Ohne Frage, es ist das wichtigste Spiel des Jahres für sie.

Diese Saison wird das Spiel am Sonntag den 19. September stattfinden, aber etwas wird anders sein:

Weit mehr als 200 Fangruppen von Borussia Dortmund unterstützen einen Boykott des Spiels und werden nicht zur Veltins Arena, dem Stadion der verhassten Nachbarn, fahren. Was musste passieren, damit eingefleischte Fans an den Punkt gebracht werden, an dem sie es in Kauf nehmen, ein Spiel zu verpassen? Stell dir vor, es geht ums Geld.

In der deutschen Bundesliga ist das Heimteam verpflichtet, 10 % der Tickets den Auswärtsfans anzubieten. Diese rund 6200 Karten für Dortmund Fans sind normalerweise in Sekunden ausverkauft. Dieses Jahr allerdings hat Schalke die Preise für einen Stehplatz auf 22 € und für einen Sitzplatz auf 55 € erhöht und erzürnte damit die Dortmund Fans.

Wenn man in den USA lebt und an Kartenpreise wie in der NFL gewöhnt ist oder wenn man in England lebt und die Kartenpreise der Premier League gewöhnt ist, kann man sich kaum vorstellen, dass die Leute sich über Karten beschweren, die umgerechnet nur 28 US$ / 18 GBP kosten. Die deutsche Bundesliga ist dagegen bekannt für eher moderate Kartenpreise.

Die treuen Fans auf den Stehplätzen sind es nicht gewohnt mehr als 15 € für ein Spiel zu bezahlen, insofern sind die 22 € die Schalke verlangt 50 % mehr, als sie erwarten würden.

Gleichzeitig wird die Bundesliga, von den vier oder fünf großen europäischen Fußballligen, als diejenige angesehen, in der die Stadionatmosphäre die beste ist und sie kann den höchsten Zuschauerschnitt des Kontinents aufweisen.

Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL, erklärt: „Der Erfolg der Bundesliga liegt in dem Wert der Fans für die Klubs. Daher werden die Kartenpreise so günstig gehalten. [Die Klubs] sind sehr fanorientiert.“ Die Fans in Deutschland sorgen sich nun, dass diese Tage bald vorbei sein werden. Sie haben die Entwicklung in anderen Liegen wie z.b. England über die letzten 20 Jahre genau beobachtet, in denen Klubs sich von lokalen Fußballvereinen zu globalen Marken entwickelten, Stehtribünen geschlossen wurden, Kartenpreise in die Höhe schossen, Zuschauer die lautstarken Fans ersetzten und die Atmosphäre von begeisternden gemeinschaftlichen Gesängen zu opernhaftem „bleib ruhig und genieß“ wandelte.

In ihrem Boykottaufruf haben die Dortmunder Fans sich wie folgt geäußert:

„Natürlich fällt es schwer, den Verein im Derby nicht zu unterstützen. Wir wollen aber auch in Zukunft weiterhin farbenfrohe und lautstarke Kurven und nachfolgende Generationen, die die Faszination Fußball und Borussia im Stadion erleben können. Um dafür zu kämpfen, ist dieser Schritt leider notwendig. Die Mannschaft wird darüber informiert.“

Die Diskussion ist voll entbrannt. Wer hat recht, wer liegt falsch?

Offenkundig wird Schalke ein Spiel ausverkauft bekommen, für das mehr als 100000 Karten verkauft werden könnten, da spielt es keine Rolle ob 6200 Dortmund Fans mehr oder weniger im Stadion sind. Vermutlich werden selbst die Plätze im Gastbereich mit Dortmund Fans gefüllt sein, nur nicht die treuen Fans, die in Fanclubs organisiert sind, sondern besser betuchte, unorganisierte Fans, die sich nicht für einen Fanboykott oder die Fanszene im Allgemeinen interessieren.

Auf den ersten Blick ist das ein ökonomisch idiotensicheres Vorgehen – erhöhe die Kartenpreise und verkaufe immer noch die gleiche Menge. Aber ein Haken ist dabei: Nicht alle Kunden sind die gleich. Die boykottierenden Fans sind treu und sind sogar Teil des Produktes geworden. Wie bei jeder anderen Fußballliga sind die Einnahmen der Bundesliga aus spieltagsbezogenen Einnahmen, Sponsoren- und Übertragungseinnahmen zusammengesetzt. Wird nun probiert die Spieltagseinnahmen zu steigern, werden die Tribünen weniger farbenfroh und lautstark sein, denn einige der Fans die für die Stimmung sorgen, werden durch die Preise verdrängt. Dies würde den atmosphärischen Wert des Produktes reduzieren, das Spiel unattraktiver im Fernsehen aussehen lassen, was möglicherweise zu niedrigeren Übertragungs- und Sponsoreneinnahmen führen könnte und langfristig würden eventuell auch die Gelegenheitsbesucher etwas im Stadion vermissen und das Spiel lieber vor dem TV sehen, anstatt ins Stadion zu gehen.

Ich muss eingestehen, dass diese Sichtweise vereinfacht und schwarz-weiß-malerisch ist, denn einige Verantwortliche der Bundesliga behaupten, dass höhere Kartenpreise es ermöglichten, bessere Spieler zu verpflichten, was zu höherer Wettbewerbsfähigkeit führen würde und wodurch wiederum höhere Einnahmen aus den internationalen Wettbewerben resultieren usw. Vielleicht stimmt nur eine dieser Sichtweisen, ich habe noch keine finale Antwort dazu welche das ist.

