Dortmunds fatale Lässigkeit in Hamburg
23.09.2012 | 21:15 Uhr 2012-09-23T21:15:00+0200
Hamburg. Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund machten ein ungewöhnliches Phänomen für die erste Niederlage des Deutschen Meisters nach 31 Spielen verantwortlich. „Diese Niederlage tut sehr weh“, sagte Zorc nach dem 2:3 beim HSV.
Michael Zorc trägt Hemd, Ausgeh-Anzug und Stimmungskellergesicht. Mürrisch zieht er sein Köfferchen hinter sich her. Er will jetzt eigentlich nur weg, weg aus Hamburg, weg aus diesem Stadion, in dem Borussia Dortmund gerade eine 2:3-Niederlage hinnehmen musste, die erste seit einem Jahr und 31 Bundesliga-Spielen. Aber das allein ist es nicht.
Es ist die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist, die den Sportdirektor nervt. Die alle nervt. „Diese Niederlage tut sehr weh“, sagt Zorc und verschwindet hinter dem Mannschaftsbus, der die schwarz-gelbe Reisegruppe und ihre nagenden Fragen auf den Heimweg bringt. Die Fragen nach dem Warum.
BVB-Sportdirektor Zorc fällt das Wort "pomadig ein"
Warum hatte der deutsche Meister und Pokalsieger beim seit Monaten desaströsen Hamburger SV verloren? Warum produzierte der BVB so viele Fehler, dass man mit ihnen die Arena hätte tapezieren können? Und warum war es der HSV, der sich begeistert in dieses Spiel hineinwarf, obwohl das doch das prägnanteste Merkmal Dortmunder Fußball-Prägung ist?
Beim 2:3 des BVB beim Hamurger SV erwischte Verteidiger Mats Hummels einen rabenschwarzen Tag. Dennoch bewahrte er nach der Partie die Ruhe. Einen Spieler wie ihn, wünscht sich wohl jeder Trainer.
„Pomadig“ ist das Wort, das Zorc zur Beschreibung des Borussen-Auftritts einfällt, ein paar Meter weiter attestiert Trainer Jürgen Klopp seiner Mannschaft „Lässigkeit“. Seltene, aber fatale Lässigkeit, die dazu führt, dass der HSV ein frühes Tor schießt, das ihn erst zu der Mannschaft macht, die sie gegen Ende des Spiels ist: eine gute, eine selbstbewusste. „Das Dümmste, was man gegen einen Gegner machen kann, der nicht gerade vom maximalen Selbstvertrauen beseelt ist, ist, ihm eine gute Anfangsphase zu schenken“, sagt Klopp. 100 Sekunden dauert es, bis Heung Min Son die Führung köpft.
„Ich weiß wie schwierig es ist, nach so einem Champions-League-Abend wie ihn der BVB am Dienstag hatte, am Wochenende gegen eine Mannschaft anzutreten, die in der Liga unten drin steht“, sagt Thorsten Fink, der Trainer der Hamburger und frühere Münchner Champions-League-Spieler. „Wir wollten daher Druck machen, um sie auf dem falschen Fuß zu erwischen.“ Fink wirkt bei diesen Sätzen weniger glücklich als erleichtert, dass es geklappt hat.
Er hat den Schlüssel gefunden zum Sieg, zu dem es angeblich gar kein Schloss gibt. Denn in Dortmund wird der Zusammenhang zwischen den feierlichen Königsklassen-Abenden und dem alltäglichen Bundesliga-Geschäft vehement bestritten. „Lächerlich“ sagt Klopp, weil seine Mannschaft ja bewiesen hatte, dass es kein körperliches Problem gewesen sei. Sie hätte sich wohl auch noch eine Stunde lang munter Chancen erspielt, sie aber ebenso munter weiter verballert, wie es Jakub Blaszczykowski, Julian Schieber, Robert Lewandowski und Co. getan hatten. Lediglich Ivan Perisic brachte es fertig, den Ball ins Tor zu schießen. Zweimal sogar: mit Glück zum 1:1-Ausgleich und ohne Gegenwehr zum 2:3-Anschlusstreffer.
