BVB-Torjäger Robert Lewandowski will Geschichte schreiben
26.01.2012 | 12:57 Uhr 2012-01-26T12:57:16+0100
Dortmund. Während Lucas Barrios auf der Bank schmollt, blüht Robert Lewandowski als Torjäger beim BVB auf. Mit 14 Toren und sieben Vorlagen leistete der Pole einen wesentlichen Beitrag zur derzeitigen Erfolgsserie des deutschen Meisters und schreibt ein neues Kapitel in der Geschichte von Borussia Dortmund.
Einst als „Chancentod“ und „Fehleinkauf“ kritisiert, inzwischen als Torgarant und treffsicherster Stürmer von Borussia Dortmund seit 31 Jahren gefeiert: Mehr als die 14 Treffer von Robert Lewandowski hatte nach 18 Bundesliga-Spieltagen zuletzt Manfred Burgsmüller in der Saison 1980/81 (16 Tore) auf dem Konto. „Und in der Rückrunde erziele ich zumeist mehr Tore als in der Hinrunde“, verkündete Polens Fußballer des Jahres mit neuem Selbstbewusstsein.
Lediglich achtmal hatte Lewandowski in den 33 Spielen der Meistersaison getroffen. Inzwischen kann der 23-Jährige nach dem Doppelpack beim 5:1 vergangenen Sonntag in Hamburg auf die Gesamtbilanz von 22 Liga-Toren in 51 Begegnungen in schwarz-gelb verweisen. In seiner zweiten Spielzeit beim BVB stehen für den 4,5 Millionen Euro teuren Einkauf zudem sieben Assists in der Statistik.
Das Pech von Barrios ist beim BVB das Glück von Lewandowski
„Lewi hat sich toll entwickelt. Er ist jung und noch immer kein fertiger Spieler, aber bei uns eine feste Größe“, unterstreicht BVB-Coach Jürgen Klopp, für den Lewandowski „der spannendste polnische Spieler der letzten zehn, fünfzehn Jahre“ ist. „An Lucas Barrios vorbeizukommen, würde nicht vielen gelingen“, sagt Klopp.
Das Pech von Barrios, der in der Sommerpause bei der Copa America einen Muskelbündelriss erlitten hatte, war das Glück des Polen. Endlich durfte er von Beginn an in vorderster Front spielen - und nicht hinter der Spitze wie in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit. Es sei „ein bisschen leichter im Kopf“, so beschrieb Lewandowski die Situation, dass er nun in der Stammelf gesetzt ist.
Laufwunder Lewandowski erfreut BVB-Coach Klopp
Während der Argentinier und einstige Welttorjäger Barrios nach seinen 16 Toren in der vergangenen Spielzeit auf der Bank sitzt und sein Reservisten-Dasein lieber heute als morgen mit einem Wechsel beenden würde, blüht Lewandowski auf. Dabei präsentiert sich der Vollstreckungsbeauftragte des BVB auch als äußerst variabler Mitstreiter und spielender Torjäger der modernen Art. Technisch versiert und ballsicher vertrat Lewandowski in der gesamten Rückrunde der vergangenen Saison sogar den verletzten Japaner Shinji Kagawa auf der Position der „10“.
Besonders Lewandowskis läuferischen Einsatz schätzt BVB-Trainer Klopp. Nicht von ungefähr wollten einige Trainer Lewandowski in der Jugend für die Leichtathletik gewinnen, doch dieser entschied sich für den Fußball. Der Spross einer sportlichen Familie - der Vater war Judo-Trainer, Mutter Iwana Volleyballerin - wurde schon früh als Rohdiamant ausgemacht. Mit 19 Jahren schaffte er den endgültigen Durchbruch bei Lech Posen (32 Tore in 58 Spielen). Nach Dortmund kam er als Torschützenkönig der polnischen Extraklasa.
Lewandowski lässt beim BVB Taten und Tore statt Worte sprechen
Der BVB, Gladbach und Schalke 04 haben das Rennen um die Meisterschaft wieder spannend gemacht.
Lewandowski gehört zu den stillen Genießern. Der polnische Nationalstürmer lässt ohnehin eher Taten und Tore als Worte sprechen. Doch die Lobeshymnen und Bestnoten für seine Vorstellungen wirken nach der anfänglichen Kritik wie Balsam. „Wir waren immer von ihm überzeugt. Er zahlt uns das Vertrauen nun zurück“, sagte Coach Klopp. Kein Wunder, dass die großen europäischen Klubs die Torjagd seines Stürmers bereits mit Interesse verfolgen.
