DFB ermittelt gegen BVB-Trainer Klopp nach Ausraster in Frankfurt
26.09.2012 | 17:14 Uhr 2012-09-26T17:14:11+0200
Frankfurt. Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren gegen Jürgen Klopp eingeleitet. Doch auch einen Tag nach dem 3:3 bei Eintracht Frankfurt bestand der BVB-Trainer darauf, den Schiedsrichter nicht beleidigt zu haben.
Als Jürgen Klopp kopfschüttelnd die Statistik studiert hatte, ließ sich der Trainer von Borussia Dortmund zum zweiten Mal am späten Dienstagabend verbal gehen. „Wir haben die drittmeisten Gegentore in der Liga. Das ist echt eine Scheiß-Statistik“, murmelte der Coach nach dem packenden 3:3 (2:0) des deutschen Fußball-Meisters am 5. Bundesliga-Spieltag bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt in seinen Dreitagebart. Dann schickte Klopp, der in der Nachspielzeit wegen Meckerns von der Seitenlinie verbannt worden war, noch einen Seufzer hinterher: „Wir haben einiges zu tun.“
Sechs Gegentore in vier Tagen und nur zwei Punkte aus drei Auswärtsspielen – die Stimmung bei Borussia Dortmund ist nach dem 3:3 bei Eintracht Frankfurt gereizt. BVB-Coach Klopp hadert mit einer „Scheiß-Statistik“ - Erklärungsansätze gibt es beim Double-Sieger aus der Tatort-Stadt nur bedingt.
Mit der Arbeit begann der Trainer bereits am Mittwochvormittag. Der immer noch angefressen wirkende Klopp, der sich für seine Mecker-Mimik wieder einmal schämte („Das Gesicht sah nicht gut aus“), bat die Profis zu einer 45 Minuten dauernden Video-Analyse. Schließlich weiß auch der Coach, dessen Schützlinge am Dienstag zweimal die Führung aus der Hand gegeben hatten, nur zu gut, was die Stunde geschlagen hat.
Unterdessen hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen eines unsportlichen Verhaltens ein Ermittlungsverfahren gegen Klopp eingeleitet. Doch auch einen Tag nach dem Spiel bestand der BVB-Coach darauf, den Schiedsrichter nicht beleidigt zu haben.
Sieben Punkte Rückstand auf Bayern München
Angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Rekordmeister Bayern München muss der BVB schleunigst aus den Puschen kommen, wenn er die Titelverteidigung nicht vorzeitig abschreiben möchte. Immerhin können die Borussen, die in der Abwehr zum zweiten Mal in Folge große Schwächen offenbarten, Hoffnung aus der vergangenen Saison schöpfen - damals lag Dortmund nach sechs Spieltagen bereits acht Punkte hinter den Bayern.
Borussia Dortmunds Nationalspieler Marco Reus wird am Samstag gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach spielen können. Der 23-Jährige musste am Mittwoch gegen Frankfurt verletzt ausgewechselt werden.
„Wir haben letztes Jahr nicht auf die Tabelle geschaut und machen das nun auch nicht. Und nach ganz oben geht unsere Blickrichtung derzeit ohnehin nicht“, sagte Sportchef Michael Zorc. Dennoch konnte und wollte der Sportdirektor seinen Ärger über die schwache Defensivleistung der Profis, die bereits am Samstag beim Hamburger SV (2:3) die Serie von 31 Partien in Folge ohne Niederlage beendet hatte, nicht verhehlen.