Die Folgen der Champions League
Für Dortmunds Meister-Trainer Jürgen Klopp war die 2:3-Pleite beim Hamburger SV einfach nur "komplett unnötig". Von müden Beinen nach dem Champions-League-Spiel wollte er nichts wissen. Er bemängelte vielmehr die Chancenauswertung.
Der BVB bewies Moral, der BVB rannte an, aber er scheiterte. Und zwar nicht, weil es solche Tage in einem Fußballer-Leben nunmal gibt – sondern, weil er den Sieg weniger verdient hatte, denn er investierte zu wenig. Vielleicht gibt es den Zusammenhang ja doch zwischen Königsklasse und Liga. Nicht körperlich, aber psychisch. Sie hatten Ajax Amsterdam geschlagen, wie sollten sie nun gegen diese Hamburger verlieren?
Ein paar Prozentpunkte fehlten. So war es schon in der vergangenen Saison, als der BVB im anhaltenden Meister-Überschwang gegen Hertha BSC Berlin und Hannover 96 verlor. Es waren der fünfte und sechste Spieltag, nach denen Dortmund den schlechtesten Start eines deutschen Meisters hinlegte. Die Verantwortlichen konnten damals das Problem beheben. Das ist jetzt ein Jahr und 32 Spiele her.

16:50
Ärgerliche Niederlage. Aber irgendwann waren wir nun mal fällig. Egal, abhaken, Mund abputzen, weitermachen.
Habe vor meiner Reise noch in unserer "13er" Runde gesagt, dass das kein Alleingang wird. Da bin ich einmal nicht im Stadion und schon gabs was auf die Mütze. Oh Mann, und heute bin ich schon wieder nicht im Stadion.
#22 liegt richtig.
Frage mich nur, was diese Hasstiraden auf Kloppo sollen. Das ist unqualifizierter Blödsinn. Vor allem extrem unsachlich und unsportlich.
Schade, dass Schalke nicht gewonnen hat.
SGG!
21:25
Die Partie vom Samstag hat mal wieder gezeigt, wie anfällig das sonst so famos funktionierende Räderwerk des BVB bei Fehlern im Aufbauspiel ist. Dabei muss man Hummels zugute halten, dass ihm in letzter Zeit zunehmend auf die Füße gestiegen wird - die Gegner lernen eben auch dazu.
Vorne hatten die Jungs erst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu - abhaken!
Der Mannschaft dürfte die englische Woche gerade recht kommen. So kann schon morgen die heile BVB-Welt wieder hergestellt werden.
Das "fanos funktionierende Räderwerk" ist schon längst ein "Räderwerk der Kackophonie" geworden - erstaunlich, wie lange ein BVB-Fan braucht, um dies zu merken! Glaubt Ihr allen Ernstes, dass Klopps Hysterien in letzter Zeit keine Ursachen hätten?
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17:22
Eine Niederlage bedeutet noch gar nichts im Titelkampf. Aber der BVB muss lernen von CL auf Bundesliga umzuschalten - sowohl was die Beine und den Kopf anbelangt! Noch mehr Rotation ist nötig, um immer die nötige Frische auf dem Platz zu zeigen. Was die psychologische Einstellung anbelangt, wird es mit jedem Sieg in der CL bestimmt besser
und Guru Klopp soll jetzt zeigen, wie er die Mannschaft auf die neuen Herausforderungen vorbereiten kann.
"Guru" Klopp verliert langsam, aber sicher die Facon: Schon seine hysterischen Ausraster nach dem Nürnberg-Spiel Richtung Schiri waren mehr als alarmierend - neuerdings schmeißt er öffentlich auch mit Begriffen wie "Shice" um sich! Souverän sieht anders aus ...
Jau, richtig. Sehr souverän sind z.B. immer die feuerroten Rüben diverser Knödellutscher oder das "ins-Leere-stieren" nach einem zu Recht vergeigtem CL-Endspiel. Da lachen wir heute noch :-))))))))))))
Ich sehe das total anders. Für den, der Meister werden will, zählt nicht nur
jede Niederlage, es zählt jeder verlorene Punkt.
