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BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski

31.10.2014 | 17:32 Uhr
BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski

Dortmund.   Der BVB scheint den Abgang seines Topstars nicht verkraftet zu haben. Jedenfalls steckt Borussia Dortmund ohne Robert Lewandowski in der Krise, während Bayern München sich mit dem Stürmer stärker denn je präsentiert. Setzt sich dieser Trend auch im direkten Duell fort?

Vergangene Woche, als sich der Dortmunder Tross auf Dienstreise in Istanbul befand, da traf Robert Lewandowski auch in der Champions League erstmals. Die Bilder aus Rom flimmerten live hinüber in den Orient, wo sich hochrangige Vereinsangestellte, Freunde des Klubs und Spielerfrauen einen netten Abend im Kreise der viel beschworenen BVB-Familie machten. Draußen schwappten die seichten Wellen gegen die kleine Party-Plattform mitten im Bosporus, Europa zur Linken, Asien zur Rechten. Drinnen im Restaurant glühte der Holzkohlegrill.

Lewandowski nahm zusammen mit Mario Götze und dem Rest des FC Bayern München den AS Rom mit 7:1 auseinander. Wer wollte, konnte das auf dem Fernseher sehen, der da an der Wand hing. Aber kaum einer wollte wirklich. Man ist ja kein Masochist.

BVB könnte auf den letzten Platz abrutschen

Lewandowski und Götze wurden schließlich in Dortmund zu denen, die sie heute sind. Aber sie sind nicht mehr da. Während Götze schon einige Duelle mit dem alten Klub hinter sich hat, ist es für den polnischen Torjäger, der im Sommer die Seiten wechselte, das erste Wiedersehen mit den alten Kollegen in einem ernsthaften Fußballspiel.

 Es ist sogar ein sehr ernsthaftes Spiel für den BVB. Die luxuriösen Sorgen von einst, wer aus der Begegnung der beiden Liga-Promis als die wahre Nummer 1 im Lande hervorgeht, sind derzeit Vergangenheit: Die Borussia könnte im Falle einer Niederlage theoretisch sogar auf den letzten Platz der Tabelle abrutschen.

Lewandowski war der Fixpunkt beim BVB

Der kausale Zusammenhang zwischen der sportlichen Schieflage von Schwarz-Gelb und dem Weggang seines Top-Torjägers lässt sich nicht lückenlos nachweisen. Die Dortmunder Macher pochen mit einigem Recht darauf, dass das Problem die erschreckenden Fehlleistungen in der Defensive sind. Aber natürlich fehlt einer wie Lewandowski. Als er ging, bezeichnete BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den 26-Jährigen als „einen der drei besten Stürmer der Welt“. Er würde jeder Mannschaft fehlen.

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In Dortmund versuchen sie, die Last des Toreschießens zu verteilen: Ciro Immobile, Adrian Ramos und Pierre-Emerick Aubameyang besetzten wechselweise die Sturmspitze. Sie erzielten zusammen 19 Tore in 14 Saisonspielen (Lewandowski: sechs in 13 Spielen). Doch das Problem: Immer steht da jemand anderes, mal der wuselige Immobile, mal der Raumgleiter Aubameyang, mal der kopfballstarke Ramos. Lewandowski war immer da. Wuselig, schnell, kopfballstark. Ein Fixpunkt. Nie verletzt. Immer gefährlich. Fast unheimlich.

Pep Guardiola schwärmt

Der Stürmer benötigte einige Wochen, um sich in München einzuleben. Fußballerisch, menschlich. Noch immer ist ein Teil seiner Gedanken in Dortmund: Nach jedem Spiel seiner Bayern informiert er sich als erstes über das Ergebnis der Borussia. Doch mittlerweile ist er angekommen im riesigen blau-weiß-roten Erfolgsland. Er trifft in der Meisterschaft, trifft im Pokal, trifft in der Champions League. Er ist der, den Münchens Trainer Pep Guardiola suchte, weil er einfach alles mitbringt: Wucht, Eleganz, Willen. „Ich sehe in ihm mehr als den Torschützen, ich sehe sein Zusammenspiel mit der Mannschaft, wie er sich ohne Ball bewegt, wie er sich beim Pressing einbringt. Das hat er in den letzten Spielen überragend gemacht“, schwärmt der spanische Starcoach, der sonst nur dosiert schwärmt.

