BVB will zurück an die Spitze - Trio um Reus vor Comeback

Ein Torjubel mit Adrian Ramos? Nur zu gern, wird sich Marco Reus (rechts) sagen. Das Offensiv-Ass gibt am Samstag sein Comeback für Borussia Dortmund im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln.
Ein Torjubel mit Adrian Ramos? Nur zu gern, wird sich Marco Reus (rechts) sagen. Das Offensiv-Ass gibt am Samstag sein Comeback für Borussia Dortmund im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln.
Foto: getty
Was wir bereits wissen
Das Offensiv-Ass Marco Reus von Borussia Dortmund steht am Samstag beim Auswärtsspiel in Köln vor seinem Comeback. Auch Henrikh Mkhitaryan ist wieder dabei. Trainer Jürgen Klopp will damit einen Haken hinter den verkorksten Saisonstart machen: „Für uns beginnt jetzt der Rest der Saison.“

Dortmund.. Jürgen Klopp ist bemüht, die Erwartungen nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Was er sich von den Rückkehrern erhoffe, werde er ihnen schon in Ruhe unter vier Augen erklären. Der Trainer von Borussia Dortmund will partout vermeiden, dass die Fallhöhe zumindest für Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan im Spiel am Samstag (15.30 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) beim „verdientesten Aufsteiger der vergangenen Jahre“, dem 1. FC Köln, nicht zu drastisch ist, wenn beim lang ersehnten Comeback im schwarzgelben Dress doch nicht alles nach Wunsch klappt. „Sie sind aber soweit, um Dortmunder Fußball, also intensiven Bundesliga-Fußball spielen zu können“, sagt Klopp. Mit Ilkay Gündogan sind Reus und Mkhitaryan die Hoffnungsträger für einen Aufschwung.

Hauptsache gesund bleiben

Gerade für Gündogan, zuletzt im August 2013 beim 4:0 in Augsburg für den BVB auf dem Platz, endet eine lange Leidenszeit. Die Rückenbeschwerden durch einen eingeklemmten Nerven sind soweit abgeklungen, dass er unter der Woche im Testspiel schon wieder ein Tor erzielen konnte. Sein Einsatz ist aber noch eher unwahrscheinlich. „Wir konnten nicht die Hand auflegen und haben nicht alle Probleme in den 14 Tagen gelöst“, sagt Klopp. Trotzdem seien etliche Spieler, so auch Sebastian Kehl, in der Länderspielpause „körperlich einen Schritt weiter“ gekommen.

Hinten sicherer stehen

Bereits ein Dutzend Gegentreffer hat die Borussia in den bisherigen sieben Spielen kassiert. Vom Vorschlag Ottmar Hitzfelds, mit einer Mauer-Taktik zurück wieder in die Erfolgsspur zu finden, hält Klopp indes nichts: „Wir haben bisher nicht offensiv gespielt auf Kosten der Defensive.“ Auch wenn die Ergebnisse anderes aussagen, hätten Mats Hummels und Erik Durm bei der Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation an Stabilität gewonnen. Klopp: „Wir stellen jetzt aber auch keinen Bus vor das eigene Tor.“

Mehr Durchschlagskraft vorn

Dass der BVB in den letzten vier Spielen nur einen Punkt (2:2 gegen Stuttgart) geholt hat, lag auch am verschwenderischen Verhalten vor dem gegnerischen Tor. Mit Reus und Mkhitaryan erhält die Offensive einen enormen Qualitätsschub. Doch: „Wir dürfen nicht glauben, dass, nur weil andere Namen auf dem Mannschaftsbogen stehen, wir gleich anderen Fußball spielen“, warnt Klopp. „Es geht nicht darum, Köln am Nasenring durchs eigene Stadion zu führen, sondern einzig darum zu punkten.“

Personal Zurück in die Spitzenregion

Klopp drückt nach sieben Punkten und nur Platz zwölf den Resetknopf: „Für uns beginnt jetzt der Rest der Saison“, in dem es um nichts anderes ginge, als an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Um bis Weihnachten möglichst viele der 30 noch möglichen Zähler zu holen, „brauchen wir eine wieder eine gewisse Galligkeit. Wir müssen nicht unsere Herangehensweise ändern, sondern nur die Umsetzung“, findet der Trainer. In Köln soll damit begonnen werden.