„Wir haben in den vergangenen zwei Auswärtsspielen fünf Tore erzielt und nur einen Punkt geholt. Da sieht man, wo das Problem liegt - nämlich hinten“, sagte der angefressene Zorc nach dem furiosen Spiel vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena: „Und mit hinten meine ich hinten. Wenn man vorne den Ball verliert, muss man nicht zwangsläufig gleich einen reinkriegen. Wir müssen die alte Stabilität wieder bekommen.“
Um das zu schaffen, ist Klopp wohl in erster Linie als Psychologe gefragt. Vieles deutet darauf hin, dass sich das Problem zwischen den Ohren der Profis befindet. An der Fitness (der BVB lief acht Kilometer mehr als die Eintracht) und der taktischen Ausrichtung (siehe die beiden vergangenen Spielzeiten) kann es jedenfalls nicht liegen.
Schmelzer ließ tief blicken
Fragezeichen stehen dagegen hinter der momentanen Einstellung der Spieler. Eine Aussage von Nationalspieler Marcel Schmelzer, der bei allen Gegentoren durch Stefan Aigner (49.), Takashi Inui (51.) und Bamba Anderson (73.) schlecht aussah, ließ jedenfalls tief blicken: „3:3 beim Tabellenzweiten - warum sollte das ein rabenschwarzer Tag sein?“
Beim 3:3 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund erzielte BVB-Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek das erste Tor und bereitete das zweite vor. Der polnische Nationalspieler war bester Dortmunder in einem irren Spiel. Die Borussen in der Einzelkritik.
Trotz solcher Äußerungen stellte sich Klopp vor seine Mannschaft, für die Lukasz Piszczek (24.), Marco Reus (28.) und Mario Götze (54.) trafen. „Die Jungs haben bis zum Schluss alles gegeben. Das macht eine überhebliche Mannschaft nicht“, äußerte Klopp: „Wir werden jetzt ganz sicher nicht über die Mannschaft herfallen. Das wäre doch viel zu leicht.“
Stattdessen setzt Klopp vor dem richtungweisenden Spiel am Samstag (18.30 Uhr/live im DerWesten-Ticker) gegen Borussia Mönchengladbach auf harte Trainingsarbeit. „Wir müssen nicht alles von grundauf neu lernen. Die Jungs haben nicht ihr Gedächtnis verloren. Was wir falsch machen, ist uns klar. Das kann man innerhalb von drei, vier Tagen abstellen“, sagte der Coach, der sich mit einem Versprechen verabschiedete: „Wir werden es schaffen, irgendwann weniger oder gar keine Tore mehr zu kassieren.“
Immerhin hat Klopp mit Blick auf den Samstag eine Sorge weniger. Reus, der in Frankfurt wegen einer Kapseldehnung im linken Sprunggelenk zur Pause raus musste, kann gegen seinen Ex-Klub auflaufen. (sid)
Borussia Dortmund | Mario Götze | Jürgen Klopp | Hamburger SV | Marco Reus | Borussia Mönchengladbach | Fußball

17:33
Herr Klopp macht das ganz raffiniert, erst den Wilden spielen und dann den Braven! Es ist seine "Masche" und hat Erfolg solange er solche Resonanz, wie auch hier, erzielt!
Seine Show gehört zum Fußballgeschäft! Wer es nicht will, soll zuhause bleiben!
Dasselbe gilt für Schiedsrichter a´la Starck und Konsorten. Auch sie stehen im Mittelpunkt und 60.000 Oberschiedsrichter im Stadion haben es ganz genau gesehen und auch das gehört zum faszinierenden Fußball!
Haltet den Ball flach, dann gibt es auch keinen Kopfball!
16:28
Entschuldigung,
aber Trainer, die während des Spiels mit/über den Schiri meckern, sind leider nicht perfekt!
Obwohl ich Kloppi sehr schätze und ihn gern in Atemzug mit den Großen der Branche, Rehagel, Happel, Weisweiler, .. nenne,
aber so was gehört sich nicht!
