Kagawas Tor hält den BVB an der Tabellenspitze
11.02.2012 | 18:11 Uhr 2012-02-11T18:11:36+0100
Dortmund. Borussia Dortmund hat die Tabellenführung erfolgreich verteidigt und Bayer Leverkusen die Generalprobe für den Champions-League-Hit gegen den FC Barcelona gründlich verdorben. Beim BVB war Shinji Kagawa mit einer tollen Einzelaktion der Matchwinner.
Meister gegen Vizemeister, aber auch: Tabellenführer gegen den mit einem Dutzend Punkten Abstand dahinter liegenden Sechsten. Immerhin durfte sich Bayer Leverkusen aber geehrt fühlen. Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte vor dem Anpfiff schließlich erklärt, er fände das rheinische Trüppchen „unfassbar gut“. Am Ende erwies sich das nur als teilweise richtig. Der BVB gewann mit 1:0 (1:0) durch ein Tor von Shinji Kagawa, stellte damit die Serie 15-Spiele-in-Folge-ohne-Niederlage aus der Titelsaison ein, schickte die Gäste jedoch mit der Gewissheit zurück nach Hause, als Bollwerk fast tadellos zu funktionieren. Das könnte ihnen am Dienstag in der Champions League gegen den ziemlich unfassbaren FC Barcelona helfen.
Vielleicht nicht unfassbar gut, aber doch den Namen nach auf gehobenem Niveau besetzt war Leverkusens Bank. Michael Ballack hatte dort seinen Stammplatz eingenommen. Und auch der Brasilianer Renato Augusto, dessen Einsatz erwartet worden war, wurde von Trainer Robin Dutt nach längerer Pause erst nach einer Stunde (für Kapitän Simon Rolfes) wieder in die Startelf eingegliedert. Weil darüber hinaus mit dem gesperrten Kadlec, mit Sam, Derdiyok und Barnetta hochwertiges Personal nicht zur Verfügung stand, tauchten auf dem Platz unter anderem Bastian Oczipka als Kadlec-Vertreter hinten links und Vedran Corluka hinten rechts auf.
Bender zurück in der Mannschaft
Dortmund dagegen schöpfte aus dem Vollen. Das Fehlen von Jungmegastar Mario Götze war ja auch in den vergangenen drei furios siegreich beendeten Partien nach Rückrundenstart überraschend nicht aufgefallen. Der zuletzt verletzte Sven Bender kehrte auf der schwarzgelben Seite ebenso in die Mannschaft zurück wie sein parallel verletzter Zwilling Lars auf der diesmal provokant (Trikot-)blauen Seite der Leverkusener. Team. Und für den Ur-Borussen wurden nach 20 Minuten beste Zweikampfwerte ausgewiesen. Alle gewonnen. Nur über die Partie sagte das wenig aus. Die wurde bis zur 20 Minute von beiden Parteien energisch geführt, beide Trainer durften auch mit der taktischen Vorstellungen ihrer Mannschaften zufrieden sein, Chancen wurden allerdings nicht erwirtschaftet.
Es war Großkreutz, der nach einer weiteren Viertelstunde, in der man energisch aneinander abarbeitete, zumindest eine Minimöglichkeit auf den Kopf serviert bekam. Bayer-Torhüter Bernd Leno parierte, ebenso wie in Minute 40. Wieder Großkreutz, diesmal mit einer von Robert Lewandowski auf den Fuß gelegten Minimöglichkeit. Endstation: Leno. Mit den Minimöglichkeiten spielten sich die Dortmunder aber offensichtlich warm für den großen Coup im eisgekühlten eigenen Stadion. Jabub Blaszczykowski brachte den Ball im Fallen auf den langen Weg zu Shinji Kagawa. Und der wieder herausragende Japaner tanzte Oczipka in der rechten Strafraumhälfte aus, legte sich den Ball vom rechten auf den linken Fuß, zog ab, nach links unten. 1:0. Pausenführung.
Großkreutz vergibt Riesenchance
Weil Leverkusen nicht dazu bereit war, diese Führung als Signal zum Kettenöffnen zu bewerten, setzte sich das Suchen nach den Lücken in Runde zwei nahtlos fort. Dortmund suchte offensiver. Bayer dichtete ab, hatte aber dennoch in Minute 52 die erste Chance in dieser Partie. Durch Andre Schürrle. Aus der Distanz. BVB-Torhüter Roman Weidenfeller verhinderte den Einschlag. Danach wurde der BVB fündig. Neven Subotic setzte einen von Manuel Friedrich mit einem Foul an Lewandowski verschuldeten Freistoß von der Strafraumgrenze aus gefühlvoll neben das Tor von Bernd Leno (60. Minute). Großkreutz vergab in Minute 65 ausnahmsweise eine Riesenchance. Und drei Minuten später hätte Bayer-Stürmer Stefan Kießling bei einer Abwehraktion beinahe dem eigenen Team den Ball ins Netz befördert.
