BVB-Leihgabe Jonas Hofmann überzeugt beim Mainzer Sieg

Zeig' her! Rot steht dir nicht so gut wie schwarzgelb, könnte BVB-Manager Michael Zorc (l.) zu Mainzer Leihgabe Jonas Hofmann sagen.
Zeig' her! Rot steht dir nicht so gut wie schwarzgelb, könnte BVB-Manager Michael Zorc (l.) zu Mainzer Leihgabe Jonas Hofmann sagen.
Foto: imago
Eigentlich steht Jonas Hofmann noch bis 2018 bei Borussia Dortmund unter Vertrag - derzeit ist er allerdings an Mainz 05 ausgeliehen. Im Spiel gegen seinen Ex-Verein zeigte der 22-Jährige eine engagierte Leistung - und hätte fast einen Treffer beigesteuert.

Mainz.. Es war ein sehr erschöpfter junger Mann, der vor die wartenden Journalisten trat. Die Haare lagen nass auf dem Kopf, im Gesicht klebten ein paar Grashalme. Jonas Hofmann strahlte dennoch über das ganze Gesicht. Vor drei Wochen hatte er noch selbst das schwarz-gelbe Trikot von Borussia Dortmund getragen, bevor er kurz vor Ende der Transferperiode für ein Jahr an Mainz 05 verliehen wurde. Und nun hatte er mit eben diesen Mainzern den Dortmundern eine überraschende, aber letztlich nicht unverdiente 0:2-Niederlage beigebracht.

"Das war ein richtig gutes Bundesligaspiel", sagte Hofmann. Und weil der 22-Jährige ein eher zurückhaltender Mensch ist, erwähnte er nicht, dass er selbst einen guten Teil dazu beigetragen hatte. Mit seiner Schnelligkeit und Ballsicherheit war der linke Mittelfeldspieler ein wichtiger Faktor im Mainzer Umschaltspiel, er ging mit viel Engagement zu Werke - und sorgte auch für Gefahr vor dem Dortmunder Tor. Doch bei seinen Fernschüssen war BVB-Torhüter Roman Weidenfeller auf dem Posten. BVB-Verletzungspech

"Fühle mich jetzt schon pudelwohl"

Der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp hatte seinem ehemaligen Spieler unter der Woche angesichts der langen Verletztenliste ein wenig nachgetrauert: "Wenn Jonas noch bei uns wäre, wäre es relativ wahrscheinlich, dass er in Mainz spielt", hatte Klopp am Samstag gesagt. Nun spielte Hofmann tatsächlich in Mainz - aber im roten Trikot der Gastgeber. "Ich fühle mich jetzt schon pudelwohl, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen, das Trainerteam, ich komme mit allen supergut klar", freute sich der Mittelfeldspieler. "Vom ersten Tag an habe ich auch im Training gemerkt, dass der Teamgeist enorm ist. Und man hat heute gesehen, was man mit einer Teamleistung alles erreichen kann."

Großkreutz Der Wechsel nach Mainz sei in jedem Fall der richtige Schritt gewesen: "Wichtig ist für einen jungen Spieler wie mich, viel auf dem Platz zu stehen und sich weiterzuentwickeln."Beinahe hätte der Exil-Dortmunder sogar noch ein Tor gegen seinen angestammten Verein erzielt - doch BVB-Abwehrspieler Matthias Ginter grätschte den Querpass auf Hofmann selbst ins Tor. "Ich war mir unsicher, ob ich vielleicht im Abseits stehe", so Hofmann. "Dann habe ich gesehen, dass er reingeht und habe gedacht, ich bleibe lieber weg. Sonst hätte ich noch reingrätschen können, aber bevor ich noch einen auf den Sack bekomme..."