Kehl sieht einen der "schlimmsten Fehlschüsse" seiner Karriere

BVB-Kapitän Sebastian Kehl ärgerte über seine vergebene Riesenchance.
BVB-Kapitän Sebastian Kehl ärgerte über seine vergebene Riesenchance.
Was wir bereits wissen
BVB-Kapitän Sebastian Kehl ärgerte sich nach dem 1:1 in Mönchengladbach über seine vergebene Riesenchance kurz vor dem Abpfiff. Auch Michael Zorc, Jürgen Klopp und Ilkay Gündogan waren nicht wirklich glücklich über den Spielverlauf. Die Stimmen zum Spiel des BVB in Mönchengladbach.

Mönchengladbach.. Sebastian Kehl, Sie hätten Sekunden vor dem Abpfiff für den Siegtreffer sorgen können. Sie standen fünf Meter vor dem leeren Tor, als der Ball kam. Was ist dann passiert?

Sebastian Kehl: Ich könnte jetzt sechs Ausreden erfinden und Gründe nennen, warum ich den Ball drüber geschossen habe. Der Kevin Großkreutz steht vor mir und ich weiß nicht, ob er an den Ball kommt oder nicht. Und dann ist der Ball fast schon an mir vorbei, da komm’ ich eigentlich nur noch mit einer Grätsche hin und nicht mehr richtig hinter den Ball.

Also doch nicht Ihr Fehler?

Kehl: Ich nehme das ganz klar auf meine Kappe. Ich hätte dafür sorgen können, dass wir jetzt etwas glücklicher hier stehen würden und nicht enttäuscht nach Hause fahren müssen. Dieses Ding kommt nach meiner Karriere vermutlich in mein Ranking der schlimmsten Fehlschüsse.

Sind Sie froh, wenn am Mittwoch gegen die Bayern endlich wieder jemand da ist, der etwas mehr vom Tore schießen versteht als Sie?

BVB in der Einzelkritik Kehl: Natürlich freue ich mich, dass am Mittwoch Robert Lewandowksi wieder spielberechtigt ist. Aber daran hat es heute nicht gelegen. Mario Götze hat das sehr gut gemacht, er kann das spielen.

Glauben Sie, dass die Enttäuschung Ihnen und Ihren Kollegen noch bis Mittwoch nachhängen wird?

Kehl: Nein. Das ist ein völlig anderes Spiel, ein anderer Wettbewerb. Das ist noch einmal eine Möglichkeit, die Bayern in einem Wettbewerb zu schlagen. Das ist ja sonst schwer möglich.

Klopp: "Es ibt Schlimmeres als ein 1:1 in Mönchengladbach"

Michael Zorc: Wir haben das Spiel bis zur 60. Minute beherrscht, aber ab dann zu viele Bälle im Mittelfeld verloren und Gladbach ins Spiel gebracht. Jetzt müssen wir mit einem Punkt nach Hause fahren, vom Spielverlauf her wären aber drei möglich gewesen.

Ilkay Gündogan: Der Punkt für die Gladbacher ist aufgrund der zweiten Halbzeit gar nicht mal so unverdient. Wir haben sie mit langen Bällen ins Spiel kommen lassen. Eigentlich wollten wir in der zweiten Halbzeit noch eine Schippe drauflegen und unseren zweiten Platz in der Tabelle verteidigen. Das ist uns nicht gelungen.

Jürgen Klopp: Ich bin nicht richtig glücklich mit diesem Punkt, weil wir 60 Minuten lang ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert haben. Wir haben dann aber nicht mehr so klar Fußball gespielt. Aber es gibt Schlimmeres als ein 1:1 in Mönchengladbach.