Dortmund

Die lustlosen Spurs waren für den BVB noch kein Maßstab

Kopfballduell zwischen Marco Reus (links) und Kieran Trippier.
Kopfballduell zwischen Marco Reus (links) und Kieran Trippier.
Foto: firo
Was wir bereits wissen
Borussia Dortmund und Tottenham Hotspur gelten als Teams, die die Europa League gewinnen können. Die Engländer scheinen daran aber kein gesteigertes Interesse zu haben. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel muss das Tuchel-Team noch auf den Gradmesser warten, wie groß die Finalchancen sind.

Dortmund. Vor dem Hinspiel gegen Tottenham hat sich Steffen Freund nicht festlegen wollen, ob der Titelgewinn in der Europa League nur über Borussia Dortmund führt. Zu so einer Einschätzung wird sich der Ex-Spieler des BVB und der Spurs wohl auch nicht nach dem Rückspiel in einer Woche an der White Hart Lane hinreißen lassen. Denn selbst wenn es ein begeisternder Auftritt der Schwarzgelben gestern Abend war: Diese englische Mannschaft dient ganz offensichtlich nicht als Maßstab, wenn der Wettbewerbsfavorit ausgemacht werden soll.

Einzelkritik Dortmund gegen Tottenham klingt nach Königsklasse, nach Fußballfest – die Gäste hatten sportlich jedoch kaum mehr zu bieten als Krasnodar oder Qäbälä in der Vorrunde. Zahlreiche spielfähige Stars auf der Bank zu lassen oder sie erst gar nicht zu nominieren, zeugt von großem Desinteresse an der Europa League.

Den Spurs liegt offenbar mehr daran, in der heimischen Liga Platz zwei zu sichern und in der neuen Saison in der Champions League zu spielen. Marco Reus und Kollegen muss das nicht grämen: Spielen sie international so weiter, bekommen sie die Rolle des großen Favoriten schon schnell genug zugeschrieben. Ob sie wollen oder nicht.