Dortmund

"Dummheit pur" - Mainzer Niederlage ärgert BVB-Leihgabe Hofmann

Der Mainzer Jonas Hofmann im Duell mit Kevin Kampl vom BVB.
Der Mainzer Jonas Hofmann im Duell mit Kevin Kampl vom BVB.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Für Jonas Hofmann war das Mainzer 2:4 beim BVB die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Für die Dortmunder Leistung fand er lobende Worte.

Dortmund. Jonas Hofmann ist bei Borussia Dortmund unter Vertrag, trug beim 4:2 des BVB gegen Mainz aber ein Mainzer Trikot - noch bis Saisonende ist er an die Rheinhessen ausgeliehen. Hier soll er Spielpraxis sammeln, was bislang nur begrenzt gelang: Ein Außenbandriss setzte ihn für fast fünf Monate außer Gefecht. Ausgerechnet beim BVB kehrte er nun auf den Platz zurück - und erlebte einen BVB-Sieg, über den er sich nicht freuen konnte.

Jonas Hofmann, wann haben sie zuletzt einen Treffer wie das Mainzer 1:0 in Dortmund erlebt?

Jonas Hofmann: Ja, das war schon ein wenig kurios, da war schon vil Glück dabei. Das war auch die einzige Möglichkeit - wenn es überhaupt eine war -, die wir in der ersten Halbzeit hatten. Wobei ich sagen muss, dass wir in der ersten Hälfte sehr gut standen defensiv. Wenn wir, was auch der Plan war, im Mittelfeld wenig Ballverluste gehabt hätten, stünde jetzt ein anderes Ergebnis da. Blöd war für uns das Gegentor nach einem Standard, solche Tore sind für mich immer Dummheit pur. Dann muss man auch sagen, dass die Kulisse heute der Wahnsinn war, wie sie die Mannschaft nach vorne getragen hat. Sie haben es dann aber auch gut gespielt, und da muss man neidlos sagen, dass das 4:2 auch gerecht war.

Reus Sie haben fast fünf Monate verletzungsbedingt gefehlt. Sind sie erleichtert, wieder dabei zu sein?

Hofmann: Aus der Perspektive ja, aber zufrieden mit meiner Leistung bin ich überhaupt nicht. Aber wenn man fast fünf Monate fehlt und dann direkt bei so einem Gegner das erste Mal wieder spielt, ist das schon ein hartes Brett. Ich habe im Spiel ein paar Mal gemerkt, dass da einfach noch die Spritzigkeit fehlt, die Antrittsschnelligkeit. Bei hundert Prozent bin ich noch nicht. Aber nur durch Spiele komme ich dahin zurück, wo ich war.

Nach der Saison kehren Sie zum BVB zurück. Freut es Sie da, dass sich Dortmund aus dem Abstiegskampf zu verabschieden scheint?

Hofmann: Naja, jetzt bin ich ja auch noch im Abstiegskampf und für mich persönlich ist es nicht so prickelnd. Im Moment bin ich bei Mainz und hätte den Ball auch heute reingeschossen, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte. Aber Dortmund ist heute in die Spur zurückgekehrt, sie spielen wieder den Klopp-Fußball, den sie schon gespielt haben. Klar, ich freue mich auch für Dortmund - aber im Moment überwiegt der Ärger, dass wir heute verloren haben.