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Kerem Demirbay lehnte Vertragsangebot des BVB ab

14.01.2013 | 18:56 Uhr
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Kerem Demirbay lehnte Vertragsangebot des BVB ab
Im Sommer zum Hamburger SV: Kerem Demirbay.Foto: Sascha Fromm

Belek.  Fußball-Drittligist BVB 2 ist im Trainingslager im türkischen Belek angekommen. Natürlich wurde auch über den bevorstehenden Transfer von Kerem Demirbay zum Hamburger SV geredet. Der 19-Jährige hatte ein Angebot des BVB abgelehnt.

Der BVB 2 hat es gut angetroffen in Belek. Kein Regen wie in der Vorwoche, keine empfindliche Kälte wie zuletzt. Stattdessen Temperaturen um die 14 Grad und eine Mischung aus Sonne und Wolken. Das Wintertrainingslager, das bis kommende Woche Montag dauert, läuft gut an. Mit dabei nicht nur Neuzugang Christian Knappmann, sondern auch Kerem Demirbay, der mit der Nachricht über seinen Wechsel zum Hamburger SV am Wochenende für Diskussionsstoff gesorgt hatte.

Demirbay wird im Sommer an die Elbe wechselt und erhält dort einen Vier-Jahres-Vertrag. „Er ist ein Riesentalent“, hatte ihn HSV-Sportchef Frank Arnesen auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag angekündigt.

Wagner hätte ihn gern gehalten

Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich Borussen-Coach David Wagner naturgemäß nicht besonders angetan von dem Verlust. „Ich hätte ihn gern gehalten. Ich weiß auch, dass Michael Zorc ihm ein gutes Angebot gemacht hat und Jürgen Klopp ihm in einem langen Gespräch die guten sportlichen Perspektiven aufgezeigt hat“, sagte Wagner. Der U 23-Coach erklärte, dass er Demirbays Entschluss akzeptieren müsse, ihn aber nicht nachvollziehen könne.

Am Rande
Unzola bleibt beim BVB 2

Hervenogi Unzola bleibt nun doch zumindest bis zum Saisonende beim BVB. Da Marcel Halstenberg nach dem Transfer von Chris Löwe zum 1. FC Kaiserslautern in den Bundesliga-Kader aufgestiegen ist, kann David Wagner einen weiteren Linksverteidiger durchaus gebrauchen. Unzola wird nach dem Trainingslager in Belek wieder zum Kader stoßen.

A-Junior Jeremy Dudziak, der zunächst für das Trainingslager eingeplant war, ist aufgrund einer fiebrigen Erkrankung zu Hause geblieben.

  Im Klartext heißt das: Demirbay wurde offeriert, wie zuvor Koray Günter, Jonas Hofmann oder jetzt auch Marcel Halstenberg in den Profikader aufzurücken und unter Jürgen Klopp zu trainieren. „Wir haben das auch Kerem angeboten, er hat es aber abgelehnt“, so Wagner, der natürlich auch um die Problematik weiß, dass der Sprung von der 3. Liga in den Kader der Meistermannschaft sehr groß sei.

Vollgas bis zum Ende

Trotz der Absage: Das gute persönliche Verhältnis zwischen Trainer und dem 19-Jährigen wird nicht belastet. „Kerem ist ein richtig guter Junge. Ich bin mir sicher, dass er bis zum Ende der Saison absolut Vollgas geben wird“, zeigte sich Wagner von der Einstellung des Mittelfeldspielers überzeugt.

Parallelen zum Vorjahr werden deutlich, allerdings unter anderen Vorzeichen. Im Frühjahr der abgelaufenen Saison standen auch die Abgänge von Boyd, Paurevic und Vrancic fest. „Die drei haben bis zum Schluss alles gegeben. Damals ging es um den Aufstieg. Jetzt lautet die Vorgabe Klassenerhalt.“

Konzentration aufs Trainingslager

Dass noch weitere Spieler dem Vorbild Kerem Demirbay folgen und sich vom BVB 2 verabschieden werden, daran glaubt Wagner nicht. Es gebe eine Absprache mit Michael Zorc, so der Trainer, dass in dieser Transferperiode niemand mehr gehe.

Doch zunächst gilt die Konzentration dem Trainingslager in Belek. Der BVB-Tross kennt die Verhältnisse noch bestens aus dem Vorjahr. Der Platz, der nur wenige Bus-Minuten entfernt liegt, sei in ausgezeichnetem Zustand. Bereits am Sonntag nach der Ankunft hatte David Wagner zum ersten Training gebeten. Er selbst habe sich zusammen mit Teammanager Ingo Preuß zudem noch das Testspiel zwischen Burghausen und em 1. FC Köln beobachtet. Durchaus verständlich, bestreiten die Borussen doch am 26. Januar das erste Spiel des neuen Jahres bei Wacker Burghausen.

Peter Kehl

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