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Die Ruhe vor dem Bayern-Sturm

08.02.2010 | 21:53 Uhr
Die Ruhe vor dem Bayern-Sturm

Dortmund. Üppige sieben Gegentore bei zuletzt zwei Niederlagen in Serie. Und das anstehende Spiel gegen die derzeit unschlagbaren Bayern aus München verspricht alles andere als eine Verbesserung der sportlichen Bilanz.

Trotzdem bleiben die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund ruhig und waren gestern gar zu Scherzen aufgelegt. Der Arbeitsvertrag von Thomas Treß, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannter Geschäftsführer-Kollege von BVB-Boss  Hans-Joachim Watzke, wurde  bis 2014 verlängert. „Ohne Ausstiegsklausel. Ohne Signing Fee“, witzelte Watzke mit Blick auf den  öffentlich ausgetragenen Beziehungskrach beim DFB. „Wo wir im Moment stehen, das ist außergewöhnlich gut. Dass Rückschläge kommen würden, war klar“, erklärte Watzke die Gelassenheit in Schwarzgelb. 

„Wir schütteln uns durch. Dann geht’s weiter“, sagte Jürgen Klopp, der erstmals  in seiner BVB-Zeit zwei Spiele nacheinander verloren hat.  Der Trainer signalisiert: Das Problem ist erkannt, die Lösung in Arbeit.

Problem Defensivarbeit

Das Problem war die zuletzt mangelhafte Defensivarbeit der Borussen. „Wir haben als Gruppe nicht so verteidigt, wie in den Spielen vorher. Das müssen wir wieder ändern“, kündigte Klopp an.  Wichtig ist für die Dortmunder, dass sie bis Samstag ihre wackelige Viererkette, in der beim 2:3 gegen Frankfurt nur Mats Hummels überzeugen konnte, stabilisieren. 

Sollte das nicht klappen, dürften Arjen Robben und Frank Ribery als niederländisch-französische Flügelzange der Bayern die Borussen  schwindelig spielen. Patrick Owomoyela wird sich an das Duell in München vor einem Jahr erinnern, als ihn Ribery mehrfach wie eine Slalomstange umkurvte. Beim 1:3 damals waren die Dortmunder allerdings 1:0 in Führung gegangen. Und beim Hinspiel in Dortmund, das 1:5 endete, war der BVB 45 Minuten lang die bessere Mannschaft. Auch deshalb bricht vor der Aufgabe bei den zuletzt acht Mal in Folge siegreichen Bayern keine Panik aus. „Wir werden nicht rumtönen, dass wir uns in München Sicherheit holen wollen. Aber wir haben zweimal negativ überrascht, vielleicht überraschen wir in München positiv“, sagte Klopp, der auf die drei Rückkehrer Jakub Blaszczykowski, Sven Bender und Roman Weidenfeller hofft.

Thorsten Schabelon

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