Indes ist mein Punkt ein anderer und zwar etwas, worüber man nicht allzu oft etwas in Marketinglehrbüchern liest: Man hat die Wahl. Man kann sich seine Kunden auswählen. Das sollte man weise machen.

Zu vielen Gelegenheiten, hat man die Möglichkeit, seinen Kundenstamm zu wechseln, um kurzfristig die Gewinne zu erhöhen. Jedoch kennt man seine neue Kundschaft schlechter als die Alte. Man weiß nicht viel über ihre Motivation, ihre Treue usw. Es steckt ein Risiko darin, die alten Kunden durch neue profitablere Kunden zu ersetzen, denn die Neuen könnten weiterziehen und ein Geschäftsmodell zurücklassen, das weder alte noch neue Kunden hat.

Dieses Risiko zu erkennen, fällt schwer, denn kurzfristig optimiert man sein Geschäft, während man es mittel- bis langfristig einem Risiko aussetzt. In Zeiten von immer schnelllebigeren Berichtszeiträumen und kürzeren Betriebszugehörigkeiten von Managern ist es nicht einfach, andere zu überzeugen, von einer kurzfristigen Profitmaximierung wegen ungeklärten langfristigen Risiken abzusehen.

Es sieht so aus, als ob die Bundesligaklubs genau vor dieser Frage stünden. Das Spiel wird am 19. September in einem ausverkauften Stadion stattfinden. Die Atmosphäre hingegen wird nicht so gut wie gewohnt sein. Es ist die Entscheidung der Klubs, ob das eine Rolle spielt oder nicht, genauso wie es ihre Entscheidung ist, welches Kunden ihre Zielgruppe sind.

Johannes Musseleck, Business Game Time - Linking Sports and Business

aus dem Englischen von mrg, WBSTRR
PRO Revierfußball!

08.09.2010
14:07
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von zwischendurch | #119

ich möchte das Spiel gegen den FC Bayern München wegen überhöhter Preise boykottieren. Kloppi, machst Du mit?

08.09.2010
13:27
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von Essener | #118

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07.09.2010
18:55
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von schwarzgelbesMaskottchen | #117

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07.09.2010
18:20
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von Thommes | #116

Junge Junge. Es ist schon bezeichnend, dass sich die Fans der Dortmunder bei diesem Thema zu den Rächern der Enterbten erheben wollen.

Zur Saison 08/09 erhöhte Dortmund die Eintrittspreise um 20 % !!!!. Zur Saison 09/10 nochmal um 3 %. Macht innerhalb von 2 Jahren eine Preissteigerung von 23 % und das dauerhaft. Dazu kommen Topzuschläge für insgesamt 6 Heimspiele in Höhe von jeweils 20 %.

Seltsam, dass da kein Boykott der eigenen Heimspiele statt fand, wo man doch so auf eine gerechte Preisgestaltung erpicht ist. Ausgerechnet jetzt und natürlich rein zufällig, organisiert man einen Boykott des Spiels auf Schalke. Aber nein, das hat natürlich nichts damit zu tun, dass man den Boykott beim Erzrivalen durchführt. Nein, es ist allein der Sache geschuldet. Glaubt das tatsächlich jemand? Da kann ich wirklich nur lachen.

Und dann spannt sich der Klopp auch noch selbst als Zugpferd vor den Karren, um sich als Heiland von seinen Fans feiern zu lassen. Dem ist aber auch wirklich nichts zu peinlich, um sich irgendwie anzubiedern.

Das Ganze mit dem Hintergrund betrachtet, dass es in Dortmund schon seit Jahren diese Topzuschläge gibt (Auf Schalke erst seit dieser Saison und auch nur bei 3 Spielen) und die Preise um mehr als ein Fünftel in den letzten beiden Jahren gestiegen sind, zeigt nur überdeutlich, wie lächerlich, unreflektiert, inobjektiv und dumm Klopp hier aufgetreten ist und sich auch die Boykottanhänger verhalten.

Ein Vereinsoffizieller ist Klopp noch dazu als Trainer. Peinlicher kann man sich nicht verhalten und noch weniger Sachverstand bezüglich der Materie, auch in Bezug auf die Preisverhältnisse im eigenen Club, kann man auch nicht zeigen.

Daher passt der folgende Spruch wie die Faust aufs Auge zu Klopp.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fre..e halten!

Sorry aber so drastisch muss man das schon sagen, denn seine Aussagen sind geistiger und polemischer Dünnpfiff.

Wenn man gegen generell steigende Ticketpreise vorgehen will, hätte man damit schon lange anfangen können/müssen und zwar gerade schon im eigenen Haus.
Dadurch, dass sich das Ganze jetzt gegen den Erzrivalen richtet, verliert das Alles an Glaubwürdigkeit und ist nichts weiter als ein Hieb gegen den ungeliebten Konkurrenten.

07.09.2010
18:16
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von greddy | #115

Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott

Wie sieht die Unterstützung von Klopp aus?
Hilft er bei der Rücknahme und der Rücküberweisung Zahlungen?

Kauft er die Karten bei den ebay Händlern?

Oder ist die Unterstützung nur ein hohler Spruch?

07.09.2010
15:22
Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott
von GenervterFußballfan | #114

Manchmal denke ich die Preise können gar nicht hoch genug sein um solche Idioten aus den Stadien herauszuhalten. Wenn schon 12-jährige Kinder anfangen von Zecken zu reden (von idiotischen Vätern so vorgekaut), dann ist eindeutig etwas schief gelaufen.

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