Das wars. Dass Klopp in der 77. Minute noch Lucas Barrios, den Edel-Bänker, für Lewandowski auf den Rasen schickte, brachte unter dem Strich vor allem Bewegung auf die Tribünen. Man schätzt den Mann und wird ihn auf dem Weg zur Titelverteidigung sicher noch brauchen.

16:17
Sind noch 39 Punkte in der Verlosung?
Hab ich was verpasst, oder hat der DFB uns die Meister-Schale wegen des schönen Angriffs-Fußball schon am 21.Spieltag überlassen? Was sagen die Bayern dazu? Gladbach? Schalke?
Die Wirklichkeit sieht doch anders aus. Mir ist ehrlich gesagt völlig schnuppe, was die Anderen machen und am Samstag konnte man ein Taktik-Festival erleben, geprägt von äußerst starken Leverkusenern, die unsere bekannte Spielkultur schon an der Mittel-Linie fast immer im Keim erstickten.
Natürlich kann man über Kevin oder Lewa meckern, aber ich kenne keine Spitzenmannschaft, selbst Barca oder ManU, die jede Chance versenken.
Ich hatte vorher von einem dreckigen 2:1 gesprochen, jetzt wurde es ein knappes 1:0. Völlig Latte, spricht morgen keiner mehr drüber und 3 Punkte auf die Plus-Seite. Klar können wir uns hinstellen und von der CL oder gar Meisterschaft faseln, aber WEM ist denn damit bei noch fast 40 Punkten geholfen?
Die Bayern haben eine enorm hohe Qualität und das auch in Stuttgart und jetzt gegen Lautern bewiesen. Und Gladbach hat in der ersten Halbzeit gegen Schalke gezaubert, wie Götze und Co. in besten Zeiten. Und Schalke hat eine große Qualität und Erfahrung auf dem Platz.
Bleiben wir alle schön auf dem Teppich, zählen uns gerne zu den Anwärtern auf europäische Plätze und gucken, auch wenn es banal klingt, von Spiel zu Spiel. Kann schon in Berlin wieder ganz anders aussehen, denn die stehen mit dem Rücken an der Wand und haben uns schon mal richtig geärgert. Und das nicht jeder Meister im Folgejahr so souverän aufspielt, haben wir doch vor Kurzem in Wolfsburg und Stuttgart nach den Meisterjahren erlebt....
Glück auf, Danke an die Jungs für die drei Punkte und nur der BVB !!
13:03
Also mal ehrlich jetzt:
Die großen Töne können andere besser spucken, Kloppo und Co. konzentrieren sich auf das, was sie am besten können und das ist einen guten und erfolgreichen Fußball zu spielen.
Ist man schon am 21. Spieltag Meister? Natürlich nicht und ein Blick in die Historie beweist, wie viele Mannschaften, die da oben standen, am Ende nicht Meister geworden sind. Letzte Saison hat man nach dem Sieg in München klar seine Ansprüche formuliert, dafür besteht bei 2 Punkten Vorsprung aktuell kein Grund .
Die Bundesliga ist wohl die ausgeglichenste Liga in Europa, da kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen. Es gilt keinen Gegner zu unterschätzen, auch nicht Hertha am nächsten WE. Die stehen mit dem Rücken zur Wand und die Medien werden vermutlich nur über die Höhe des Sieges spekulieren. Das wird Klopp glücklicherweise nicht tun, haben uns doch die Berliner im Hinspiel eine Niederlage zugefügt.
Es hat keiner in Dortmund davon gesprochen, dass der Titel letzte Saison zu früh kam. Man hat nur versucht, diese Leistung realistisch einzuordnen und davon nicht den Anspruch abzuleiten, dass es in Zukunft automatisch so weiter geht. Natürlich ist es kein Zufall, dass wir wieder oben mitmischen, aber wir können nur in 2 Spielen pro Saison direkt die Leistung der Gegner beeinflussen. In den anderen 32 Spielen haben wir also keinen Einfluss darauf, wie erfolgreich sie spielen.
