BVB will zur geplanten Route zurückkehren
19.02.2010 | 11:54 Uhr 2010-02-19T11:54:00+0100
Dortmund.Aufruhr? Keineswegs. Oder Zweifel? Nicht die Spur. Nur eine klare Ansage. „Wir müssen“, sagt Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund, „wieder in die Spur finden, in der es Punkte gibt.“ Das Spiel gegen Hannover soll dem BVB helfen, sich neu zu orientieren.
Bei höchster Geschwindigkeit war der schwarzgelbe Siegeszug nach sechs Siegen in Serie aus den Schienen gesprungen, und dann zwar nicht im herkömmlichen Sinne havariert, aber doch abseits der Strecke bedenklich ins Holpern geraten - über Stuttgart (1:4), Eintracht Frankfurt (2:3) und Bayern München (1:3). Die Bilanz ist mehr als nur ein Blechschaden: Das Polster auf die tabellarische Mittelschicht ist auf zwei Punkte zusammengeschrumpft, das Selbstverständnis eines gewonnenen Spiels vorerst dahin und der Druck merklich gestiegen. Drei Niederlagen in Folge, nächste Woche geht es zum FC Schalke, da sind drei Punkte gegen Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) für den Erhalt eines positiven Arbeitsklimas unverzichtbar.
Kehl im Mannschaftstraining
Schließlich handelt es sich um das Arbeitsklima eines wieder anwachsenden Mitarbeiterstabes, was die Sache mit der angenehmen Arbeitsatmosphäre nicht per se einfacher macht. Dortmunds überzeugendster Kreativling Tamas Hajnal lässt keine Gelegenheit aus zu betonen, dass er sich nach seiner Verletzung wieder fit und einsatzbereit fühlt, Sebastian Kehl befindet sich ebenfalls wieder im Mannschaftstraining, Tinga und Markus Feulner nähern sich langsam an. Die Möglichkeiten, die Mannschaft zu verändern, sind mittel-, aber auch kurzfristig gegeben. Aber, sagt Klopp: „Etwas zu verändern heißt nicht automatisch, die Personen auszutauschen. Die Mannschaft hat sich in einer schwierigen Phase gefunden und tollen Fußball gespielt. Ich habe keine Zweifel daran, dass sie das nicht auch weiterhin tun kann.“
Was bedeutet, dass es neben der Rückkehr des wiedergenesenen Roman Weidenfeller ins BVB-Tor keine Veränderungen innerhalb der Mannschaft geben wird. „Wir müssen uns“, fordert Klopp, „von den Niederlagen befreien.“
„Hannover geht es schlechter als uns“
Dass die Hannoveraner wie ein angezählter Boxer durch die Liga taumeln und dabei immer neue und immer schwerere Treffer einzustecken haben, umreißt die Ausgangsposition deutlich. „Das Problem ist, dass mit Hannover eine Mannschaft kommt, der es deutlich schlechter geht als uns“, stellt Klopp seine Elf auf Klassenkampf ein.
Zurück zur geplanten Route. Zumindest im Stadion sind die Unebenheiten aus dem Weg geräumt. Ein neuer Rasen wurde verlegt, damit der BVB nicht noch weiter in unwägbares Gelände vordringt. Die Enttäuschung über die vergangenen Niederlagen sollen Nuri Sahin (Mitte) und Co. gegen Hannover abschütteln.

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