Der BVB ohne Abwehr - die Bayern ohne Star

Jürgen Klopp muss die BVB-Abwehr notgedrungen umbauen.
Jürgen Klopp muss die BVB-Abwehr notgedrungen umbauen.
Foto: Federico Gambarini / dpa
Was wir bereits wissen
Sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Bayern München haben vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag personelle Sorgen. Aber wiegt der Ausfall des überragenden Franck Ribery den Verlust einer gesamten Abwehrkette auf? Ein Kommentar.

Essen.. Also sprach Arjen Robben: „Es macht keinen Unterschied. Bei Dortmund fehlen die Spieler hinten, bei uns vorne der Franck.“

Eine schön verpackte Spitze. Franck Ribéry mag ein fußballerisches Juwel sein. Aber den Franzosen gegen eine komplette Abwehr gegenzurechnen, in der mit Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Neven Subotic und Lukasz Piszczek keine Laufkundschaft gespielt hat, ist doch ein bisschen unbescheiden. Es ist ja nicht so, als sei dem BVB ein Glied seiner Viererkette gerissen, er hat die ganze Kette verloren.

Der eine oder andere mag im Ausfall Ribérys so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit sehen. Tatsächlich sind die Verhältnisse davon weit entfernt: Robbens Satz war eine Spitze, aber er beschreibt die Verhältnisse treffend. Keiner ist hierzulande so gut besetzt wie die Bayern, nicht mal der BVB. Keiner kann so leicht einen Top-Spieler eins zu eins ersetzen. Nicht mal der BVB.

Was bleibt Dortmund da noch? Ein anderer Satz von Arjen Robben, den er sich im Kern beim alten Borussen Adi Preißler entliehen hat: „In so einem Spiel sind die verletzten Spieler nicht so wichtig, am Ende stehen 22 sehr gute Spieler auf dem Platz.“ Und da, wissen wir, is’ immer noch entscheidend.