Klopp hat immer betont, dass es schwierig ist, uns zu schlagen. Das ist der Anspruch an seine Jungs, ohne dabei den Respekt vor den Gegnern zu verlieren. Das gilt für die restlichen Spiele in der Liga, wie auch für das Pokal-HF in Fürth. Das Rechnen überlassen wir gerne anderen, auch wenn die hin und wieder das 1mal1 nicht so gut beherrschen:
Torschütze Mario Gomez bei Sky: „Wir müssen unsere Spiele gewinnen und natürlich auf einen Dortmunder Ausrutscher hoffen.“
Sollte Herr Gomez mit seiner Mannschaft alle Spiele gewinnen, so muss er nicht mehr auf einen Ausrutscher hoffen. Da wir uns in Dortmund der Qualität des vermeintlich stärksten Mitbewerbers bewusst sind, tun wir gut daran, uns in Bescheidenheit zu üben. Wir können sicherlich wieder Meister werden, müssen tun wir das nicht. Das sieht im Süden der Republik etwas anders aus und das ist auch gut so.
Nur der BVB!!!
09:21
Shinji for President!
09:13
Also mal ehrlich jetzt:
Der BVB ist der aktuelle Meister und da muss auch jeder Meister den Anspruch haben, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Alles Andere wäre absolutes Understatement oder will die Führungsrolle in eine Verfolgerrolle abtreten. - Von wem denn bitte?
Ja sollen wir denn alle glauben, dass die vergangene Saison purer Zufall war? Sollen wir etwa alle eigelullt werden, wenn es mal nicht so gut klappt und mit den Worten zufrieden geben: „Ja, - mehr ist von der jungen Truppe noch nicht zu erwarten“ oder „Wir haben ja nichts zu verlieren“!
Die Gegner werden stets dermaßen so stark geredet, dass es dann umso heroischer ist, wenn dann letztendlich doch ein Sieg gegen sie heraus kommt. Egal wie das Spiel dann auch lief, dem Gegner wird höchsten Respekt gezollt, aber der BVB hat überraschend besser gespielt.
Aus meiner Sicht klingt es einfach nur lächerlich, wenn man beim BVB mit einem Platz unter den ersten 3 zufrieden sein will und somit suggeriert, dass ein verpasster Wiederholungstitel überhaupt nicht so schlimm sei, denn schließlich ist die Mannschaft noch lange nicht soweit.
Dortmund ist Meister und damit basta. Und wie es überall so Usus ist, muss sich der Champion beweisen, sich nicht ständig hinter anderen Mannschaften verstecken und Misserfolge so deuten, als seien sie ein schnöder Betriebsunfall.
Ich befürchte fast, Dortmund holt in diesem Jahr das Double und dann muss man wieder lesen, dass auch dieser Erfolg viel zu früh und natürlich unverhofft für diese Mannschaft kommt. Fehlt ja gerade noch, dass Herr Klopp im Interview sagt, dass er mit dem BVB gar kein Meister und Pokalsieger werden will und somit das böse “M- Wort“ meidet.
Also, - übernehmt endlich mal Verantwortung, denn es gibt keinen Grund, andere und vermutete Favoriten, in den Vordergrund zu rücken!
Horrido und Glück auf!
in die Offensive gehen?
Sie sind vergangene Saison damit gut gefahren , vielleicht klappt es diese Saison auch.
Das wäre genau das , welches sich die Medien und die Norditaliener wünschen würden.
Ein medialer Schlagabtausch .Was bringt das? Nichts,dadurch erhöht sich die Chance des BVB in keiner Weise.
Große Sprüche,weit aus dem Fenster hinauslehnen und dabei arrogant wirken,ich meine,dass sollten wir wie in den vergangenen Jahren den Norditalienern überlassen.
Zum BVB ,zu dieser Region passt es nicht und das ist auch gut so.
Glück Auf
Mein Verein BVB
Ich halte dagegen, denn es ist geboten, nicht aus einer guten Spielserie gleich den dauerhaften Meisterschaftsanspruch zu formulieren. Sowas ist ebenso weltfremd wie arrogant und der Platz des arroganten-Unsympathen-Vereins ist doch dauerhaft sehr passend vom FCB besetzt.