Wie will man die Punkte wieder zurückholen? Was weg ist, ist weg.
Bleibt nur die Hoffnung, dass, z.B. die Bayern, ebenfalls Punkte abgeben
indem man sie besiegt. Und was ist, wenn man verliert?
@21-2
Solange BVB-Fans immer und immer wieder die Vergangenheit malträtieren müssen, um sich in Stimmung zu bringen, solls mir recht sein - weiß man dann doch, wie düster die Gegenwart aussieht...
@21-4 Diese Großspurigkeit der Knödellutscher kennen wir doch aus der letzten Saison, da war der Vorsprung noch grösser, man ballerte zu Beginn in Norditalien viele Tore. Und dann wurden die Seppln mit jedem Spiel Stück um Stück zerlegt und zurück blieb ein Trümmerhaufen. Aber immerhin mit dem goldenen Ananas-Cup.
Ja, ja - die Vergangenheit...
Wusstest Du übrigens, wie oft der FC Bayern Meister, Pokalsieger und Europacup-Sieger wurde?
Der BVB sollte wenigstens aus der "Großspurigkeit der Knödellutscher" etwas lernen, um es besser zu machen. Die Bayern haben ancheinend aus der Katastrophe gelernt.
Das ist aber gar nicht schlau ... Schlau ist, wer aus den Fehlern anderer lernt. BVB am Zug!
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17:09
#19 Die nächsten Niederlagen zur rechten Zeit kommen dann morgen und am 03.10. Dann werden auch Fans wie Cooler oder westfalenborusse ein bißchen ruhiger werden.
Wo steckt Cooler eigentlich. Erst eine Niederlage und schon liest man gar nichts mehr von ihm. Das werden ja dann ganz entspannte Tage für mich ;-)
Königliche Grüße
Dafür mauern sich Andere über Wochen ein, nach nur einem verlorenen "Finale dahoam" und bleiben weiterhin sämtliche Antworten schuldig!
Nach dem verlorenen Triple warst Du doch weg vom Fenster und wir warten
immer noch auf Deine Erlebnisse aus der VIP-Loge, als ihr das Finale "dahoam"
in den Sand gesetzt habt. Können und dürfen wir noch hoffen?
Und mach Dir keinen Kopf um den amtierenden Rekordmeister (81 Punkte)
und Double-Gewinner. Wir genießen das noch bis Mai 2013 :-)
16:57
Eine Niederlage zur rechten Zeit hat noch nie geschadet, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht. Sollte jemand nicht mehr hingehört haben, wenn Klopp vor dem nächsten Gegner gewarnt hatte, dann wird er dieses wieder tun. Momentan werden den Gegnern zu viele gute Chancen zugelassen. Das zieht sich seit der Vorbereitung wie ein roter Faden durch beinah jedes Spiel.
Letzte Saison konnte man dieses Phänomen auch beobachten, dass man anscheinend ein paar Spiele braucht, damit wieder ein Rädchen ins andere greift. Zeit hat man dafür nicht, wenn es jetzt alle 3-4 Tage um die Wurst geht. Die Qualität ist nicht abhanden gekommen, bloß die Feinabstimmung fehlt noch und in einigen Situationen vielleicht auch die Galligkeit. Diese Gier, von der Klopp immer gerne spricht, muss wieder jeder einzelne Spieler entwickeln, um mit aller Macht gegen jeden Gegner von der ersten Minute an Vollgas zu geben. Gegen Frankfurt wäre dafür eine erste Gelegenheit, auch wenn wir uns da oft schwer getan haben.
"Das zieht sich seit der Vorbereitung wie ein roter Faden durch beinah jedes Spiel."
Komisch: Wenn ich solche Sätze schreibe, werde ich ohne Ende angepöbelt - warum Du nicht? Handelt es sich hier wieder einmal um das berühmt-berüchtigte Januskopf-Verhalten von BVB-Fans?
#19-1 heul doch!
@Burkinho09: gut geschrieben, full ack
16:16
Hamburg war Vorgestern. Vorbei.
