BVB-Torwart Weidenfeller spielt schon sein 19. Revierderby

Ein alter Derby-Hase: BVB-Torwart Roman Weidenfeller.
Ein alter Derby-Hase: BVB-Torwart Roman Weidenfeller.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
So etwas wie Derby-Routine ist Roman Weidenfeller trotz seines 19. Einsatzes gegen Schalke fremd. „Es kribbelt längst wieder. Und das wird noch mehr werden“, verrät der BVB-Torwart. Seine Bilanz gegen die Königsblauen ist negativ. Zwei BVB-Derbysiege, wie in der Vorsaison, und sie wäre ausgeglichen.

Dortmund.. Was Fußballer so in der Kabine sagen und hören, dringt ab und zu in die Öffentlichkeit. Über was die Herren nach dem Training in der vereinseigenen Sauna sprechen, ist dagegen bislang noch nicht überliefert worden. Denkbar bei Borussia Dortmund ist, dass Roman Weidenfeller, mit 32 Jahren einer der Senioren im Kader, seine jungen Mitspieler um sich schart. Und dann – wie ein Dorfältester am Lagerfeuer – von alten Derbyzeiten erzählt.

FC Schalke 04 Als Weidenfeller vor fast zehn Jahren erstmals gegen Schalke auflief, quälten die meisten seiner heutigen Mitspieler frühe Entwicklungs-Schübe der Pubertät. Als Weidenfeller 2005 sein für ihn denkwürdigstes Derby spielte, hatte bei Hummels, Lewandowski und Co. zumindest der erste Bartwuchs eingesetzt. „Lars Ricken und Sebastian Kehl haben damals beim 2:1-Sieg getroffen. Erstmals nach fast neun Jahren haben wir auf Schalke gewonnen“, erinnert sich Weidenfeller. Was er, ganz charmant, nicht erwähnt: Er zeigte eine überragende Leistung. Wie zuletzt gegen Manchester City und Hannover 96. Der 32-Jährige dürfte einmal als der Torwart in die Annalen eingehen, der am häufigsten in Nationalelf-Form, aber nie in der Nationalelf spielte.

Samstag steht Weidenfellers 19. Revierderby an. Rekord im BVB-Kader. Und Rekord für alle Spieler, die in Dortmund auflaufen werden. So etwas wie Derby-Routine ist dem Torwart trotzdem fremd. „Es kribbelt längst wieder. Und das wird noch mehr werden“, verrät er.

Einstiger Hitzkopf ist nun ruhiger Anführer

Seine Bilanz gegen Schalke ist negativ. Zwei BVB-Derbysiege, wie in der Vorsaison, und sie wäre ausgeglichen. Aber das ist nur eine Statistik. „Wir brauchen die drei Punkte, um Anschluss zu halten“, sagt der einstige Hitzkopf, der sich zum altersweisen und vergleichsweise ruhigen Anführer gewandelt hat. Ein Sieg im Derby, das weiß Weidenfeller aus Erfahrung, bringt mehr als drei Punkte. „Für unsere Fans gibt es nichts Wichtigeres. Und Derbysiege bringen Rückenwind, tragen dich durch die nächsten Spiele.“ Nach Schalke läuft Real Madrid in Dortmund auf.