Die Mannschaft des BVB stellt sich jedes Wochenende der Verantwortung...nämlich dass der Gegner sich gegen den amtierenden Deutschen Meister besonders viel vornimmt. So werden die Spiele von mal zu mal schwerer zu gewinnen. Der BVB steht oben, richtig, aber spielerisch nicht meilenweit über jeden anderen Verein, auch die können noch durchaus faußballspielen. Dazu kommen noch weitere Imponderabilien wie Tagesform, Grundstimmung in der Mannschaft und zum Trainer hin, beeinflussende Schiri-entschiede und wasweissich. Deshalb ist bereits ein Anspruch, wieder die direkte CL-Quali zu erreichen, durchaus niveauvoll und muss erst mal geschafft werden. Klappt noch mehr umso besser.
Mir ist eine gewisse Bescheidenheit wesentlich sympathischer als der krakelende Anhang anderer Vereine, der z.B. nach 4 Siegen hintereinander bereits was von der Schale faselt.
... hat noch keinem so richtig weiter geholfen. Und wie sich der BVB ziert das M-Wort in den Mund zu nehmen ist lächerlich. Sie haben allen Grund selbstbewusst zu sein und sollten es auch in den Medien tun - und das ist nicht Arroganz. Da sind ihnen die Münchner alias Norditaliener (verächtlich!) ein Stück voraus: Warum soll man nicht Titelansprüche melden, wenn man oben steht? Man muss aber diesen Mut aufbringen,. trotz des Risikos es nicht zu schaffen. Bescheidenheit ist im Sport nicht angesagt und Aberglaube ist etwas für alte Weiber. Also, raus mit dem M-Wort!
Warum sollte Bescheidenheit nicht zum Erfolg führen?
Ein netter aber doch leicht durchschaubarer Versuch zu provozieren.
...... Vorteil....... :)
Keine Provokation, nur eine nüchterne Feststellung: "bescheidene" Menschen sind nie die ganz großen der Geschichte geworden ... Und im Volksmund heißt es ja auch: Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebts sich ohne ihr.
Dann hat der BVB letze Saison das Gegenteil bewiesen.
Ein Zitat aus dem Volksmund
Egal wie tief man die geistige Messlatte eines Menschen legt,es gibt immer jemanden,
der darunter durchlaufen kann.
Dies war keine Provokation und keine nüchterne Feststellung, eben nur ein Zitat.
Zitate aus dem Volksmund treffen eben nicht immer zu.
Glück Auf
08:34
@klingso11: Man sollte nicht ausser acht lassen, dass wir immerhin den aktuellen Tabellensechsten zu Gast hatten und nicht die Nummer 16. Was der Bayernsieg aussagt sehen wir erst, wenn sie mit den Aufbaugegnern durch sind und wieder auf echte Gegner treffen.
Und den Pillen viel Glück für Barcelona.
Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass derselbige 16. in der Hinrunde dem BVB zwei Punkte gekostet hat!
23:20
...verlängert mit Shinji sofort und gebt ihm was er haben möchte. Der Junge ist in Gold nicht aufzuwiegen... Und ein Denkmal dem der ihn entdeckt hat...!!!
Im Interview höre es sich sonan, als wolle er gerne bleiben. Wenn dem so ist, haben wir mit Reus Götze Kagawa ein unfassbar gutes Trio hinter Lewa/Barrios und vor einer in Zukunft noch unberechenbareren Doppel6 mit Bender und Kehl/Leitner (bittencourt, Gündogan...) plus der meisterabwehr. Wenn Schmelzer dann noch bessere Flanken schlägt:)
22:39
von Rentner4rr | #7
Du bist doch über den Amateurstatus NIE hinwegekommen,hast es versucht,bist aber immer kläglich gescheitert.Du bist nicht nur in deinen Kommentaren eine Null,die warst du auch auf dem Spielfeld.
22:01
BVB-Fans,noch ist unser Kuchen vom Traum des Doubles nicht fertiggebacken.MfG.
21:42
War nicht unbedingt das schönste Spiel, aber dafür sehr effektiv. So einen Sieg muss es auch mal geben. Egal, drei Punkte, gegen gut organisierte Pillen und Platz 1 behauptet. Weiter so Jungs und kein Stress, absteigen können wa schon mal nicht ;-)
BVB, mehr als nur ein Mythos!
21:41
Das Spiel war nicht so dominant von Seiten des BVB wie erwartet, der Sieg aber verdient - von Dusel keine Spur. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass die Leistungskurve des BVB leicht nach unten zeigt, bei den Bayern zeigt sie nach oben! Interessant zu sehen, wer sich im Fernduell am Samstag gegen ähnlich schwach eingeschätzte Gegner behaupten kann.