Lewandowski ist der Trubel um seine Person fast schon peinlich: „Mir ist egal, wer die Tore schießt, Hauptsache wir gewinnen.“ Und das gilt auch für die EM im Sommer in seiner Heimat, bei der er zusammen mit seinen Dortmunder Teamkollegen Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski mit Polen ebenfalls Geschichte schreiben will. (dapd)

21:03
Riesenehre für Raul! Die Fußball-Fans aus ganz Deutschland haben seinen genialen Lupfer gegen den 1. FC Köln bei der Wahl in der ARD Sportschau zum Tor des Jahres gewählt! Damit ist der Spanier nach Klaus Fischer und Andreas Müller der dritte Schalker, dem diese Auszeichnung verliehen wird.
Der Treffer am 13. August 2011 war ein Geniestreich. Nach einem Traumpass von Jan Moravek hatte Raul den Ball mit seinem linken Fuß aus etwa zehn Metern gefühlvoll über Kölns Keeper Michael Rensing gelupft. Nach dem Schlusspfiff erkannten seinerzeit sogar die Kölner an: Das war weltklasse!
"Ich bin sehr glücklich und bedanke mich bei allen Fans, die für mich gestimmt haben", sagt der 34-Jährige. "Eigentlich hätte jeder der zwölf nominierten Spieler den ersten Platz verdient. Aber es konnte nur einer gewinnen." Rauls Treffer bekam über 16 Prozent aller Stimmen. Julian Draxlers Tor aus dem Pokalfinale landete auf Rang elf.
Was hat jetzt Dein "Bericht" hier auf der Lewa - Seite zu suchen? Das Tor vom Senor habe ich auch gewählt, aber hier geht es um Robert Lewandowski. Du verstehen?
16:51
Ist nur ein Beispiel für viele Spieler des BVB, die auch in ihrem Auftreten außerhalb des Fusballfeldes total sympathisch rüberkommen.
18:57
eingestehen,das ich am Anfang gegenüber Lewa auch skeptisch war.
Ihm wurde auch nachgesagt dass er ein Heimstürmer ist, davon kann keine Rede sein.
Auf eindrucksvolle Weise hat er den Nörglern und Besserwissern alle Argumente genommen.
Seine Ballannahme bzw. Mitnahme in bedrängten Situationen ist immer wieder eine Augenweide.
Lewa mach weiter so
PS. kann es sein das Arno-Duebel unter einen anderen Nick sein Unwesen treibt?
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18:38
Sehe ich genauso. Und was hab ich mir hier im letzten Jahr Prügel abgeholt, weil Lewa als Chancentod bezeichnet wurde. Ja, einige schreckten nicht davor zurück, ihn gar als "polnischen Erntehelfer" zu beschimpfen. Dabei hatte ich einfach nur um Geduld gebeten. Der ist erst knapp 23 !! Völlig neues Umfeld. Musste erst lernen, deutsch zu sprechen.
Und jetzt belohnt er uns, liegt mit dem Hunter gleichauf in der Scorer-Tore-Liste und hat im Vergleich zu vielen anderen Torjägern dieser Klasse nur bescheidene 4,5 Mio gekostet. Ich freu mich total für ihn und bin davon überzeugt, dass wir noch richtig viel Spaß mit ihm haben werden. Glück auf und nur der BVB !!
Das mit dem polnischen Erntehelfer kommt vermutlich von einem Fan, der mit Nachnahmen wie fast alle im Pott heißen: Kollikowski, Schedlinski, Kawatka, Jablonski und alle anderen "kis" aus dem Pott.
Die Unterwanderung durch polnische Bergarbeiter vor ca. 120 Jahren hat dem Pott sehr gut getan, herausgekommen sind bodenständige Menschen, ehrlich, arbeitssam, geraderaus, sportbegeistert und liebenswert. Glaubt mir, ich kenne fast alle Menschen in Deutschland, am liebsten sind mir Kohlenpötter, äährlich.
schwattgelbe Grüße aussem Sauerland.
unsere "SKI-Fahrer". Bin im Pott aufgewachsen (Castrop) und stimme Dir voll zu
15:34
Gut wenn ein Verein ein Talent entdeckt, und dann aber auch Geduld mit ihm aufbringt. Heutzutage gar nicht so selbstverständlich im Profifussball. U/nd siehe da, der Spieler erweist sich doch noch als Volltreffer.
13:53
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