BVB-Trainer Klopp kritisiert motzigen Perisic

Jürgen Klopp und Ivan Perisic sind momentan nicht einer Meinung.
Jürgen Klopp und Ivan Perisic sind momentan nicht einer Meinung.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Trainer Jürgen Klopp vom deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund hat Ivan Perisic vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am Samstag geraten, sich nach seinen Meckereien auf Fußball zu besinnen. „Es geht nicht, dass ein Spieler glaubt, so Druck ausüben zu können", sagte Klopp.

Dortmund.. Der Empfang am Donnerstag auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund war für Ivan Perisic, sagen wir mal, nicht ganz so entspannt wie sonst. Er passte eher zu den kalten Temperaturen des grauen Herbsttages im Spätnovember, an dem der Mittelfeldspieler von der Reise zu seiner kroatischen Nationalmannschaft zurück nach Dortmund kam. Perisic dürfte die atmosphärische Dissonanz nicht überrascht haben. Der Kroate hatte Anfang der Woche persönliche Unzufriedenheit über seine sportliche Situation beim Doublesieger öffentlich geäußert, dabei auch seinen Trainer Jürgen Klopp kritisiert und sich über mangelnde Unterstützung beklagt.

Gestern nun, vor dem Training, sprachen die Dortmunder Verantwortlichen über ihren Unzufriedenen. „Wir wollen erst mal von ihm wissen, ob er das alles so gesagt hat“, erklärte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit Verweis auf die Deutungs-Kreativität einiger ausländischer Medien. Auf mögliche Übersetzungsfehler gibt es aber keine Hinweise. „Wenn er das so gesagt hat, ist das nicht okay“, so Watzke.

Perisic revidiert seinen Aussagen trotz Klopp-Rüffel nicht

Borussia Dortmund Trainer Jürgen Klopp wurde deutlicher: „Es geht nicht, dass ein Spieler glaubt, so Druck ausüben zu können. Öffentliches Beschweren ist nicht richtig. Und auch nicht geschickt.“ Trotz der engen Spiel-Taktung mit Bundesliga und Champions League soll es zeitnah einen Gesprächstermin geben. Zudem steht eine Strafe für den Profi im Raum.

Ivan Perisic nutzte derweil die Chance nicht, seine Aussagen zu relativieren. Nach dem 1:1 seiner Kroaten gegen eine Liga-Auswahl war er Mittwoch erneut vor die Mikrofone getreten und hatte betont, dass es ein Gespräch geben müsse. Zudem kokettierte er mit einem Wechsel. Er könne sich vorstellen, künftig in England oder Spanien zu spielen. Allerdings steht er beim BVB noch bis 2016 unter Vertrag.