BVB-Star Reus rächt sich nach üblem Foul mit Tor gegen Porto

BVB-Star Marco Reus am Boden nach einem üblen Foul des Porto-Spielers Silvestre Varela.
BVB-Star Marco Reus am Boden nach einem üblen Foul des Porto-Spielers Silvestre Varela.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
  • Gut gespielt, souverän gewonnen: Der BVB besiegte den FC Porto im Hinspiel mit 2:0.
  • Damit hat Dortmund beste Chancen, ins Europa-League-Achtelfinale einzuziehen.
  • Die Tore erzielten Lukasz Piszczek und Marco Reus.

Dortmund.. Schon einige Minuten vor 19 Uhr, noch vor Anpfiff also, gab es im Dortmunder Stadion die erste Eruption der Gefühle: Auf der Leinwand wurde ein Spieler im schwarz-gelben Trikot mit der Nummer 18 eingeblendet, daneben der Name Nuri Sahin – und aus den meisten der 65851 Kehlen drang ein Jubelschrei. Gegen 21 Uhr sangen die Fans auf der Südtribüne den Namen des Mittelfeldstrategen – und in der Zeit dazwischen spielte Sahin, als sei er nie weg gewesen. Er rannte, er grätschte, er forderte die Bälle und verteilte sie mit der gewohnten Präzision. Auch seinetwegen gewann der BVB die Europa-League-Partie gegen den FC Porto nach Treffern von Lukasz Piszcek (6.) und Marco Reus (71.) hochverdient mit 2:0. „Er war in Ballbesitz dominant wie immer“, lobte Sportdirektor Michael Zorc.

Subotic Dabei hatte der türkische Nationalspieler eine geradezu surreal lange Pause hinter sich: 355 Tage lagen zwischen seinem vorerst letzten Einsatz im Derby gegen Schalke 04 (3:0) und dem Auftritt, eine Entzündung im Leistenbereich hatte den türkischen Nationalspieler lange außer Gefecht gesetzt. Nun vertrat er überraschend den erkrankten Ilkay Gündogan. „Nuri brannte seit Wochen“, erklärte Trainer Thomas Tuchel. „Er war bereit und wir haben auf ihn vertraut.“

Fans zollen Sahin Respekt

Schon früh durfte der Rückkehrer erstmals jubeln: Henrikh Mkhitaryan brachte den Ball nach innen, Piszczeks Volley wehrte Iker Casillas noch ab – gegen den folgenden Kopfball aber war Portos Torhüter chancenlos (6.).

Schmelzer Der BVB drängte die Gäste weit in deren Hälfte, den Angreifern aber fehlte es zu oft an Präzision: Reus per Freistoß (22.), Marcel Schmelzer aus spitzem Winkel (28.) und Shinji Kagawa vom Elfmeterpunkt (32.) verfehlten das Tor. Da Sergio Oliveira die beste Chance der Portugiesen vergab (34.), ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Richtig laut wurde es erst wieder in Minute 57: Sahin, inzwischen doch gezeichnet von den nach langer Pause ungewohnten Strapazen ging vom Feld – und das ganze Stadion erhob sich und sang „Dortmunder Jungs“.

Bürki hält für den BVB die Null

Die Gäste erhöhten zwar nicht die Offensivbemühungen, wohl aber die Aggressivität: Silvestre Varela leistete sich einen üblen Tritt gegen Reus (58.), José Angel streckte Mkhitaryan nieder (62.), Hector Herrera trat Moritz Leitner um (78.) – alle sahen Gelb. Reus rächte sich auf seine Art, als er Mkhitaryans Vorlage freistehend zum 2:0 einschob (71.).

Merino Einen höheren Sieg vergaben die Hausherren durch fahrlässigen Umgang mt ihren Kontern – und weil Mkhitaryan per Kopf nur den Pfosten traf (85.). „Wir haben ein oder zwei Tore zu wenig geschossen“, ärgerte sich Zorc. „In Porto sieht das ganz anders aus, da werden die Portugiesen viel offensiver auftreten.“ Schon in Dortmund hätte sich die fahrlässige Chancenverwertung fast gerächt, doch Bürki rettete gegen den plötzlich völlig freistehenden Hyun Jun Suk (89.). So blieb es beim 2:0, mit dem der BVB schon vor dem Rückspiel in einer Woche einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale getan hat.

So spielten der BVB und der FC Porto

BVB: Bürki - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Sahin (57. Leitner), Weigl, Kagawa (87. Ginter) - Mkhitaryan, Reus (86. Pulisic) - Aubameyang. Trainer: Tuchel

FC Porto: Casillas - Varela, Layun, Martins Indi, José Angel - Ruben Neves, Herrera - Sergio Oliveira (76. Evandro), Brahimi (59. André André), Marega - Aboubakar (87. Suk). Trainer: Peseiro

Schiedsrichter: Banti (Italien)

Tor: 1:0 Piszczek (6.), 2:0 Reus (71.).

Der BVB-Live-Ticker zum Nachlesen:

BVB - FC Porto 2:0