Wichtig ist, was morgen in Frankfurt passiert. Für Frankfurt wird es neben dem
Bayernspiel dasWichtigste überhaupt. Die werden sich, ebenso wie Bremen und
Nürnberg, die Lunge aus dem Hals rennen. Selbst wenn sie danach 2 Wochen
platt sind. Wehe, wenn sie in Führung gehen, dann wird der BVB gegen einen Wald
von Beinen im Frankfurter Strafraum anrennen.
Zu Reuss. Er hatte bei Gladbach erheblich mehr Freiraum, konnte "sein" Spiel
besser aufziehen. Bei diesem Wald von Beinen, der jetzt im gegnerischen
Strafraum steht, hat es selbst der beste Techniker schwer.
Man kann davon ausgehen, dass, bis auf die Bayern, alle gegnerischen Trainer
diese Taktik anwenden. Versuchen in Führung zu gehen und dann den Laden
dicht machen.
@Imaz: Willkommen im Klub der Gejagten! ich glaube nicht, dass Frankfurt den BVB besiegen kann. Der anfängliche Elan wird bald verpuffen - der erste Schritt in Richtung Mittelmäßigkeit kommt am Dienstag. Eintagsfliege Frankfurt eben!
@Imaz: Willkommen im Klub der Gejagten! ich glaube nicht, dass Frankfurt den BVB besiegen kann. Der anfängliche Elan wird bald verpuffen - der erste Schritt in Richtung Mittelmäßigkeit kommt am Dienstag. Eintagsfliege Frankfurt eben!
@Imaz: Willkommen im Klub der Gejagten! ich glaube nicht, dass Frankfurt den BVB besiegen kann. Der anfängliche Elan wird bald verpuffen - der erste Schritt in Richtung Mittelmäßigkeit kommt am Dienstag. Eintagsfliege Frankfurt eben!
@Imaz: Willkommen im Klub der Gejagten! ich glaube nicht, dass Frankfurt den BVB besiegen kann. Der anfängliche Elan wird bald verpuffen - der erste Schritt in Richtung Mittelmäßigkeit kommt am Dienstag. Eintagsfliege Frankfurt eben!
Ist ja schön, dass Du weißt, dass die Frankfurter eine "Eintagsfliege" sind.
Da kann ich nur hoffen, dass die Frankfurter das auch wissen.
16:15
BVB-Trainer Klopp kritisiert Chancenauswertung des BVB .
Hallo, Kloppi, die schlechte Chancenverwertung ist doch inzwischen ein Markenzeichen des BVB. Es passiert doch praktisch in jedem Spiel (mit Ausnahmen ) nur dann hält meist die Abwehr dicht und die Spiele werden trotzdem gewonnen.
Rein statistisch benötigt der BVB mit die meisten Chancen für ein Tor, fast 10mal so viel wie z.B. Hannover 96, und das müsste ihm als Coach auch aufgefallen sein.
Die Statistik würde ich gern mal nachlesen. Wo steht das denn, dass wir
zehnmal mehr Chancen für ein Tor brauchen? Ich kenne nur die Statistik der
letzten zwei Saisons, dass wir 4 Chancen für 1 Tor brauchen.
12:29
Witziger Kommentar...! Die letzten beiden Spielzeiten sind ganz genau so verlaufen und am Ende siegte der BVB, schon vergessen?
Wer erwartet vom Rentnarr was anderes als dementes Geschwafel?
12:24
Zugegeben eine mehr als unnötige Niederlage. Aber immer locker bleiben, es war doch klar das nach so einer Serie irgendwann eine Niederlage kommt. Auch der jetzt von einigen hier als "fast Meister" gehandelte Verein aus dem Süden, wird noch einige Spiele verlieren.Und abgerechnet wird zum Schluss
12:20
2 Jahre hat der BVB Höhenflug angehalten
jetzt beginnt er Absturz
den BVB mit den großen FC Bayern zu vergleichen
war schon eine Frechheit
jetzt wird der BVB in die Versenkung abstürzen
und der Große FC Bayern
wird Meister mit 92 Punkte
DFB Pokal Sieger
und CL Sieger
auf gehts Burrrn
...he Rentner, das heisst Buam - Wer Nationalmannschaft gespielt hat, sollte das doch wissen :-)