Entschuldigung,
und doch mal ehrlich,
müssten Trainer, Reporter etc für jede falsche Kritikan den Schiris einen Fünfer ins Ferkel werfen,- häufig erkennen die erst in der 8. Wiederholung, was Schiris in Bruchteilen von Sekunden entscheiden müssen-
auf der anderen Seite die Schiris für ihre Fehler auch nen Fünfer ins aandere Ferkel werfen,
dann könnte man vom Trainer, ReporterFerkel jede Woche einen Wochenendtripp machen, bei den Schiris reichts vielleicht für kleine Weihnachtsgeschgenke, einmal im Jahr.!!!
12:22
Der DFB sollte lieber mal gegen einige sogenannte Unparteiische ermitteln. Dann säße auf der Tribüne bald ein schwarzer Block.
PS:Es ist schon ein Stück aus dem Tollhaus, was hier hin und wieder zensiert und vor allem, was nicht zensiert wird. Der RRRRentnärrrr, ja der mit 4rs, schreibt eine Beleidigung nach der anderen, hat wohl ne Jahreskarte für A....beck. Ich habe ihn vor drei Jahren moderat kritisiert und bin ganz gesperrt worden. Erst nachdem ich mit der Kündigung meines Abos drohte, durfte ich hier wieder meinen Senf dazugeben.
100% Zustimmung
11:29
ist eine Frechheit.Hier dürfen Leute Klopp beschimpfen als Person mit einer "narzistischer Persönlichkeitsstörung" und werden nicht geblockt!!!!
Schreib man etwas dazu, ohne jemande zu dafamieren wird man geblockt.
Frechheit!!!!!!
Ich möchte Dich nicht belehren,
aber Narzissmus, hat nichts mit dem zu tun, was vor ca. 80 Jahren in Deutschalnd passierte.
Narzissmus= Selbstverliebtheit.
Insofern, ist der Begrif "narzistische Persönlichkeitsstörung" gar keine Beleidigung, sondern ein Begriff aus der Psychologie.
Glück Auf!
das ist schon klar was du schreibst, und weniger auf Narzissmus bezogen als auf ..Persönlichkeitsstörung!...Aber fühlst du dich nicht angegriffen, wenn ich behaupte das du unter einer Persönlichkeitsstörung leidest?????
Na klar würde ich mich angegriffen fühlen.
Ist halt negativ besetzt, aber keine Beleidigung in dem Sinne.
Recht hast Du allerdings mit dem Blockieren. Ich möchte Mal sehen, wir würden diesen Begriff den Schreibern der WAZ vorwerfen.
Denen gegenüber wäre das dann natürlich eine Beleidigung.
Glück Auf!
11:16
Das wird auch langsam Zeit,der dürfte nach seinem letzten Ausraster noch garnicht wieder auf der Trainerbank sitzen.Am besten 3-4 Monate sperren wie damals den Kölner Trainer Maier.
11:11
Stimmt sportlicher Erfolg ist ausschliesslich vom guten Aussehen des Trainers abhängig......
09:18
Öfter mal rasieren manchmal sieht Herr Klopp wirklich schlimm aus jedenfalls nicht wie ein erfolgreicher Trainer
Der Jürgen wird ja nicht umsonst scherzhaft "Schmuddeltrainer" genannt.
Also mir ist ein Trainer, der nicht "erfolgreich" aussieht, es aber ist, lieber als die Ribbecks und Heynckes, die nur erfolgreich aussehen, bei der Titelvergabe aber meistens nur Zuschauer sind.
08:58
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05:13
Einer der besten Trainer in der Liga.
Aber seine Ausraster passen garnicht.
Wenn ich nach jedem Ausraster mich entschuldige, ist das zueinfach, irgendwann glaubt niemand mehr das es ehrlich gemeint ist.
Klar geht es mittlerweile im Fussball um viel, aber rechtfertigt sowas dieses fast ständige Verhalten?
Vielleicht braucht er doch einmal einen richtigen Denkzettel.
Schade einfach das so ein guter Trainer in regelmäßigen Abständen so ausrastet.
Wenn er ein ganz großer werden will, gehört auch Sachlichkeit zu einem Trainer.
Glückauf
02:59
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