Pünktlich zum Duell mit dem alten Klub scheint Lewandowski in Hochform zu sein, was unterschiedliche Reaktionen in Westfalen hervorruft. „Er ist ein sehr guter Stürmer, schwer zu verteidigen“, sagt Lukasz Piszczek, einst BVB-Mitspieler und noch immer Nationalmannschafts-Kollege, „dafür gibt es kein Rezept wie für eine Suppe. Aber wir kriegen das hin.“ Und Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hofft, dass seine einstige Entdeckung seinen Teil dazu beiträgt. „Auch ein Robert Lewandowski schießt nicht alle Bälle ins Tor. Das war hier zumindest so. Und vielleicht ist ja Samstag wieder so ein Tag.“

Vielleicht.

Daniel Berg

Kommentare
01.11.2014
09:34
BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski
von ognir | #1

Ja, der hat sich eingelebt und kommt stärker und wird erst noch. War doch klar das Lewa nicht zu halten ist. Nur Bedauerlich das er ohne Ablöse ging,...
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8 Antworten
BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski
von GaertnerDo | #1-1

Toll - RL ist also wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten, der tollen Umgebung und der exzellenten Lebensqualität nach München gegangen.
Und ich dachte die ganze Zeit, dass er nur wegen des Geldes, der Chance auf viele Titel und dem Ruf des FCB gewechselt ist...

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-2

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von WestfalenBorusse | #1-3

Immer die gleiche FALSCHE Aussage... wir haben mit Lewa mehr Geld verdient als eine hohe Ablösesumme

Ja nee is klar ognir
von Borussenbaer53 | #1-4

Die Jungs haben ja auch Freizeit ohne Ende, gehn jeden Tag shoppen oder im englischen Garten nackige Weiber bekucken und sind am WE am Tegernsee oder feiern in Nobeldiscos ab.
Mensch ringo, biste echt so naiv oder meintest du die Spielerfrauen?

BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski
von G.macht | #1-5

Vor allem schreibt Spiegel-ringo ziemlichen Kokolores. Ich arbeite täglich in München. Natürlich ist da einerseits eine wirtschaftliche/kulturelle "Szene", Maxvorstadt und Schwabing sind auch recht heimelig; andererseits ist die Stadt aber auch ständig verstopft und es gibt mehr als ein Problemviertel auch dort. Und die Lebensqualität danach zu bemessen, wie nah man an anderen Orten ist...Humbug! Von Dortmund ist es näher zur Nordsee, ist deshalb Dortmund "besser"???
Heute ist hier in Oberbayern Kaiserwetter und dementsprechend ist an Ammersee, Chiemsee, Tegernsee, Zugspitze, Kampenwand etc. kein Bein mehr auf den Boden zu kriegen.
Die Spieler kommen, weil sie mit Geld zugesch*ssen werden, thats all.

BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski
von ModemHamster | #1-6

Der Freizeitwert hier wäre schon hoch, wenn das ganze Münchner Gschwerl die Gegend nicht versauen würde. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass ich spätestens zur Rente zurück in zivilisiertere Gegenden Deutschlands zurückziehen möchte.

BVB beim FC Bayern - Das Wiedersehen mit Lewandowski
von Blutige_Nase | #1-7

Jeden Menschen, der noch bei Trost ist, zieht es wech aus dem Ruhrgebiet (man beachte die Abwanderungsstatistiken) - und BVB-Fans zieht es zurück? Auweia ...

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von Wohlbekloppt | #1-8

#1-7 : Genau, und Jeder, der hierbleibt, heißt deshalb zur Strafe z. B. so wie ich

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2014-10-31 17:32
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