Kagawa glänzt in bärenstarker BVB-Offensive - Note 1,5

Sparsame Gesichter bei den Bremern - der Grund: Shinji Kagawa hatte am Samstag einen richtig guten Nachmittag.
Sparsame Gesichter bei den Bremern - der Grund: Shinji Kagawa hatte am Samstag einen richtig guten Nachmittag.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Jürgen Klopp hatte vor dem Spiel ein “echtes BVB-Heimspiel” gefordert - und er bekam es beim 3:2 über den SV Werder geboten. Vor allem dank des Dortmunder Angriffs. Die Einzelkritik.

Dortmund.. Noten von 1,5 bis 3: Diskutieren Sie mit uns die Leistung von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen.

Die BVB-Noten im Überblick

Roman Weidenfeller: Rückte für Langerak zurück in die Startelf. Hatte eine halbe Stunde lang eine sehr laue Schicht - und war dann hellwach, als es Arbeit gab. Noch machtlos beim Gegentreffer zum 2:1, war er mit gutem Timing beim Rauslaufen zweimal vor di Santo zur Stelle (34./36.). Sicher bei Öztunalis Distanzschuss in der 57. Minute. Auch beim Gegentreffer zum 3:2 ohne Chance. Note: 2

Spielbericht Erik Durm: Richtig solide Vorstellung auf der Rechtsverteidigerposition. Suchte regelmäßig den Weg in die Offensive. Spielte einen feinen Diagonalball auf Aubameyang, der dann allerdings per Kopf das Ziel verfehlte (30.). Laufstärkster Dortmunder im ersten Durchgang. Ganz starkes Tackling beim Bremer Konter in der 69. Minute. Note: 2,5

Neven Subotic: Mit Abstand zweikampfstärkster Dortmunder an diesem Nachmittag. Hatte zusammen mit Hummels das Defensivzentrum über beinahe die gesamte Zeit im Griff, leistete sich wenig Fehler im Passspiel. Note: 2

Mats Hummels: Rückte nach kurzer Verletzungspause wieder in die Startelf, verdrängte Sokratis in der Innenverteidigung. Gewohnt stark im Zweikampf, gewohnt umsichtig und präzise in der Spieleröffnung. Note: 2,5

Marcel Schmelzer: Im Vergleich mit Erik Durm auf der rechten Seite seltener eingebunden ins BVB-Spiel. Wirkte in der ersten Hälfte nicht immer sattelfest. Hatte seine erste richtig gute Szene in der 61. Minute, als er Aubameyang per Flanke zum Fallrückzieher einlud. Note: 3,5

Ilkay Gündogan: Bedankte sich für Westergaards Fehlpass in der 15. Minute mit dem Assist für Kagawa vor dem 1:0. Gewann den Zweikampf, der Vorlagengeber Kagawa in Ballbesitz vor dem 3:1 brachte (42.). Mit weit über 100 Ballkontakten und knapp 100 angekommenen Pässen ein überragender Stratege. Note: 1,5

Kommentar Sebastian Kehl (bis 86.): Durfte bei seiner Abschiedsvorstellung noch mal als Kapitän aufs Feld. Leitete nach Balleroberung mit einem Pass in die Spitze die BVB-Chance in der 9. Minute ein, die in einem Pfostentreffer von Aubameyang mündete. Sah beim 1:2 etwas unglücklich aus, als er den Ball auf der linken Seite zu weit abtropfen ließ und damit den Bremer Angriff einleitete - allerdings auch nach sehr schlampigem Zuspiel. Insgesamt gewohnt stark in der Balleroberung, -behauoptung und -verteilung. Ein würdige Abschiedsvorstellung. Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan: Bot in der ersten Hälfte eine Vorstellung der Marke “Warum nicht öfter so?”. Sehr agil auf der rechten Außenbahn. Krönte eine starke erste Hälfte mit dem Treffer zum 3:1, als er Kagawas 20 Meter hohen Pass mit einem motorischen Selbstverständnis aus der Luft pflückte, mit dem unsereins Brötchen schmiert, um Coen Casteels danach höchstlässig und frech per Lupfer zu überwinden (42.). Hatte Reus schon kurz davor in der Gefahrenzone freigespielt (40.). Nach dem Seitenwechsel eher unauffällig mit Ausnahme seines Lattentreffers in der 64. Minute, unterm Strich aber richtig sehenswert. Note: 2

Shinji Kagawa (bis 81.): Maßgeblich am Doppelschlag zur 2:0 Führung der Dortmunder beteiligt. Blieb beim 1:0 ganz cool und wartete auf den richtigen Moment für den Abschluss (15.) und spielte vor dem 2:0 einen feinen Doppelpass mit dem Torschützen Aubameyang (17.). Sammelte auch beim 3:1 einen Scorerpunkt mit dem Steilpass auf Mkhitaryan (42.). An diesem Tag ein Effizienzmonster, das sich in der 81. Minute beim Tausch mit Jojic einen Sonderapplaus abholen durfte. Note: 1,5

Klopp Marco Reus (bis 74.): Erstmals nach seiner jüngsten Verletzungspause wieder in der Startelf. Rückte für Kampl auf die linke Außenbahn und sorgte in der 9. Minute direkt für Gefahr, als er vor Aubameyangs Pfostentreffer die Flanke beisteuerte. Schoss nach feinem Pass von Mkhitaryan in der 40. Minute genau, aber zu lasch. Hat noch Luft nach oben, bringt aber schon wieder merklich Belebung ins BVB-Spiel. Note: 3

Pierre-Emerick Aubameyang: Die einzige BVB-Spitze brauchte nicht lange, um es erstmals ganz gefährlich werden zu lassen vor dem Bremer Tor: Traf nach Vorlage von Reus in der 9. Minute den Pfosten. Machte es in der 17. Minute besser, als er nach schönem Doppelpass mit Kagawa locker zum 2:0 einschob. Sehr agil, im Sturmzentrum oft anspielbar. Hätte in der 64. Minute das 4:1 machen müssen, als er aus kurzer Distanz deutlich verzog. Auch beim Abschluss in der 67. Minute zu ungenau. Engagierter Auftritt mit dem einzigen Makel, dass er hätte ein, zwei Treffer mehr beisteuern können. Note: 2,5

Ciro Immobile (ab der 74. Minute): Kam für Reus. Ohne Note.

Milos Jojic (ab der 81. Minute): Kam für Kagawa. Ohne Note.

Sven Bender (ab der 86. Minute): Kam für Kehl. Ohne Note.